Lendix – meine ersten Rückzahlungen sind eingetroffen und weitere Informationen

Ich hatte euch nachdem ich kurz hintereinander drei Lendix Artikel (hier, hier und hier) veröffentlicht hatte versprochen, erst wieder etwas zu schreiben, wenn es Neuigkeiten gibt. Jetzt ist es soweit, und gerne berichte ich darüber.

Die ersten Rückzahlungen

Am 15. Januar sind die ersten Rückzahlungen eingetroffen. Diese kommen von Projekten, welche bis zum 20. November 2016 vollständig finanziert wurden. Es wird so gehandhabt, dass Projekte welche bis zum 20. des Monats finanziert wurden, am Ende des nächsten Monats fällig werden. Projekte nach dem 20. Tag werden erst im übernächsten Monat fällig. Keine Sorge, es wird taggenau verzinst, da spielt das für uns keine Rolle. Ich teile euch das nur vollständigkeitshalber mit, damit ihr den Mechanismus versteht. Alle geplanten Zahlungen wurden fristgerecht beglichen, das ist die Hauptsache.

Lendix arbeitet an mehrsprachingen Emails und Beschreibungen

Wie bereits erwähnt habe ich mit den französischen Projektbeschreibungen und Update Emails keine Mühe, da ich die Sprache in der Schule gelernt habe. Für andere Investoren ist das natürlich nicht wirklich befriedigend. Ich habe angeregt, dass man in Deutsch, aber sicher in Englisch Emails verschickt und Projektbeschreibungen anbietet. Lendix sieht dieses Anliegen, und arbeitet daran die Emails zu neuen Projekten sowie die Projektbeschreibung zumindet in English zur Verfügung zu stellen. Sehr gut, ein Schritt auf die nicht frankophonen Investoren zu.

Lendix Croissance, das geht irgendwie immer an mir vorbei

Vielleicht ist euch zwischen den Projekten auch mal ein Lendix Crossance (mit Nummer, zum Beispiel 21) aufgefallen. Ich dachte, was ist denn das? Ich habe doch keine Email erhalten. Man sieht auch keine weiteren Details, wenn man es anklickt, kommt die Meldung, dass diese Projekte nur für qualifizierte Anleger sind. Dies scheint regulatorische Gründe zu haben. Lendix ist scheinbar eine Lösung am Erarbeiten, dass diese Projekte auch den Privatinvestoren zugänglich gemacht werden können.

Solche Sachen packen mich dann immer, ich muss einfach wissen was dahinter steckt 😉 Ich wurde etwas enttäuscht, es sind nur Leasing Projekte, welche finanziert werden, und die dürfen nicht von Privatinvestoren mitfinanziert werden. Das ist wohl eine rechtliche Eigenheit in Frankreich (wobei ich die Rechtslage in anderen Ländern hierbei nicht genau kenne). Nicht weiter schlimm, jetzt wissen wir ja worum es geht.

Noch etwas zur Auszahlung auf das Bankkonto

Es gibt eine Rücküberweisungsgrenze von mindestens EUR 100, was mir nicht aufgefallen war. Ich hatte als mein Konto freigeschaltet wurde EUR 100 eingezahlt, damit ich bei Projekten mitmachen konnte, da die Banküberweisung noch nicht angekommen war. Als die Banküberweisung angekommen war, habe ich die 100 Euro wieder retour überweisen lassen. Durch Zufall ist mir dann später aufgefallen, da kleinere Beträge nicht gehen, ausser es ist der Restsaldo auf dem Konto, dann geht auch dieser. Ich fragte Lendix, warum denn diese Regelung gelte. Die Antwort war, um die Kosten niedrig zu halten. Ich weiss jetzt nicht ob die etwas für die Überweisungen zahlen, aber SEPA Überweisungen sollten doch kostenlos sein. Ist ja schlussendlich egal, einfach nice to know.

Mein Zwischenfazit

Mit meinen Investitionen bin ich auf Kurs, auch wenn es etwas lange dauert, bis ich in die von mir angestrebten 25 Projekte investiert sein werde. Da ich Lendix aber eine super Plattform finde, ist mir das egal. Ich habe die Hoffnung, dass wir 2017 ein ausgeweitetes Kreditvolumen sehen werden. Ich melde mich im Februar wieder mit weiteren Entwicklungen meines Portfolios.

ps: Ihr kriegt 20 Euro Bonus, wenn ihr euch via einen Lendix Link auf diesem Blog registriert und EUR 500 einzahlt. Somit ist eure erste Investition von Lendix gesponsort.

 

 

Saving Stream – ein Update zu meinen Erfahrungen

In meinem Jahresrückblick habe ich Saving Stream weit vorne platziert und versprochen mehr über diese Plattform zu erzählen. Aber wo fange ich am besten an? Es gibt soviel, ich beginne einfach irgendwo, und zwar bei der Einzahlung. Ich musste hier einen Währungswechsel vornehmen. Diese sind meistens teuer (und nicht ersichtlich, fragt mal eure Bank was sie an einem Währungswechsel verdienen, ihr werdet keine Antwort erhalten) und die Überweisungsgebühren kommen obendrauf. Ich empfehle daher Currencyfair und/oder Transferwise. Mit diesen Varianten könnt ihr echt Geld sparen.

Anpassung des Geschäftsmodells

Mitte Jahr hatte Saving Stream seine Investoren mit der Ankündigung der Einführung tieferer Zinsen schockiert. Tatsächlich dauerte es lange bis die ersten Kredite mit tieferen Zinsen kamen. Saving Stream hatte von Anfang an betont, dass sie an den 12 Prozent Krediten festhalten wollen, und einfach risikoärmere Kredite zu besseren Konditionen anbieten wollen, damit sie weiter wachsen können. Der Aufschrei unter den Anlegern war gross, und die meisten glaubten nicht an die Erklärung von Saving Stream. Wie sich aber mit den Monaten rausstellte hat Saving Stream exakt Wort gehalten und und viele viele 12% Kredite gebracht. Die tieferen variieren von 9 bis 11 Prozent, die Anzahl ist gering, und meistens sind es kleinere Kredite. Ich finde diese als Beimischung und Risikostreuung gar nicht so schlecht. Klar, man will immer den Maximalzins, aber sind wir doch ehrlich: Es ist besser auch sicherere Kredite mit ins Boot zu holen. Und wenn man einige 11er und 9er beimisch, ist die Durchschnittsverzinungs bei Saving Stream wahrscheinlich immernoch bei 11.5%, was ja sehr ordentlich ist.

Geringe Ausfallrate

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns in der Hochrisiko Zone befinden, denn ansonsten würden wir kaum 12 Prozent Zinsen erhalten. Genau deshalb finde ich es so erstaunlich, dass bei den über 100 von Saving Stream finanzierten Krediten, nur deren zwei ausgefallen (default) sind. Einer wurde so gut abgewickelt, dass aus dem Verkaufserlös die Investoren vollständig ausgezahlt wurden. Das heisst trotz des Konkurses dieses Kredites, hat niemand Geld verloren. Es folgte dann ein zweiter default, und auch bei diesem sieht es so aus, als könnte das glimpflich für die Investoren ausgehen. Und wenn nicht der ganze Kreditbetrag gelöst werden sollte, gibt es noch immer den Sicherheitsfonds, welcher bei Verlusten angezapft werden kann. Im Fonds befinden sich mehrere Millionen GBP, welche einen zusätzlichen Schutz bieten. Was genau der Fonds abdeckt, ob nur Kapital oder auch Zinsen, ist nicht abschliessend geklärt, da er noch nie eingreifen musste. Der Fonds wird von den Eigentümern von Saving Stream verwaltet und obgliegt deren Entscheiden. Aber ich denke, der Fonds wird zahlen, falls nötig, denn dafür ist er da, und verlorenes Investorgeld ist schlechte puclicity. Obwohl ich finde, dass dies nicht zählt, da jeder Investor um die Risiken wissen muss, die er eingeht. Von daher werde ich mich auch davon distanzieren, und Plattformen in die Verantwortung nehmen, falls ich Geld verliere. Das Geld gehört mir und ich alleine trage das Risiko. Ausgenommen davon sind natürlich Verletzung der Sorgfaltspflichten, Betrug und ähnliches.

Zinsen und Kauf auf Pump

Die Zinsen sind mir immer am 1. Tag des Folgemonats bezahlt worden, egal ob Sonntag, Feiertag oder Dienstag 😉 An Feiertagen kommen die Zinsen aber immer erst am späteren Nachmittag, die Mitarbeiter müsse wohl noch den Rausch vom Vorabend ausschlafen 😉

Was aber sensationell ist, ist dass man mit seinem Konto ins Minus gehen kann und dann 48 Stunden Zeit hat, sein Konto auszugleichen. Auch in dieser Zeit verdient man schon Zinsen. Das ist ein nettes Feature, welches mir erlaubt, zum Beispiel am 31. Dezember bereits meine Zinsen zu investieren, welche ich erst am 1. Januar erhalten werde. Das mache ich eigentlich immer so.

Eine sehr gute Plattform, welche ihr euch mal anschauen solltet, auch wenn ein Währungsrisiko zum Britischen Pfund besteht. Risiken können aber auch immer als Chancen angesehen werden. Happy Investing!

 

Was sind die grössten Fehler bei p2p Anlagen? 7 Grundsätze

Heute geht es nicht um eine Plattform im Speziellen, sondern um die Anlagen in p2p Kredite im Allgemeinen, und die Fehler die man dabei machen kann. Meine Aufzählung meiner sieben Grundsätze stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  1. Nicht auf Marketing der Plattformen reinfallen: Die meisten Plattformen brüsten sich mit buyback oder einere überragenden Kreditanalyse. Da die meisten Plattformen noch sehr jung sind, sind sie den Beweis noch schuldig, da sie nocht nicht lange am Markt sind.
  2. Nicht zu schnell agieren: was ich damit meine: Eine Plattform zuerst mit einem kleineren Betrag (500 Euro) testen. Auch wenn es nicht viele Angebote gibt, nicht auf dem Zweitmarkt ivnestieren, bis man versteht wie das auf der Plattform läuft. Vermeindlich gut aussehende Deals, können sich schnell in Verluste wandeln.
  3. Auf Diversifikation achten: Man sollte seine p2p Anlagen über mehrere (mindestens 5, besser mehr) Plattformen verteilen. Man sollte darauf achten, dass sich die Plattformen nicht alle im gleichen Land (Litauen, Lettland und Estland zähle ich hier als 1 Land) befinden. Auch wenn das mitunter Währungsrisiken bedeuten kann, sage ich -> Risiken sind auch Chancen, sie müssen einfach abgewägt werden.
  4. Nicht blind auf Blogger vertrauen: Ich versuche euch auf diesem blog einen objektiven Überblick zu geben. Aber auch ich bin nicht davor gefeit, auch mal eine krasse Fehleinschätzung abzugeben. Ich versuche mein bestes, aber wie gesagt, ich bin nicht unfehlbar. Das andere ist: Es gibt leider blogger, welche die Tatsachen zu rosig darstellen, damit sie damit Geld verdienen können (affiliate links). Daher mahne ich zur Vorsicht zu allem was im Internet steht.
  5. Man sollte mit den Anlagen gut schlafen können: Wenn einem die Angst um sein Geld in den p2p Anlagen nachts den Schlaf raubt, dann sollte man sich aus dieser Anlageklasse verabschieden. Es bringt nichts, nur wegen hoher Renditen etwas zu machen, was einem nicht behagt.
  6. Sich der Risiken bewusst sein: Ich weiss buyback suggeriert eine 100 prozentige Sicherheit, die es aber nicht gibt. Stellt euch mal die Frage: Warum kriege ich bei p2p 12% Zinsen, bei einer Firmenanleihe mit guter Bonität zwischen 0 und 1.5%. Der Bereich dazwischen wird Spread genannt und entschädigt das zusätzliche Risiko. In diesem Vergleich erscheinen p2p Anlagen als sehr risikobehaftet.
  7. Kann man sich einen Totalverlust leisten? Wenn ja, kann man locker in p2p Anlagen investieren. Wenn nein, und man dann Mühe kriegt die Rechnungen zu bezahlen, Finger weg! Als Richtgrösse würde ich sagen, dass man mindestens 2 bis 3 Monatsgehälter auf der Seite haben sollte, beor man den übersteigenden Teil in Aktien, p2p und so weiter investiert.

Wie gesagt, es gibt sicher noch mehr zu beachten, aber wenn man die sieben obengenannten Punkte befolgt, und sich kritisch damit auseinandersetzt, sollte man in der Lage sein, die Risiken minimieren zu können.

 

 

 

Wieviel sollte man bei p2p investieren?

Ja liebe Leser, diese Frage höre ich des öfteren und für einmal werde ich keinen Bericht zu einer Plattform schrieben, sondern versuchen eine Antwort auf diese wichtige Frage zu geben.

p2p ist Hochrisiko

Zuerst muss man sich darüber im Klaren sein, dass p2p Anlagen in die Sparte Hochrisiko gehören. Zweistellige Renditen gibt es nicht ohne entsprechendes Risiko. Da ändert auch das vermeindliche Wundermittel namens buyback nichts daran. Der buyback ist nur soviel Wert, wie derjenige der in anbietet und ist eng an dessen finanzielle Gesundheit gebunden. Geht der Buybackgeber bankrott, ist die Garantie futsch.

Andererseits muss man sich auch vor Augen halten, dass die meisten Plattformen noch relativ jung sind, und eine entsprechende Regulierung in diesem Bereich seitens der Behörden noch viel zu tun ist. Man verfügt hier also noch über sehr wenig Langzeiterfahrung.

Die Asset Allocation ist das A und O der Vermögensanlage

Was ist eine Asset Allocation? So bezeichnet man die Verteilung seines Vermögens oder Investmentkapitals auf die verschiedenen Assetklassen (Renten, Aktien, Immobilien etc). Es gibt Studien die belegen, dass die Auswahl der Asset Allocation gegen 80 Prozent der Rendite eines Portfolios ausmachen. Die gewählte Strategie ist also immens wichtiger als taktische Spielereien (Aktienquotenübergewichtung etc).

Und wie kommt man jetzt zur richtigen Asset Allocation für einen selbst? Das ist eine gute Frage und hängt zu einem grossen Teil von 2 Faktoren ab:

  1. Risikofähigkeit
  2. Risikotoleranz

Und was heisst das nun auf deutsch? Unter Risikofähigkeit beantwortet die Frage wieviel Risiko mit seinen Anlagen tragen kann. Dies wird abgeleitet aus dem vorhandenen Vermögen und den laufenden Verpflichtungen gegenübergestellt. Das heisst, man schaut wieviel Geld man verlieren kann, ohne dabei in Probleme zu geraten.

Die Risikotoleranz beantwortet die Frage nach dem wieviel Risiko man tragen will. Wobei man hier natürlich von der Risikofähigkeit abhängig ist. Sollte man nur wenige Risiken eingehen, da man gemäss der Risikofähigkeit nur einen kleinen Spielraum hat.

Und was heisst das nun in Bezug auf p2p?

Und jetzt kommt die Antwort, auf die ihr lange gewartet habt: Das kommt darauf an! Ich weiss das ist jetzt die vage Antwort die ihr nicht möchtet, aber die Antwort ist zu individuell als das man eine allgemeingültige Antwort geben könnte. Ich versuch es trotzem:

Aufgrund der erhöhten Risiken würde ich maximal 20 Prozent des Vermögens in p2p Kredite investieren. Man sollte auch nicht gleich mit 20 Prozent beginnen, sondern diesen Wert (sofern man dieses Risiko überhaupt tragen kann/will) langsam aufbauen und die Plattformen erstmal erforschen. Eine gute Diversifikation über mindestens 5 Plattformen (eher mehr) ist hier anzustreben. So würde auch der Bankrott einer Plattform einen kleineren Einfluss auf die gesamte p2p Anlage haben.

Ich hoffe ich konnte euch hier wenigstens ein bisschen helfen, falls ihr weitere konkrete Fragen habt, dann nutzt das Kontaktformular.  Falls ihr euch jetzt fragt, welche Plattform man nutzen sollte, dann schaut euch mal meine Beiträge an, es hat sicher etwas für euch darunter.