Brickstarter – in spanische Ferienwohnungen (airbnb) investieren

Brickstarter habe ich schon einige Monate auf dem Radar und damals auch einen Account erstellt. Es war mir aber zu wenig los und die Seite zu unausgereift. Daher hatte ich Brickstarter etwas aus den Augen verloren, obwohl ich die Anlageidee spannend fand (und finde). Vor wenigen Tagen habe ich dann mein erstes Direktinvestment bei der Plattform getätigt.

Anmeldung / Investitionen

Registrieren kann sich jede Person, welche über ein Bankkonto in Europa verfügt und mindestens 18 Jahre alt ist. Falls ihr euch 0.5% Cashback während der ersten 90 Tage sichern wollt, dann nutzt diesen Link zur Anmeldung. Im Feld Promo Code könnt ihr BRICKS eingeben und erhaltet weitere 15 Euro geschenkt. Die 15 Euro werden einfach auf euer Investment draufgeschlagen. Beispiel: Ihr investiert 50 Euro, dann ist euer Anteil danach 65 Euro Wert. 50 Euro bildet auch den Mindestanlagebetrag. Eine Verifikation eures Anlegerkontos ist nicht zwingend, aber empfehlenswert. Bis zu 250 Euro könnt ihr ohne Verifikation anlegen (jedoch nur mit Kreditkarte). Für Banküberweisungen müsst ihr euch verifizieren, dafür wird ein Identifikationsdokument hochgeladen. Für Auszahlungen müsst ihr ein Bankkonto verlinken, ein Bankauszug des gewünschten Kontos genügt. Die Einzahlung via Bankkonto dauerte bei mir einen Tag. Die Auszahlung habe ich noch nicht getestet, vermutlich dauert das etwa gleich lange.

In was investiert man genau?

Wie im Titel steht geht es um Ferienwohnungen in Spanien, welche auf airbnb und anderen Plattformen zur Kurzmiete ausgeschrieben sind und innerhalb von 18 Monaten gewinnbringend verkauft werden sollen. Aktuell ist ein Projekt in Finanzierung:

Brickstarter Projekt
Aktuelles Projekt bei Brickstarter

Entschuldigt bitte, dass ich das Bild in Englisch einfüge, aber die deutsche Version der Webseite ist katastrophal übersetzt (falls ihr etwas zur Aufmunterung benötigt, schaut es euch mal an. Da werden auch Immobilien ausgebeutet ;)). Die Wohnungen sollen etwa 10 Prozent pro Jahr rentieren (das ist ein Erwartungswert und kann tiefer aber auch höher ausfallen). Die Hälfte davon kommt aus den Mieteinnahmen und der Rest ist prognostizierte Wertsteigerung (hier fallen Steuern an, welche einbehalten werden. Man sucht hier eine Lösung dies in Zukunft zu vermeiden). Die Wertsteigerung wird bei einem allfälligen Verkauf der Immobilie realisiert. Es wurden erst wenige Wohnungen wieder verkauft, man versucht die Wohnungen aber zu guten Preisen innerhalb von 18 Monaten wieder abzustossen (das gelingt natürlich besser, wenn man dem potentiellen Käufer zeigen kann, dass die Wohnung gute Erträge abgeworfen hat über einen Zeitraum von 12 Monaten oder mehr). Daher benötigt man aktuell auch keinen Zweitmarkt. Es ist aber natürlich möglich, dass es schwieriger wird eine Wohnung zum gewünschten Preis zu verkaufen und daher sollte man sich bei einem Investment darauf einstellen, dass dieses nicht liquide sein könnte (aber man kriegt ja trotzdem monatlich die Mieteinnahmen ausgezahlt). Während der Finanzierungsphase bis die Immobilie im Besitz von Brickstarter ist, wird das Investment zu 5% verzinst (ab dem Zeitpunkt des Investments).

Zum Schluss / Fazit

Hier bietet sich die Möglichkeit in ein anderes Segment von Immobilien zu investieren. Man sollte jedoch bedenken, dass in touristischen Regionen die Ballung von airbnb Immobilien zu Preissteigerungen führen können, welche für die einheimische Mietbevölkerung problematisch werden können.

Die Plattform scheint auf gutem Weg zu sein, hat jedoch noch einiges an Arbeit vor sich in den Bereichen Nutzerfreundlichkeit und Übersetzungen. Ich finde das Segment der Ferienwohnungen interessant und werde in weitere Projekte dieser Art investieren. Wie gesagt, es gibt 15 Euro Bonus mit dem Promo Code BRICKS und 0.5 Prozent Cashback während der ersten 3 Monate, wenn ihr euch mit diesem Link anmeldet.

Wisefund – ein kurzes Update

Gut zwei Monate ist es her seit ich das erste Mal über Wisefund berichtet hatte. In der Zwischenzeit sind schon einige Projekte finanziert worden. Aktuell (siehe unten) ist ein Projekt offen, welches mit 20% Rendite lockt. Ich finde Wisefund ist sehr gut gestartet, auch die Plattform ist technisch wie auch visuell ausgereifter als die direkten Konkurrenten wie Kuetzal, Envestio oder Monethera. Von Anfang an hat Wisefund einen professionellen Eindruck gemacht, auch wenn die Plattform noch kleinere Macken hatte. Da sehe ich drüber weg, denn irgendwann ist mal gut mit dem Testing und man sieht vieles erst, wenn es wirklich live ist. Von daher, solider Job gemacht (in meinen Augen). Das sagt jedoch noch nichts über die Projektqualität aus, für das ist es noch zu früh. Auf jeden Fall scheint die ganze Geschichte sehr durchdacht zu sein.

aktuelles 20% Projekt bei Wisefund. Dürfte wohl einige Tage dauern, bis das gefüllt ist.

Die Sache mit dem Ungarischen Bankkonto

Wie ihr ja bereits wisst, ist die Plattform eigentlich in Estland (und Lettland) zu Hause, das Bankkonto jedoch in Ungarn. Wie kommt es zu dieser Konstellation? Ich habe vor einigen Monaten die Thematik des Schwarzgeldskandals in Estland kurz gestreift, und darin liegt auch die Begründung. Wisefund hatte es sehr schwer als neuer Crowdinvesting Anbieter ein Bankkonto im Baltikum zu eröffnen, da die Banken dort momentan sehr vorsichtig sind. Stellt euch mal vor, da kommt eine neu gegründete Firma und möchte ein Konto. Auf diesem Konto kommen hunderte Zahlungen aus ganz Europa (oder sogar weltweit) von verschiedenen Personen an. Das Geld wird dann in grossen Tranchen an irgendwelche Firmen im Euroraum weitergeleitet. Ich sag’s euch, das ist der Albtraum für jede anti Geldwäscherei-Abteilung einer Bank. Von daher wundert es mich auch nicht, dass wir bei Envestio verschiedene Änderungen der Bankverbindung erlebt haben und auch Monethera nun ein Bankkonto in der Slowakei führt.

Die externe Kreditanalyse

Ich hatte ja bemängelt, dass die mit der Kreditanalyse betraute Firma (Nord Capital Markets) eine One Man Show sein könnte. Mir wurde seitens Wisefund versichert, dass die Firma mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Kreditanalyse mitbringt und bei grossen Projekten zusätzliche Spezialisten zugezogen werden. Schlussendlich muss man hier der Plattform vertrauen, denn wenn die Kreditanalyse schlecht ist, gibt es die Plattform bald nicht mehr. Von daher ist es ok für mich (aktuell).

Buyback / Cashback

Ich wollte noch in Erfahrung bringen, wie das mit dem Buyback wirklich ist. Also, nach 60 Tagen Verzug erfolgt ein Buyback des investierten Kapitals (die Forderungen werden an einen Investor verkauft). Die Zinsen sind davon nicht gedeckt, sollten jedoch durch einen Protection Fund von Wisefund gedeckt werden. Im FAQ ist das jedoch so nicht beschrieben, und wurde mir per Email mitgeteilt. Ich hoffe, die passen das dort auch noch an, oder ich habe es einfach übersehen.

Bei Registrierung mit diesem Link, kriegt ihr 0.5% Cashback auf euer Investorenkonto, nach jedem Investment und das während der ersten 9 Monate (270 Tage).

Fazit

Es kommt etwa jede Woche ein neues Projekt auf die Plattform. Es dauert jeweils mehrere Tage bis ein Projekt vollständig finanziert ist. Die Plattform überzeugt technisch sowie bei der Benutzerfreundlichkeit. Ein- und Auszahlungen gehen fix, auch der Support ist schnell. Von daher alles gut. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Plattform erst am Anfang steht und man sich in Hochrisikokrediten befindet.

Bei Fragen einfach melden. Grüsse

Coinloan – p2p mit oder ohne Krypto und hohen Renditen

Auch wenn ihr mit Kryptowährungen bis jetzt (noch) nichts am Hut habt, würde ich euch dennoch empfehlen diesen Artikel zu Ende zu lesen, und dann zu entscheiden ob ihr euch das ganze mal aus der Nähe ansehen wollt. Um auf der Plattform Coinloan anzulegen, benötigt ihr nämlich keine Kryptowährungen, ihr könnt wie gewohnt Euro anlegen. Natürlich ist es auch möglich sich auf der Plattform Geld zu leihen, aber dies wird in diesem Post nicht behandelt (wir wollen ja Zinsen verdienen und nicht zahlen 😉 )

Grundsätzliches zur Plattform

Die Plattform ist in Estland (Talinn) domiziliert, wobei das Kernteam nach eigenen Angaben auch dort wohnt. Ergänzt wird das Team durch weitere Mitarbeiter in verschiedenen EU Ländern. Anlegen kann jede Person, welche mindestens 18 Jahre alt ist und über einen Wohnsitz in Europa verfügt. Weitere Länder sind zugelassen, es gibt nur wenige Ausnahmen, welche leider nicht näher genannt werden. Ich gehe davon aus, dass USA ausgeschlossen ist. Die Registrierung geht fix, wie auch die Identifikation (Ausweisdokument muss hochgeladen werden). Ihr benötigt auch noch eine app für die 2fa authorisierung als Sicherheit (google authenticator).

Wie funktioniert das nun mit dem Anlegen?

Nüchtern betrachtet ist Coinloan eine normale p2p Plattform, wie ihr sie bereits schon kennt. Die Hauptunterschiede liegen meines Erachtens in drei Bereichen: 1) Ihr leiht das Geld direkt einer Person (originales p2p) und kauft keine verbrieften Kredite eines Loan Originators. 2) Ihr habt hier eine Sicherheit hinterlegt in Form von Kryptowährungen (welche theoretisch einen Wert haben). 3) Ihr setzt die Kreditmodalitäten (Zinsen, Laufzeit etc) selber fest. Punkt 1 ist diskutabel, ist aber zutreffend für die meisten grossen Plattformen wie Mintos, Peerberry, Grupeer usw.

Nachdem ihr verfiziert seid, könnt ihr Euros via Banküberweisung (SEPA) auf euer Coinloan Wallet laden. Die Informationen hierzu findet ihr unter „my wallet“ im Dashboard eures Coinloan accounts. Es gibt weitere Varianten wie zum Beispiel Kreditkarte, aber diese sind kostenpflichtig. Zudem wurde meine Banküberweisung gleichentags verbucht, ich sehe daher keine Notwendigkeit für andere Einzahlungsvarianten. Abhebungen kosten je nach Variante (SEPA = 2 Euro) einige wenige Euro, dies zur Info.

Sobald das Geld auf der Plattform gutgeschrieben ist, könnt ihr eure eigenen Kreditangebote (Button LEND) veröffentlichen, oder bereits bestehende Kreditgesuche (Loan requests) bedienen. Die Mindestkreditsumme beträgt 100 Euro. Den Zinssatz, die Laufzeit, die Amortisationsvariante (interest only = monatliche Zinszahlungen und am Schluss die Kapitalrückzahlung / interest + principal = Annuität). Bei vorzeitiger Rückzahlung muss der Kreditnehmer die Zinsen für die ganze Kreditdauer bezahlen, das kann sich für den Anleger sehr positiv auswirken (stellt euch vor, ihr kriegt nach 3 Monaten die Zinsen für 6 Monate oder so). Ein sehr wichtiger Punkt ist bei der Kreditaufschaltung auch was man als Sicherheit (sprich welche Kryptowährungen) zulässt. Standardmässig sind alle auf der Plattform zugelassenen Kryptowährungen als Sicherheit ausgewählt. Bis auf die CLT (coinloan token) sind für mich alle ok. Diesen würde ich deaktivieren. Die Zinsen für Euro Kredite scheinen sich so um 15 bis 16 Prozent einzupendeln. Ich hatte auch schon Kredite zu 20 Prozent eingestellt, die wurden aber nie beansprucht. Mit 15-16 Prozent solltet ihr euer Geld aber unter die Leute kriegen 😉 Zu 17 ging mir auch mal einer weg, aber nie höher. Was gerade angesagt ist, seht ihr auch im Tab „recent loans“. Noch etwas: ihr könnt auch die Beträge variabel eingeben. Nehmen wir an ihr habt 1’000 Euro die ihr verleihen wollt. Anstelle 10 Kredite zu 100 Euro zu erfassen, könnt ihr auch einen Kredit erfassen und dort das loan limit mit 100 bis 1000 Euro festsetzen. Je nachdem was euch besser zusagt. Das einstellen von Krediten sowie das Geld anlegen ist kostenlos. Hier noch ein Screenshot der Erfassungsmaske.

So sieht die Erfassung eines Kreditangebotes auf Coinloan aus (CLT habe ich rausgenommen)

Wo liegen die Risiken?

Auch hier sprechen wir von einer relativ neuen Plattform. Die Sicherheiten hinter den Krediten sind Kryptowährungen, welche volatil und wenig reguliert (wenn überhaupt) sind. Man bewegt sich also in mehr oder minder unbekannten Gewässern. Die Kredite werden mit Kryptowährungen hinterlegt, und der aktuelle Wert wird mit einem LTV (loan to value ratio) von 70% belehnt. Das heisst also um 100 Euro Kredit zu erhalten, muss der Schuldner Kryptowährungen im Gegenwert von circa 143 Euro hinterlegen (100 / 70 = 1.428). Solange der Belehnungswert (LTV) nicht über 92% steigt, der Wert der Sicherheit relativ zum Kreditbetrag also sinkt, passiert nichts. Steigt der LTV über 92 Prozent, wird die Sicherheit (Kryptowährung) liquidiert, um garantieren zu können, dass der Kreditgeber sein Kapital vollständig zurückerhält. Tönt alles schön und gut, aber im Worstcase sinkt der Wert der Sicherheit stetig auf eine Belehnung von 91 Prozent und dann innerhalb von wenigen Minuten stürzt die Kryptowährung 15 Prozent ab. Ob die Plattform dann schnell genug ist (und genügend Volumen zum Handeln verfügbar ist) und die Kryptowährung verkaufen kann, wird man dann sehen 😉 Bis anhin scheint das Risikomanagement der Plattform jedoch gut funktioniert zu haben. Seid euch diesem Risiko einfach bewusst.

Warum kann es Sinn machen, aus Schuldnersicht, einen Kredit mit Kryptos als Sicherheit aufzunehmen? Stellt euch vor, ihr braucht Geld für irgendwas und habt einen Bitcoin. Ihr könntet den Bitcoin nun verkaufen und hättet das benötigte Geld. Ihr geht aber davon aus, dass der Bitcoin im Wert steigt und zukünftig viel mehr Wert hat. Darum wollt ihr euch nicht davon trennen. Falls das Szenario so eintrifft, könnt ihr mit der Wertsteigerung auch locker die Zinsen zahlen. Das ist wohl die Grundüberlegung hinter der ganzen Geschichte, aber dies nur am Rande.

Fazit

Ich halte Coinloan vom Konzept her als eine spannende Plattform und sehe den use case schon. Zudem weiss man genau, welche Sicherheit hinter einem Kredit steckt. Soviel weiss man bei anderen Plattformen meistens nicht (jetzt mal mit Immobilien besicherte Kredite aussen vor). Es ist nur die Frage, sieht man die Kryptos wirklich als Sicherheit an, oder geht man davon aus, dass die sich auch in Luft auflösen können? Für mich sind die meistens Kryptos ok als Sicherheit. Die Preisentwicklung von den meisten Kryptos kann man beispielsweise auf www.coinmarketcap.com anschauen. Die Zinsen und die sehr freie Kreditgestaltung auf der Plattform sind für mich ein klares Plus. Hier geht es zu Coinloan.

Bei Fragen, einfach posten. Grüsse p2phero

Ibanwallet: ein neuartiges Tagesgeldkonto

Im Bereich der Fintechs (wovon p2p ein Unterzweig darstellt) tut sich in der letzten Zeit so einiges was Arten von Tagesgeldkonten angeht. Wir haben da ja das bekannte Bondora Go & Grow, die etwas andere Art von Bondster sowie Mintos Invest & Access (welches ich noch nicht getestet habe). Jetzt kommt also noch Ibanwallet dazu.

Ibanwallet , ein alter Bekannter

2017 habe ich das erste Mal von Ibanwallet gehört, und zwar auf Seedrs, wo sich die Firma Kapital zur Umsetzung ihrer Pläne geangelt hat. Ich war damals mit den Gründern ( Daniel Suero Alonso und Marc-Anthony Hurr ) in Kontakt, habe jedoch schlussendlich nicht investiert. Warum weiss ich heute auch nicht mehr, es wird wohl keinen triftigen Grund dafür gegeben haben, ansonsten würde ich mich noch daran erinnern.

Zwei Jahre später ist es also soweit und das Produkt (oder das erste aus einer Palette?) ist ausgerollt und für die breite Masse verfügbar. Jetzt stellt sich die Frage, welche Dienstleistung hier angeboten wird (funktioniert übrigens als App oder via Webseite)…

Was ist Ibanwallet genau?

Im Namen verstecken sich zwei Worte: IBAN, also eine Bankkontonummer wie wir sie kennen und Wallet, also Brieftasche. Es handelt sich also um ein neuartiges Bankkonto, welches wir quasi wie unsere Brieftasche nutzen können. Wow ein Bankkonto (Ein- und Auszahlungen aber nur über das hinterlegte Referenzkonto), das haut mich jetzt erstmal nicht aus den Socken 😉 ABER, es gibt schon noch einige Features, welche interessant sind: Es werden 4 Varianten an „Konten“ angeboten: 1) ein Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 2.5% pro Jahr, mit täglicher Zinszahlung sowie drei Konten, welche eher einem Termingeld (mit vorzeitiger Kündigungsmöglichkeit) ähneln. Dort gibt es Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren sowie Zinsen von 3 bis 6%. Unten seht ihr die 3 Termingeldkonten.

Angebot an Termingeldern bei Ibanwallet

So wie ich das verstehe sind die Anlagen jederzeit kündbar, jedoch gegen Gebühr. Jegliche aufgelaufenen Zinsen bis zu 2.5% werden storniert, wenn die Anlage vorzeitig gekündigt wird. Sind beispielsweise nur 0.1% aufgelaufen, werden auch nur 0.1% storniert, man verliert also kein Kapital. Kündet man beispielsweise das einjährige Termingeld nach 11 Monaten, kriegt man 0.25% Zinsen (2.75% aufgelaufen minus 2.5%). Ist jetzt nicht sonderlich attraktiv, aber ganz ok wie ich finde. Liquidität hat halt ihren Preis. Ich habe Mitte Juli mal 550 Euro eingezahlt und das einfach auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen. Ich kriege jetzt jeden Tag zwischen 3 und 4 Cent Zinsen.

Screenshot vom 25. Juli 2019

Nicht alle Welt, aber als Alternative Parkmöglichkeit für ein bisschen Cash ganz nett. Wir sind halt im p2p Bereich verwöhnt mit zweistelligen Zinsen, da sieht das natürlich nicht gut aus. Aber vergleicht man es realistisch, ist das keine üble Sache, vorallem mit der gegebenen Liquidität.

Registrierung und Startbonus

Die Registrierung dauert nur wenige Minuten. Es wird ein Identifikationsdokument, sowie eine Handynummer benötigt. Danach sieht man schon seine persönliche IBAN bei Ibanwallet und kann das Geld vom (persönlichen) Bankkonto her anweisen. Ich hatte das am Vormittag erledigt, und am Abend war das Geld drauf. Ging alles wirklich flott. Um die Auszahlung freizuschalten muss ein Beleg des Bankkontos (worauf die eigene Adresse ersichtlich ist), hinterlegt werden. Nutzt diesen Link zur Registrierung (das Feld promo code wird bei der Registrierung automatisch ausgefüllt, falls es leer sein sollte, kontaktiert mich) und ihr erhaltet 25 Euro Startbonus, sobald ihr 1’000 Euro eingezahlt habt (ich auch). Der Bonus ist frei verwendbar, und würde euch mit dem Tagesgeldkonto 5% Rendite im ersten Jahr sichern (2.5% auf 1000 Euro = 25 Euro plus 25 Euro Bonus).

Wie erwirtschaftet Ibanwallet das Geld um die Zinsen zu Zahlen?

Ibanwallet versteht sich als neuartiges und macht daher eigentlich nichts anderes als eine normale Bank. Was macht denn eine Bank? Ganz vereinfacht gesagt nimmt eine Bank Geldeinlagen an von Kunden (=Geld auf dem Bankkonto) und verleiht dieses dann wieder an Kunden, zum Beispiel als Hypothek. Die Differenz zwischen dem was auf den Bankeinlagen gezahlt wird an Zinsen und dem was aus den Hypotheken eingenommen wird, nennt sich Zinsdifferenzgeschäft und gehört der Bank, welche so Gewinn machen will. Das ist jetzt sehr vereinfacht ausgelegt und viele Punkte wurden nicht erwähnt (Fristentransformation, Reserven, Geldmengenmultiplikator blah blah und blah 😉 ). Das ist der ursprüngliche Zweck einer Bank.

Ibanwallet macht eigentlich nichts anderes, man nimmt Geld an und investiert es. Aber in was? Und jetzt wird es spannend: Ibanwallet investiert das Geld in p2p Kredite! Leider konnte ich noch nicht herausfinden wo und wie genau. Ich weiss lediglich, dass nur in besicherte Kredite (mit Buyback und/oder Immobilie oder sonstigen Assets) investiert wird. Hier versuche ich noch mehr zu erfahren, vor allem auch in Bezug auf die Liquditätssteuerung und so weiter. Ich glaube nicht, dass ich erfahren werde, wo genau in welche Kredite investiert wird 😉 Aber ich bleibe dran.

Fazit

Ich bin angetan von der einfachen Handhabung sowie der schlichten Homepage von Ibanwallet (gibt es übrigens auch als App). Es funktioniert alles reibungslos. Wenn man die Zinsen mit Tagesgeldkonten vergleicht, sind diese natürlich top, wenn auch nicht exorbitant. Was man aber vor einer Anlage bedenken sollte: Nie die komplette Liquidität dort parken, man muss sich bewusst sein, dass sich das Unternehmen in einen neuen Markt (p2p) bewegt und selbst taufrisch ist. Da können viele Risiken schlummern (operationelle, Marktrisiken etc). Möglich ist auch, dass das eingezahlte Geld in die gleichen p2p Kredite investiert wird, über welche man bereits via anderen Plattformen investiert ist. Nichts desto trotz kann man sich das ja mal anschauen. Das Team ist leider nicht auf der Webseite vertreten, was gemäss Aussagen der Firma momentan nicht geplant ist. Weiter oben seht ihr aber links zu den Gründern. Daniel ist ein Banker und Unternehmer und Marc-Anthony der Mathe und IT-Guy, passt also grundsätzlich von der Aufstellung, auch wenn das nichts heissen muss ;). Hier geht es zur Registrierung und dem 25 Euro Bonus (bei 1’000 Euro Investment)

Kuetzal – eine neue Plattform mit sehr hohen Zinsen (22% und Cashback)

Kuetzal, was ist denn das für ein Name, dachte ich mir beim ersten Lesen. Der Name kommt von einem Vogel, welcher bei den Azteken und Maya’s als heilig angesehen wurde (Quetzal – hier der Link zu Wikipedia für alle angehenden Ornitologen 😉 ). Der Vogel steht noch für weitere Eigenschaften wie Vertrauen, Brillianz und so weiter. Zudem wollte sich die Plattform von den vielen Mitbewerbern differenzieren, welche Crowd, Lend, Fund und so weiter im Namen haben. Ich glaube diese Differenzierung ist wirklich gelungen, aber ich assoziere halt Kuetzal nicht mit einer p2p Plattform. Warum man den Vogelnamen noch etwas abgewandelt hat und mit K schreibt, liegt darin begründet, dass sich die Plattform auf Europa fokussiert und man die Schreibweise Kuetzal anstelle von Quetzal eher europäisch erarchtet. Dem stimme ich zu, wobei bei so einem exotischen Namen hätte das nun auch keine Rolle mehr gespielt 😉

Die Plattform hat ihren Sitz in Talinn, Estland und wurde von drei Jungunternehmern gegründet. Die Zinsen sind je nach Projekt unterschiedlich und gehen bis 22%. Die Plattform hat einige sonder Features, welche ich euch gerne kurz vorstellen werde.

Kuetzal Care und der Buyback

Neue Plattformen bekunden meistens Mühe die ersten Projekte finanziert zu kriegen, was wiederum für die Investoren unschön ist, da das Investment unverzinst rumliegt. Bei Kuetzal ist das anders, hier wird das Geld gleich verzinst, nachdem man das Geld angelegt hat (Mindestanlage 100 Euro pro Projekt, Zinsen monatlich). Das ist der eine Teil von Kuetzal Care. Der andere Teil garantiert, dass das Projekt vollständig finanziert wird. Dies durch Kreditlinien bei Banken und Zusagen von Grossinvestoren. Der Buyback funktioniert etwas anders als gewohnt und steht nicht bei jedem Projekt zur Verfügung (sieht man in der Tabelle zu den Projektdetails, wenn man drauf klickt). Steht ein Buyback zur Verfügung, kann man seinen Anteil am Projekt jederzeit zu 90 Prozent zurückgeben, nimmt so also einen Abschlag von 10 Prozent in Kauf. Das heisst bei einem Projekt mit um die 20 Prozent Verzinsung, kann man nach 6 Monaten verkaufen und die bereits erhaltenen Zinsen, würden den Abschlag decken. Die Funktionsweise kennen wir bereits von Envestio.

Kuetzal Projekte
Auswahl zu aktuellen Projekten bei Kuetzal

Fazit

Ihr seht, die Plattform macht also einiges ziemlich anders, als wir das kennen. Das muss nichts schlechtes sein. Mir fehlt bei den Projekten etwas der rote Faden, die Plattform wirbt damit Ideen zu finanzieren und nicht Sektoren. Finde ich ja ok, aber dann fehlt mir ein wenig die Fokussierung auf Kernkompetenzen. Auf der anderen Seite ist es beruhigend zu sehen, dass Banken und Grossinvestoren Kapital für die Finanzierung garantieren. Ohne tiefgehende Prüfungen würden diese Institute das nicht machen. Es wurde auch noch kein Projekt zurückbezahlt, das heisst eine abschliessende Einschätzung ist aktuell nicht möglich. Sicher ist, dass Investitionen hier stark risikobehaftet sind (wie bei Envestio oder Crowdestor aktuell). Meine Zinsen habe ich schön wie erwartet nach einem Monat erhalten und erwarte nun, dass es so weitergeht. Hier geht es zu Kuetzal.

Bondster – P2P aus Tschechien (inkl. Buyback und Cashback)

Bondster hatte ich euch schon vor einigen Wochen angekündigt, und nun ist es soweit die Plattform zu präsentieren. Die Plattform gehört der tschechischen Private Equity Beteiligungsfirma CEP Invest. Weiter verfügt Bondster über eine strategische Partnerschaft mit dem tschechischen Kreditvermittler ACEMA. Diesen kennen wir bereits, da sich dieser bereits bei Mintos als Kreditvermittler (Loan Originator) finanziert. ACEMA ist ein Schwergewicht im tschechischen Nicht-Banken Kreditmarkt und bereits seit bald 20 Jahren aktiv im Geschäft. Das sind sicherlich solide Vorraussetzungen für die Plattform. 

Registrierung, Cashback und Gebühren

Bei Bondster können Privatpersonen und Firmen aus aller Welt Geld anlegen, einzige Vorraussetzung ist ein Bankkonto in der EU (plus Norwegen und Schweiz). Registrieren könnt ihr euch über folgenden Link. Wenn ihr im Feld Promocode (am Schluss des Formulars) diese vier Ziffern 4985 eingebt, dann erhaltet ihr 1 Prozent Cashback  (gleiches gilt für mich) auf eure durchschnittlichen Investments der ersten drei Monate. Die Gutschriften erfolgen nach 30/60/90 direkt auf euer Konto. Nach 60 respektive 90 Tagen erhaltet ihr nur noch etwas, falls ihr euer Investment erhöht habt. Die ersten drei Monate erhebt die Plattform keine Gebühren , danach werden 1% Gebühren direkt an euren Zinsen abgezogen. Testen kann man die Plattform also mit Cashback und ohne Gebühren für die ersten drei Monate. 

Währungen und Kreditarten

Investieren kann man in CZK (tschechische Kronen) und Euro. Bei den tschechischen Krediten gibt es eine Art Tagesgeldkonto (wie bei Bondora Go und Grow), welches mit 3.9 Prozent verzinst wird und man tägliche Liquidität hat. Ich erwähne das nur der Vollständigkeit halber. Für Euro Anleger ist das weniger interessant, vermute ich jedenfalls. Weiter gibt es noch Kredite, welche mit Immobilien besichert sind. Diese sind jedoch eher selten. Der Grossteil der Kredite verteilt sich auf Guaranteed Liquidity (GL) sowie auf Kredite mit Buyback (BB). Bei beiden Kreditarten greift ein Buyback von Kapital und aufgelaufenen Zinsen nach 60 Tagen. Bei den GL Krediten hat man jedoch eine Ausstiegsklausel und kann vor Kreditende aussteigen. Diese Variante kostet jedoch 1% Gebühr des verbleibenden Kapitals. Da die meisten Kredite momentan als Annuität aufgelegt sind, reduziert sich das investierte Kapital monatlich, was dann auch auf die Gebühr positiv durchschlägt. Bei den Buyback Krediten gibt es den vorzeitigen Ausstieg nicht, dafür werden diese aktuell besser (12%) verzinst und sind schon mit einer Laufzeit von wenigen Monaten zu haben.  Auf das Liquiditätsfeature kann ich bei diesen Krediten aufgrund der kurzen Laufzeit sowie des Buybacks verzichten. Die Mindestanlage pro Kredit beträgt 10 Euro.

Autoinvest

Bondster verfügt über einen Autoinvest, welcher aber aufgrund der vielen Einstellungsmöglichkeiten auf den ersten Blick als etwas kompliziert erscheint. Ich habe daher meine ersten Investments manuell getätigt, was aber auch etwas umständlich war. Daher werde ich in einem nächsten Blogbeitrag den Autoinvest detailliert vorstellen. 

Fazit

Ich finde Bondster interessant, da mir hier eine regionale Alternative zum Baltikum geboten wird. Positiv stimmt mich auch, dass mit ACEMA ein altgedienter Kreditvermittler mit an Bord ist, welchen ich von Mintos bereits kenne. Wie immer bei diesen Krediten ist jedoch die Bonität der Kreditvermittler entscheidend, und da gibt es noch einige mir unbekannte auf der Plattform. Ich werde versuchen hier auch noch mehr Informationen zu erhalten. Ach übrigens, im eingeloggten Bereich kann man jetzt auch auf Deutsch umstellen. 

Bei Fragen einfach Posten.

 

 

Bulkestate erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Nachdem ich bald ein Jahr nichts mehr zu Bulkestate geposted habe, gibt es wiedermal ein Update. Ich gebe zu, die Überschrift klingt etwas reisserisch und könnte den Eindruck erwecken, dass sich Bulkestate in den letzten Monaten nicht weiterentwickelt hat. Aber genau so sah es teilweise aus (zumindest für Aussenstehende), da zum Beispiel über Monate keine neuen Kredite aufgeschaltet wurden. Es wurde jedoch im Hintergrund vieles aufgegleist und man hat auch die Homepage sowie den Loginbereich überarbeitet. Man kann nun (eigentlich schon länger) auch Geld auf die Plattform einzahlen und dann damit auf Kredite bieten. Man muss also nicht wie früher jedes Gebot separat überweisen vom Bankkonto.

In den letzten Wochen sind viele neue Projekte finanziert worden und die Pipeline ist scheinbar gut gefüllt und es sollten in den nächsten Wochen nochmals einige Projekte kommen. Gleich morgen geht es mit einem weiter, aber dazu später mehr. Zwischenzeitlich wurden auch die Bulkdeals (=Gruppenkäufe) gestartet. Ihr könnt momentan noch ein Appartement in einer Hotelanlage in Bulgarien kaufen, wenn ihr möchtet und über das notwendige Kleingeld verfügt 😉 Spass beiseite, dass ist mir eine Nummer zu gross. Was mich eigentlich am meisten freut, ist die Tatsache, dass letzte Woche ein Projekt zurückbezahlt wurde. In den nächsten Wochen werden einige Projekte fällig, und daran werde ich die Plattform messen, wie gut die Zahlungen eintreffen. Bei solchen Deals muss man immer Verspätungen einkalkulieren, aber es kommt für mich auch darauf an, wie man in solchen Fällen kommuniziert und natürlich wie diese schlussendlich ausgehen. Warten wir es einfach mal ab.

Ein neues Projekt mit guter Verzinsung

Morgen Nachmittag um 15.00 Uhr (20. Juni 2018) kommt das abgebildete Projekt auf die Plattform. Die Beleihungsquote ist eher tief (sofern die Bewertung verlässlich ist) und die Zinsen mit 14 Prozent doch eher auf der höheren Seite anzutreffen. Die Bewertung der Immobilie ist doch eher moderat, aber das liegt natürlich daran, dass diese mitten im Grünen, etwas abseits gelegen ist. Schaut euch die Lage auf Google Maps mal an. Vermutlich ist daher der Interessentenkreis doch eher eingeschränkt, was diese Immobilie angeht. Müsste diese veräussert werden, dürfte das wohl etwas länger dauern. Die Laufzeit ist etwas länger als ein Jahr und der Kredit ist endfällig. Mal schauen wie lange es dauert, bis dieser Kredit finanziert ist. Ich schätze mal so 2 bis 3 Wochen dürfte es schon dauern. Falls ihr noch nicht bei Bulkestate dabei seid, schaut euch die Plattform doch mal an.

Peerberry: 8 Monate dabei, es läuft (nahezu) reibungslos

Im letzten November startete etwas überraschend die Aventus Group ihre p2p Plattform Peerberry. Überraschend deshalb, da ich nicht damit gerechnet hatte noch weitere Plattformen in Lettland zu sehen, so lange die Regulierung noch nicht definitv ist in diesem Bereich. Ich war bereits damals recht angetan von der Plattform, da sie bereits über eine Autoinvestfunktion verfügte, und auch sonst recht ansprechend wirkte. Jetzt ist also Zeit für ein Update.

Was ist in den letzten Monaten passiert?

Peerberry wurde weiterentwickelt und auch einige externe Loan Originatoren (Kreditvermittler) wurden auf der Plattform zugelassen. Aventus ging somit weg vom Gedanken, dass die Plattform einzig der Finanzierung der Aventus Gruppe dient, so wie Vianinvest das beispielsweise macht. Die Plattform geht somit eher Richtung Mintos. Die Finanzzahlen der neuen Originatoren sehen vernünftig aus, auch wenn diese teilweise noch relativ jung sind.

Das Kreditangebot wurde auch auf andere Länder ausgeweitet. Dänemark wollte man mit 11 Prozent Krediten in Umlauf bringen, was jedoch an der Renditeerwartung der Investoren scheiterte. Sobald die Verzinsung auf 12 Prozent angehoben wurde, sind die Kredite schnell weggegangen. 12 Prozent scheint einie magische Marke im p2p Bereich zu sein 😉 Es ist gut, dass die Plattform nicht mit 11 Prozent durchgekommen ist. Sonst kämen weitere Kredite dann mit 10 Prozent usw 😉 Das wollen wir ja alle nicht. Grundsätzlich habe ich ja kein Problem mit tieferen Renditen, aber nicht bei unbesicherten Privatkrediten. Sobald eine Sicherheit verfügbar ist, und ich rede hier nicht von Buyback, kann man darüber reden. Immobilien zum Beispiel bei Estateguru.

Wie ihr in untenstehender Graphik sehen könnt, steigt das Kreditvolumen monatlich. Ich gehe davon aus, dass dies kummulative Werte sind, das heisst der Kreditzuwachs ist nicht die Balkengrösse, sondern die Differenz zwischen zwei Monaten. Also beispielsweise etwa 420k von April auf Mai Es sind also keine kummulativen Werte, sondern absolute Zahlen. Somit hat die Plattform bereits locker zweistellige Millionenbeträge finanziert, Chapeau!. Per Ende Mai waren 1354 Investoren bei Peerberry registriert, welche seit Beginn circa 55k Euro an Zinsen eingesackt haben. Ich finde den Leistungsausweis nicht schlecht.

Der liebe Autoinvest und meine Rendite

Noch ein Wort zum Autoinvest, bevor ich auf die Rendite zu sprechen komme. Der Autoinvest läuft scheinbar nur einmal pro Tag und das vornehmlich in den späten Abendstunden. Ich schätze er läuft so gegen 22.00 Uhr, also etwa eine Stunde vor Tageswechsel in Lettland. So werden die Gelder gleichentags reinvestiert, sofern genügend Kredite verfügbar sind. Es ist auch schon vorgekommen, dass mal ein Tag Cash rumlag, aber das ist klar bei starkem Investorenwachstum.

Meine Rendite wird mir mit 12.43 Prozent angezeigt. Ich kann den Wert nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich die XIRR berechne, dann liege ich drunter. Das liegt aber auch daran, dass die XIRR in einer Anlageperiode unter einem Jahr weniger aussagekräftig ist. In den nächsten Monaten sollten sich die Werte jedoch angleichen. Ich rechne etwa mit einer Rendite von über 12 Prozent nach einem Jahr.

In den nächsten Monaten sollten wir weitere Verbesserungen der Plattform sehen, sowie neue Originatoren begrüssen dürfen. Hoffen wir mal, dass diese die gleiche Qualität aufweisen wie die bisherigen. Zur Plattform geht’s hier lang.

Grupeer neu mit Autoinvest und einigen Statistiken

Endlich gibt es nun den Autoinvest auch bei Grupeer. Vor etwa zwei Wochen wurde diese Funktion eingeführt. Aufgrund der niedrigen Anzahl von Krediten und derer guter Verfügbarkeit, ist der Autoinvest momentan eine nice to have Funktion, aber macht meiner Ansicht nach das Investieren einfacher. Ich kann mir das Einloggen sparen, nach den Zins- und Rückzahlungsemails. Gerne beschreibe ich euch kurz wie ich meinen Autoinvest eingestellt habe. Ihr seht das in der folgenden Grafik (den Autoinvest findet ihr übrigens unter Invest in eurem Account):

Leider muss man bei den Zinsen ein Minimum und Maximum setzen. Ich wollte die Zinsspanne von 14 Prozent gegen oben offen lassen, aber das geht leider nicht. Das selbe bei dem Investitionszeitraum. Zudem muss man ein Ablaufdatum für den AI setzen, auch dort kann man das Feld nicht leer lassen. Vorallem diesen Punkt finde ich verbesserungswürdig. Für was braucht es ein Enddatum bei einem Autoinvest? Gut, man kann das umgehen und das Datum weit in die Zukunft setzen. Grundsätzlich eine saubere und intuitive Lösung. Unter den Einstellungen gibt es noch einen Funktionsbeschrieb, falls ihr den braucht. Der Autoinvest investiert innerhalb von 5 Minuten, nachdem ihr ihn aktiviert habt. Bei mir hat er gleich zugeschlagen und in das Projekt mit dem höchsten Zinssatz investiert, was ich natürlich top finde. Er hätte auch zu 14% investieren können und wäre in meinen Parametern gewesen. Es scheint also im Hintergrund noch die Einstellung zu geben, dass zuerst in die besser verzinsenden Projekte investiert wird. Leider war es ein Projekt ohne Cashback, aber naja, man kann nicht alles haben 😉

In der Übersicht des Autoinvests seht ihr ganz rechts noch die Funktion invest in old. Wenn ihr diesen Button drückt, investiert der AI nochmals in Projekte, welche ihr schon im Portfolio habt. Bei jedem Buttondrücken macht er das jeweils einmal. Bei wenigen Krediten könnt ihr so euer Investment trotzdem verteilen.

Statistiken: ein klarer Uptrend

Im ersten Betriebsjahr hat Grupeer etwa 2 Millionen Euro an Krediten finanziert. Mittlerweile sind es über 5 Millionen, das heisst in den letzten 3 Monaten wurden etwa 3 Millionen Euro finanziert. Und der Trend geht weiter, so will man das Kreditvolumen merklich steigern in den nächsten Wochen. Es soll bereits am Montag losgehen. Die Marketingabteilung hat mir noch eine schöne Grafik zugestellt:

Man sieht ganz klar Zunahmen bei den neuen Investoren und beträchtliche Zuwächse im Volumen. Spannend finde ich, dass im April und Mai die Spanier mehr als die Hälfte der Investitionssumme gestemmt haben. Die Spanier sind auch bei anderen Plattformen weit vorne vorzufinden, aber nie so heftig wie hier. Ok, die Grafik zeigt natürlich schon nicht das ganze Bild, da nur zwei Monate angeschaut werden. Dennoch finde ich dies bemerkenswert. Die Spanier scheinen dem Crowdfunding- respektive Lending sehr aufgeschlossen gegenüberzustehen. Ich sehe auch beim Traffic meines Blogs, dass viele Besucher aus Spanien kommen. Wahrscheinlich lesen sie die Artikel in English oder benutzen google translate. Hoffen wir, dass die Plattformen so weiter wachsen kann und wir weiterhin keine Ausfälle bekunden müssen. Hier geht es zur Grupeer Registrierung.

Ein Update zu meiner Iuvo Strategie

Vor etwa 3.5 Monaten hatte ich euch ja meine neue Strategie bei Iuvo präsentiert. Ich denke, es ist Zeit für eine Kontrolle ob meine Strategie sich auszahlt oder nicht. Klar etwas früh, aber die ersten Zahlen stimmen mich doch positiv. War meine Rendite vor der Umstellung zwischen 10 und 11 Prozent, so gehe ich doch langsam auf eine XIRR von 12 Prozent und mehr zu.

Das Kreditbuch

Etwas gutes bei Iuvo ist, dass man sein eigenes Kreditbuch sowie den Primär- wie auch Sekundärmarkt herunterladen und diesen bei Bedarf in Excel analysieren kann. Daten sind immer gut, nur sind sie mir etwas zu wenig detailliert (vor allem im Primär- wie auch Sekundärmarkt), vorallem im Vergleich zu Bondora oder Finbee.
Egal, ich konnte mir doch etwa ein Bild machen aufgrund der Daten. Wie ihr ja wisst, gehen wir Anleger leer aus, wenn der Kreditnehmer nicht zahlt. der Loan Originator garantiert uns ja „nur“ das Kapital, nicht die Zinsen. Man kann sich jetzt darüber streiten, ob das fair, sinnvoll oder was auch immer ist. Schlussendlich ist es ein Fakt, wenn man bei Iuvo investiert. Auch wenn es aus Anlegerperspektive auf den ersten Blick doof erscheinen mag, macht es doch den Kreditvergeber etwas stabiler, da er im Falle vieler Ausfälle nur das Kapital stellen muss, nicht die Zinsen. Egal, investiert man bei Iuvo, hat man diese Gegebenheiten zu akzeptieren.

Daher ist es doch interessant zu wissen, wieviele Kredite nach 60 Tagen in den Buyback gehen, ohne eine Rate gezahlt zu haben. In meinem Portfolio komme ich hier auf einen Wert von 14.2 Prozent. Ich investiere ja nur in 14.9 Prozent Euro Kredite mit 7 oder 14 tägigen Raten. Daher ergibt sich für mich eine Rendite von 12.81% ((0.149 x (1-0.142)). Das ist eine Momentaufnahme. Vergleiche ich das mit den Krediten im Primärmarkt, welche die gleichen Parameter aufweisen, komme ich auf eine Rendite von 11.95%. Die Ausfälle sind dort höher und Betragen 19.8%. Jetzt stellt sich die Frage warum sind meine Nichtzahler niedriger? Da gibt es mehrere Gründe: Ich bin einfach gut 😉 Ist natürlich Schwachsinn, denn ich lassen den Autoinvest laufen mit meinen Parametern, also eher Zufall. Oder es liegt an der Momentaufnahme. Wenn bei mir viele Kredite zurückgezahlt wurden und neu investiert wurden, dann ist der Anteil an Nichtzahlern automatisch tiefer. Es kann natürlich auch einen statistischen Grund haben: Ich habe viel weniger Kredite als der Primärmarkt, so stelle ich einen Ausreisser dar. Ich folgere aus meinen Daten (welche ich jetzt monatlich checken werde), dass eine Rendite von 11 bis 13% mit meinen Parametern wohl realistisch ist. Auf die gennanten Renditen kommen ab und zu noch Verzugszinsen obendrauf, was die Renditen nochmals etwas verschönert.

Fazit

Die erreichbare Rendite bei Iuvo liegt meiner Ansicht nach im Mittelfeld des p2p Markts. Ich konnte mich auch lange nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass bei Nichtzahlung keine Zinsen aus dem Buyback kommen. Je länger ich drüber nachdenke, desto komischer ist der Gedanke eigentlich, auch Zinsen aus dem Buyback zu erhalten, oder wie seht ihr das? Mir ist schon klar, dass es andere Plattformen anders handhaben, aber nur schlecht finde ich es nicht. Man muss aber auch damit umgehen können. Schlussendlich ist es möglich, dass die Rendite auch locker unter 10 Prozent sein kann, wenn man Pech hat. Wollen wir es hoffen, dass uns dieses Schicksal nicht wiederfährt 😉 Aja nochwas zum Schluss: die im Account angezeigte Rendite entspricht dem durchschnittlichen Zinssatz eurer Kredite im Portfolio und hat nichts mit eurer aktuellen Rendite zu tun.

Und als Abschluss noch der Hinweis auf das Bonusprogramm

Für Neuinvestoren gibt es ein interessantes Angebot: 30 Euro Cashback (entspricht 3%) bei EUR 1’000 Investition, oder sogar 90 Euro Cashback bei 2’500 Euro Investment (entspricht 3.6% Cashback). Nachdem ihr die ersten tausend Euro investiert habt, bleibt euch ein Zeitfenster von 60 Tagen um auf 2’500 zu erhöhen und so die Cashback Differenz einzusacken. Falls ihr von diesem Angebot profitieren möchtet, meldet euch bei mir via Kontaktformular. Ich muss dann eure Emailadresse (mit der ihr euren Account registrieren werdet) bei Iuvo hinterlegen in meinem Account. Erst danach könnt ihr euren Account erstellen (registriert ihr euch vorher, ist alles hinfällig). Sobald ich das getan habe, melde ich mich und ihr könnt loslegen. Es ist selbstredend, dass auch ich davon profitiere -> ich erhalte die gleichen Bonus Gutschriften wie ihr. Ihr unterstützt also so meinen Blog, das Ganze ist natürlich kostenlos für euch.