Top 10 p2p Plattformen (2. Teil)

Und nun folgt wie angekündigt der zweite Teil meiner Top 10 mit den Plätzen 6 bis 10 (zu den Plätzen 1 bis 5). Ein Grund für die Aufteilung in 2 Posts war übrigens auch, dass mein erster Post relativ lange wurde (circa 850 Wörter), stellt euch vor, der zweite Teil wäre auch so lange, dann hättet ihr gegen 1’700 Wörter lesen «dürfen». Das wäre für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten gewesen 😉

RangPlattformRendite (XIRR)Link zu den Berichten
6Viainvest11.93%Viainvest
7Linked Finance9.63%Linked Finance
8Lendix6.97%Lendix
9Marketlend12.23%Marketlend
10DoFinance12.02%DoFinance

Viainvest

Viainvest verliert einen Platz und rutscht nun in die unteren Plätze. Einerseits ist das damit begründet, dass die spanischen Kredite nunmehr mit 10% (anstatt 12%) verzinst werden. Ich weiss ehrlichgesagt nicht, ob das einfach ein Test ist um zu schauen wie weit man runter gehen kann mit den Zinsen, oder ob das mit vielen Ausfällen im spanischen Raum zu tun hat (mehr Ausfälle = mehr Kapital wird gebraucht um die Verluste zu decken -> Erhöhung der Marge?). Das ist aber nur Spekulation. Andererseits ist meine Cashquote etwas angestiegen, was mich natürlich nicht freut. Schlussendlich scheint mir Viainvest eine stabile Plattform zu sein, mit einer solventen Trägerschaft (Via SMS Group).

Linked Finance

Die irische Plattform Linked Finance klettert 3 Ränge nach oben und belegt nunmehr den 7. Rang. Die Gründe: Ich bin jetzt dann ein Jahr dabei und habe noch keinen Ausfall erlebt im Portfolio. Einmal kam es bei einem Kredit zu einer Verzögerung von etwa einer Woche. Am ersten Tag der Überfälligkeit wurde ich bereits von Linked Finance darüber informiert und es wurde der Kontakt mit dem Schuldner gesucht. Nach wenigen Tagen kam dann die Zahlung und seither zahlen alle Kredite wieder pünktlich. Die irischen Plattformen (siehe auch Flender) scheinen die Sache im Griff zu haben. Es gibt viele neue Kredite, in die man meistens nur per Autoinvest investieren kann, da sie sehr schnell gefüllt sind. Es scheint also zu Laufen, was mich freut.

Lendix

Auch die französische Plattform Lendix scheint ihre Kreditprüfung im Griff zu haben. Ich bin jetzt über ein Jahr dabei und es ist weder zu einer Verzögerung noch zu einem Ausfall gekommen. Der Support arbeitet hervorragend. Die Zinsen waren schon immer eher tief im Vergleich mit den baltischen p2p Plattformen. Lendix Kredite sind eher mit Unternehmensanleihen zu vergleichen, aus meiner Sicht. Daher spielt mir der niedrigere Zinssatz nicht so eine Rolle. In letzter Zeit konnte ich beobachten, dass für Neukredite die Zinsen gesunken sind. Zudem wurden erst vor einigen Tagen 2 meiner Kredite vorzeitig zurückgezahlt (immerhin habe ich 2% Bonuszinsen erhalten). Ich denke, die Kreditnehmer konnten sich anderweitig zu besseren Konditionen refinanzieren. Daher werden wir wohl keinen steigenden Zinsen sehen. Ich habe auch zum ersten Mal in einen spanischen Kredit investiert, ich hoffe das geht gut 😉

Marketlend

Meine einzige Plattform aus Down Under stimmt mich glücklich. Jeweils am 5. jedes Monats ist Zahltag und es wurde noch keine Zahlung verpasst. Daher habe ich mein Engagement ausgebaut. Mittlerweile kriegt man beim Transferwise Borderless Account auch einen personalisierten Account mit Australischen Dollars (AUD), was die Überweisungen viel einfacher macht. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

DoFinance

Die, vom Handling her, doch etwas speziellere Plattform DoFinance macht seine Sache gut. Ich werde jeweils benachrichtigt, wenn Geld zurückgezahlt wurde und kann das neu Anlegen. Vielmehr gibt es dazu nicht zu sagen, aber die Plattform samt dahinterstehenden Kreditvermittler gibt es auch noch nicht so lange. Denkt daran, wenn ihr dort investiert. Und auch nicht vergessen, dass ihr unter Umständen keine Zinsen kriegt, solltet ihr das Geld vorzeitig «kündigen».

Es gibt noch weitere Plattformen, welche ich in Erwägung gezogen habe für die Top 10. Da wäre Flender zum Beispiel, wo ich auch noch keinen Verzug erlebt habe. Nur ist der Dealflow etwas zu wenig und die Finanzierungsdauer der Projekte enorm. Wenn sich das bessert, kann ich mir auch Flender in der Top 10 vorstellen. Peerberry macht auch einen soliden Eindruck, aber ist mir einfach noch zu kurz am Markt für die Top 10. Iuvo ist auch nicht von schlechten Eltern, und schafft es knapp nicht in die Top 10.

So, das war’s mit dem zweiten Teil der Top 10. Ich hoffe, ihr konntet etwas Interessantes darin finden

Marketlend – auch in Australien gibt es p2p ;)

Vor einigen Monaten bin ich zufällig über diese australische p2p Plattform gestolpert und habe je 100 AUD in 3 verschiedene Kredite investiert. Das Investment erfolgte aus reiner Neugier, da es nicht so einfach ist bei aussereuropäischen Plattformen anzulegen (crowdo ist meine einzig nicht europäische Plattform). Zum damaligen Zeitpunkt waren auch Kleininvestoren willkommen. Vor einigen Wochen jedoch hat sich das etwas geändert und man möchte nur sophistizierte und institutionelle Investoren haben. Ihr könnt aber trotzdem dort investieren, wenn ihr wollt. Ihr müsst einfach bestätigen, dass ihr ein gutes Anlagewissen besitzt oder ein Vermögen von mehr als AUD 250k habt.

Da für die meisten von euch diese Plattform wohl weniger Interessant sein sollte, verzichte ich darauf, detailliert zu beschreiben wie die Anmeldung vor sich geht. Nur eins: Einzahlen kann man per Kreditkarte, Transferwise oder Currencyfair. Das Geld kommt per Banküberweisung zurück, wenn ihr eine Auszahlung beantragt. Hier werden aber sicherlich hohe Gebühren anfallen, daher hoffe ich darauf, dass ich irgendwann in den nächsten Monaten persönliche Überweisungen auf das transferwise borderless Konto in AUD erhalten kann. Die Plattform ist nur Spielerei für mich, da stört es mich auch nicht, wenn ich das Geld einfach dort Arbeiten und liegen lasse.

Was macht Marketlend genau

Marketlend wurde 2014 von Leo Tyndall (CEO und Chef der Tyndall Capital LTD) ins Leben gerufen und bringt seit dann Firmen, welche Kredite benötigen und Investoren zusammen. Das Mindestinvestment liegt bei AUD 100.-, die Zinsen können bis zu 20% (brutto) ausmachen. Die Plattform behält 23% der Zinseinahmen (aber nur wenn wirklich gezahlt wird) ein. So belaufen sich die Nettozinsen auf 77% der Bruttozinsen. Im Falle von einem Bruttozinssatz von 20%, ergibt das einen Nettozinssatz von 15.4% (0.20 * 0.77 oder 20% * 77%). Das ist aber der risikoreichste Fall, ich würde sagen die meisten Zinsen (netto) liegen um 12%.

Wer sind die Kreditnehmer?

Kreditnehmer sind (bis jetzt) nur australische Firmen, welche Kapital benötigen. Die meisten Kreditgesuche kommen von Bergbaufirmen, Immobilienfirmen sowie 0815 KMU’s wie Kreditgeber oder Arztpraxen. Es gibt auch einen öffentlichen Busbetrieb, welcher sich ab und zu wieder Mittel beschafft. Sprich: die Kreditnehmer sind ein Abbild der australischen Wirtschaft. Je höher der Score (bis 100) des Kredits, desto risikoreicher ist die Anlage. Ich habe 3 Kredite im Portfolio mit verschiedenen Risikograden, welche bis jetzt ausnahmslos pünktlich bezahlt haben. Ausführliche und nett anzusehende Statistiken zum Marketlend Portfolio findet ihr hier.

Was mich beeindruckt ist die Datenfülle, welche den Investoren zur Verfügung gestellt wird. Auch die Kreditnehmer werden gründlich durchleuchtet, und dies auch periodisch. Das sieht alles sehr gut aus.

Fazit

Die Plattform ist wohl eher etwas für p2p Enthusiasten und Interessierte, als normale Investoren. Wie gesagt, meine Erfahrungen sind bislang positiv, aber eben, ich weiss nicht wie ich das Geld momentan günstig zurückholen könnte. Von daher ist es mehr eine Spielerei als ernsthaftes Investment. Würde ich in Australien leben, wäre wohl viel von meinem Geld auf dieser Plattform angelegt.

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