Omaraha und die slovakischen Kredite

So, heute geht es wiedermal um Omaraha. Eigentlich wollte ich ja eine Analyse der Finanzkennzahlen von SIA Best Lizings durchführen, jedoch wurden mir bis jetzt keine Unterlagen dazu zugestellt. Ich hoffe, ich werde im Juni damit aufwarten können. 

Da aber in meinem Portfolio wiedermal so einiges passiert ist, werde ich darüber berichten. 

Die slowakischen Kredite

Links könnt ihr einen Ausschnitt meiner Investments sehen. Die blauen Kredite sind bereits zurückgezahlt. Es handelt sich dabei ausschliesslich um slovakische Kredite mit den tiefsten Bonitäten. Leider wurde hier keine einzige Rate bezahlt und die Kredite wurden zurückgekauft, aber nur zu 60 Prozent, das heisst pro 10 Euro Kreditbetrag habe ich nur 6 Euro zurückerhalten. Besser als nichts, aber leider verringert dies meine Rendite in beachtlichem Ausmass. Immerhin hat der Rückkauf exakt nach 100 Tagen Überfälligkeit stattgefunden. 

Daher werde ich in keine slovakischen Kredite mehr mit tiefer Bonität investieren. Bei den höher klassierten bin ich mir noch nicht schlüssig und muss noch etwas abwarten. Auf der anderen Seite kann gesagt werden, dass die estnischen Kredite sehr gut laufen und praktisch nichts verzögert ist. Man kommt dort locker auf Renditen von über 20 Prozent.  Ich glaube das ist wiedermal ein Paradebeispiel dafür, dass die Auslandsexpansion einer Plattform eher harzig verläuft. Schon Bondora hat sehr schlechte Erfahrungen gemacht mit der Ausweitung auf slovakische Kredite. Ich denke nicht, dass Slovaken per se schlechte Schuldner sind, ich denke viel eher, dass die Plattformen sich halt an die Kunden der niedrigsten Bonitätsstufen herangewagt haben, welche sonst in Ihrem Land keinen Kredit mehr bekommen haben.

Die estnischen Kredite

Wie bereits angetönt laufen die estnischen Kredite massiv besser im Vergleich zu den slovakischen. Ich habe bei den Esten nur 2 Kredite, welche ein bisschen in Verzug sind, aber auch dort wurden Teilzahlungen geleistet. Ich bin zuversichtlich, dass ich in Zukunft meine Verluste aus den slowakischen Krediten mit den estnischen wieder wettmachen kann.  Man kriegt gut 20 bis 25 Prozent für gute estnische Schuldner. Das ist besser als 50 Prozent für einen Nichtzahler 😉

Fazit

Ich werde also den Fokus auf die Esten legen und mit dem Kapitel der tiefen Bonitäten im slowakischen Bereich abschliessen. 

Wenn ihr anderer Meinung seid, dann gerne posten.

 

Ein Update zu meinen Erfahrungen mit Grupeer

Nachdem ich im Februar über Grupeer berichtet hatte, ist es still geworden um die Plattform. Man hat sich ganz auf die Verbesserung der Plattform fokussiert. Das war auch nötig, denn es gab komische und falsche Buchungen bei den Zins- und Rückzahlungen. Auch einige Beschreibungen auf der Grupeer Plattform waren (und sind es noch) eher gewöhnungsbedürftig. Ich kann euch jedoch verraten, dass die deutsche Version überarbeitet wird, und bald online geht. Man darf hier einfach nicht vergessen, dass die Plattform erst vor einigen Monaten gestartet ist. Wie in jedem Projekt, lernt man halt am meisten, wenn man live geht, und dann das Feedback der Nutzer kriegt. Ich sage nicht, dass man alles akzeptieren muss, aber man sollte das ganze schon rational betrachten und sich dann eingestehen, dass bei vielen neuen Sachen noch nicht alles 100 Prozent stimmt und funktioniert wie es soll.

Was ist neu? / Was kommt noch?

Bei mir sind jetzt alle Transaktionen (Zinsen, Rückzahlungen und Investitionen) korrekt verbucht. Sehr gut gefällt mir nun auch die Geschwindigkeit. Neben Viventor, ist Grupeer wohl jetzt mit die schnellste Plattform (klickt mal dort auf der Plattform auf einen Link, fantatisch).

Der Zweitmarkt wurde leider nicht wie versprochen im März aufgeschaltet. Momentan sieht man auf der Plattform kein neues Launchdatum, sondern nur die Nachricht, dass der Zweitmarkt dieses Jahr kommen wird. Wie schon gesagt, kommt bald eine neue deutsche Version der Plattform. Sind wir also gespannt.

Finanzkennzahlen noch nicht vorhanden / Ein Treffen wurde vorgeschlagen

Da die Plattform noch so jung ist, gibt es leider noch keinen Geschäftsbericht. Ich kann jedoch sagen, dass ich von einem der Loan Originator (Kreditvermittler) die Finanzkennzahlen einsehen konnte (beglaubigte Bilanz und Erfolgsrechnung). Diese sahen solid aus. Ich weiss, das hilft euch nicht viel, aber leider darf ich dazu nicht mehr preisgeben (Vetraulichkeitserklärung).

Über Ostern hätte ich jemanden aus dem Management von Grupeer in Berlin treffen können. Leider konnte ich den Termin aufgrund von der Distanz zu meinem Domizil nicht wahrnehmen. Ich versuche diesen aber per Skype nachzuholen.

Fazit

Ich bin mir bewusst, dass meine Angaben hier etwas vage sind. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, kann ich nicht weiter ins Detail gehen. Es geht mir hier darum, Grupeer ins richtige Licht zu rücken, denn die Plattform musste so einige Kritik über sich ergehen lassen. Doch hat Grupeer aus meiner Sicht einige Fortschritte erzielt und ich hoffe, dass es so weitergeht. Die vorhandenen Kredite werden gemächlich gefüllt, es scheint also neben mir noch weitere Investoren zu geben. Das soll jetzt kein Aufruf zu Investitionen bei Grupeer sein, ich denke einfach, dass die Plattform die Chance verdient hat, dass man sich mit ihr auseinerandersetzt.

Bei Fragen einfach posten.

 

 

Eine Unterhaltung mit Toms Niparts, Viventor

Viventor ist bei vielen Investoren in der Beliebtheit stark gesunken. Zudem hört man auch nicht viel von Viventor. Grund genug für mich, den Kontakt mit Toms zu suchen, welchen ich immer als zielorientiert, lösungssuchend und gesprächsbereit erlebt habe. Nachfolgend gebe ich euch einige Absätze wieder, welche wir besprochen haben. Das wird ganz interessant und bietet einen tieferen Einblick in die Funktionsweise sowie die Strategische Planung von Viventor.

Es ist ruhig geworden um Viventor

Es stimmt, dass sich Viventor in der letzten Zeit nicht mehr so häufig an die Investoren gewandt hat. Dies hat vorallem 2 Gründe: Man arbeitet mit voller Kraft am neuen Plattform System (das dürfte bekannt sein). Zweitens will man die Investoren nicht zu spamen mit nicht relevanten Informationen. Viventor steht auf gesunden finanziellen Beinen, die Ruhe an der Informationsfront soll keinesfalls auf einen baldigen Abgang hindeuten. Das ist ganz und gar nicht der Fall, viele neue Sachen laufen momentan einfach im Hintergrund ab. Die Finanzberichte der Kreditvermittler werden auch mit der neuen Plattform zusammen aufgeschaltet.

Die Investoren (ich inklusive) bekunden Mühe ihr Geld zu investieren

Das ist natürlich auf für Viventor nicht wünschenswert, hat aber mit einer Kombination von verschiedenene Faktoren zu tun:

1) Die Investorennachfrage nach Krediten ist schneller gewachsen als das Angebot

2) Die Hypothekar Vermittler Primor und Seymoure haben ihr Angebot reduziert, da sie eine günstigere Finanzierungsquelle gefunden haben.

3) CocheGo arbeitet daran sein Kreditportfolio zu verbessern und tested neue Richtlinien. Deshalb werden diese Kredite momentan nicht auf die Plattform gestellt. Man will zuerst Erfahrungen mit den neuen Krediten sammeln, und den Investoren keine Kredite servieren, denen man nicht vorbehaltlos (in diesem Fall zu wenig Erfahrung) gegenübersteht.

4) Twinero sieht sich mit einem Rückgang im neuen Kreditvolumen konfrontiert. Dieses resultiert aus der SPL Anzeigen Verbannung durch google.

5) Auch die Feiertage haben die Gespräche mit den Kreditvermittlern verzögert.

Es gibt aber auch positive Meldungen (Pilotversuch mit 4 Finance)

Es wurde ein Pilotversuch mit 4Finance, einem grossen Kreditvermittler gestartet, welcher in 15 Ländern seine Geschäfte aktiv betreibt. 4Finance verfügt über eine bewiesen langjährige Ertragskraft. Einige 4Finance Kredite wurden bereits zu Testzwecken über die Plattform finanziert. Jetzt ist man daran, den Prozess weiterzutreiben. Dies ist jedoch aufgrund der Grösse von 4Finance etwas langatmig (lange Entscheidungswege). Man tut was man kann, aber es braucht einfach Zeit. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit ist jedoch, dass 4Finance Kredite ein sichereres Investment sind, als in Kredite von kürzlich gegründeten, unbekannten sowie kleinen Kreditvermittlern zu investieren.

Strikte Prüfungskriterien und strategische Ausrichtung

Viventor hält sich strikt an Prüfungskriterien fest, wie zum Beispiel Garantien der Teilhaber der Kreditvermittler. Es mussten schon einige Kreditvermittler abgelehnt werden, da diese dem Kriterienkatalog nicht entsprochen haben.

Stabile Märkte geniessen Priorität. Wir fokussieren uns momentan auf die nordischen Länder, West- und Zentraleuropa, sowie einige spezische Läner aus Süd- und Osteuropa. Diese Länder und Regionen sind Viventor bekannt, und bis zu einem gewissen Punkt vorhersehbar.

Viventor wurde auch von Kreditvermittlern aus Russland sowie Georgien angefragt, ob man deren Kredite nicht aufnehmen möchte. Diese wurden aus geopolitischen Überlegungen abgelehnt. Man hat aus den Gesprächen auch vernommen, dass es in Georgien und auch Polen wohl zu regulatorischen Veränderungen kommen wird, und somit das Umfeld für Kreditvermittler anspruchsvoller werden dürfte.

Und zum Schluss

Viventor befindet sich, wie auch die Kreditvermittler, in stabilen Finanzverhältnissen. Änderungen im Kreditvolumen auf der Plattform haben nur geringen Einfluss auf die Ertragskraft der Kreditvermittler. Toms macht zum Schluss noch darauf aufmerksam, dass jeder investierte Cent den Investoren seit bestehen von Viventor, immer zurückbezahlt wurde.

Mein Fazit

Ein solch vertiefter Einblick in das Denken einer Plattform kriegt man wohl nicht so oft. Ich finde einigen Punkte äusserst spannend, und wir werden sehen ob diese eintreffen. Das ganze ändert aber nichts an meiner Haltung, dass uninvestierte Gelder mit der Zeit abgezogen werden. Die Plattform sollte man jedoch im Auge behalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Mintos ändern die Spielregeln wiedermal

Nein, nicht Mintos ändert direkt die Spielregeln nach denen die Plattform funktioniert, es sind mehrheitlich exogene (exogen = von ausserhalb des Systems) Faktoren, welche die Situation ändern. Was ich damit meine: Ich konnte mir einigen grundlegende Sachen merken wie:

1) Es hat immer genügend (personal) Kredite auf der Plattform

2) Am Sekundärmarkt gibt es keine grossen Abschläge.

Im letzten Jahr haben beispielsweise die obigen beiden Faktoren mehrmals geändert und der Sekundär- wie auch teilweise der Primärmarkt haben darauf reagiert. Oder anders gesagt, die Investoren haben sich anders aufgestellt.

Was ist denn 2016 passiert?

Im März gab es noch Privatkredite mit Zinssätzen von 13.8%, Mogo Kredite mit buyback waren in Hülle und Fülle vorhanden. Danach kam die Wende, zuerst gingen die Zinen und das Angebot an Privatkrediten deutlich zurück, bis man fast keine mehr ergattern konnte. Danach besserte die Situation wieder und man konnte in Privatkredite zu 12 Prozent investieren, die Mogos waren auch noch da. Dann kam die nächste Entwicklung: Mogo begibt auch Autokredite ohne buyback aus, die Zinsen aber leicht höher. Danach wird das Angebot an Mogos mit buyback dünner, bis es keine mehr gibt. Später tauchen wieder welche auf, aber mit massiv tieferen Zinssätzen. Und was passiert? Investoren kaufen die Kredite ohne buyback und stellen diese bei Zahlungsverzug mit hohen Abschlägen auf den Zweitmarkt. Vorher wurde auf dem Zeitmarkt alles mit Abschlag sehr schnell gekauft, was jetzt nicht mehr passiert. Gegen Ende Jahr kommen dann wieder viele Privatkredite und blähen den Primärmarkt auf, das Kreditvolumen kann vom Investorengeld nicht absorbiert werden. Die Zinsen steigen wieder bis etwa 13.5%, die vielen Ausfälle auf dem Zweitmarkt bleiben.

Und 2017?

Das Jahr beginnt ruhig, ich hatte mich schon daran gewöhnt, dass es genügend Angebot gibt und ich meinen auto invest für die Privatkredite laufen lassen kann. Und dann kommt ein Grossinvestor und fegt den Primärmarkt beinahe leer wie man in der Grafik eindrücklich sieht.

Zuvor hielten sich beide Märkte in etwa die Waage. Und jetzt werde ich wohl die Rückflüsse wieder anderweitig anlegen müssen. Glücklicherweise habe ich beim Invoice Financing (Rechnungsfinanzierung) gute Erfahrungen gesammelt und nur wenige Rechnungen gehabt, die lange verzögert waren und ich mit Abschlag verkauft habe. Ich werde wohl wieder diesen Weg einschlagen, leider sind dort die Zinsen etwas tiefer. Lange werde ich das nicht mitmachen, und meine Gelder nötigenfalls an andere Plattformen überweisen. Heute hat Mintos bekannt gegeben, dass der Kredivermittler Lendo sein „Skin in the game“ von 15 auf 10 Prozent senken darf per 19. Januar. Das heisst Lendo muss nur noch 10 Prozent jedes Kredits selber finanzieren, und kann den Investoren 90 Prozent des Kredits anbieten. Ob das alleine genügt, wage ich zu bezweifeln.

Ihr sucht den Sinn dieses Artikels?

Ich auch 😉 nein Spass beiseite. Es geht mir darum aufzuzeigen, dass die Rahmenbedingungen im p2p Bereich sehr schnell ändern können, und man einen Plan B bereithalten sollte. Und ja, von dem ewigen hin und her bin ich genervt. Mintos ist trotzdem für mich eine gute Plattform, aber neue Investoren sollten momentan wohl eher nicht einsteigen. Es kann gut sein, dass die Situation in einigen Tagen wieder besser aussieht. Ich denke nicht, dass ich unter diesen Bedingungen meine 20 Prozent Rendite halten können werde.

 

 

 

 

Rebuilding Society – Das Jahr des Aufbruchs?

Wie ich in meiner Top Ten zum Jahresende schon beschrieben habe, war das Jahr 2016 eher durchzogen. Rebuilding Society hat seit Gründung gegen 11 Millionen Pfund gesammelt und an KMU weitergeleitet. Ich hoffe sehr, dass dies weitergeht.

2016 das Jahr der Ausfälle

Eins vorweg, mit Ausfällen muss man beim Investieren wohl oder übel leben. Bei Zinssätzen zwischen 16 bis 20 Prozent, sollte dies auch drinliegen. Rebuilding Society gibt für die letzten 12 Monate eine Ausfallrate von 10.9 Prozent, bei einen Durchschnittszinssatz von 16.7 Prozent an. Das ist schon heftig, und sollte eigentlich nicht passieren. Es sieht so aus, als wenn während einer bestimmten Periode aufgeschaltete Kredite häufiger ausfallen als in anderen Perioden. Das mag Zufall sein, und das hoffe ich auch schwer, ansonsten müsste man davon ausgehen, dass die Kreditprüfung geschlammt hätte.

Nunja, gegen Herbst des Jahres schien sich die Lage zu entspannen und ausgefallene Kredite konnten zumindest teilweise eingetrieben werden. Schön und gut, aber da waren die Investoren schon verschreckt und investierten in neue Kredite verständlicherweise nur zaghaft (wenn überhaupt). Diese Kombination ist für eine Plattform sehr gefährlich, da Erträge ausbleiben, und neue nur zögerlich erwirtschaftet werden. Glücklicherweise konnten troztem noch grössere Kredite finanziert werden, auch wenn die Auktionsdauer mehrmals verlängert wurde.

Was jetzt gebraucht wird…

Sind vorallem Kredite, welche nicht ausfallen und Investoren, welche neue Projekte finanzieren. Ich habe meine Einlagen erhöht, da ich recht gut gefahren bis dieses Jahr. Ich habe nur einen Kredit verkauft, der schon bei der ersten Rate zu spät war. Die restlichen Schuldner haben pünktlich bezahlt. Meiner Meinung nach ist der Ruf der Plattform schlechter, als er eigentlich sein müsste. Man hat meines Erachtens die Probleme erkannt und schon teilweise gelöst. Es ist noch ein weiter Weg, aber nach meinem letzten Kontakt mit dem Management bin ich guter Dinge. Ich sehe zudem auch, dass wohlhabende Investoren teilweise sehr grosse Beträge bieten (150k in einem Fall, 25k mehrfach in anderen Fällen). Es scheint also so, dass das Vertrauen der Grossinvestoren noch vorhanden ist. Ein sehr gutes Zeichen!

Falls ihr die Plattform risikolos testen wollt, dann könnt ihr euch über einen Rebuilding Society Link auf diesem Blog anmelden und kriegt GBP 10 zum Testen gutgeschrieben (kriege ich übrigens auch, ist kostenlos für euch). Falls ihr dann weiterinvestieren wollt, lege ich euch Currencyfair oder Transferwise für die Überweisung ans Herz. Ihr zahlt damit nur einen Bruchteil der Überweisungsgebühren bei eurere Bank des Vertrauens 😉

Fazit

Ich plane meine Einlage dieses Jahr kontinuirlich zu erhöhen, sofern alles läuft wie ich mir das vorstelle. Falls jemand von euch seine Erfahrung mit mir teilen möchte, immer her damit und kontaktiert mich.

 

 

 

Das neue Jahr beginnt gleich mit zwei Abschieden: iuvo group & viainvest

Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gestartet. Ich habe bereits mit dem Ausmisten aus meinem p2p Portfolio Fundus begonnen. Über die Klippe springen mussten die iuvo group sowie viainvest. Warum erkläre ich weiter unten. Bei diesen Plattformen ziehe ich meine Mittel wieder ab.

iuvo group

Ich habe die Plattform vorallem aus Diversifikationsgründen ausgewählt, da diese in Bulgarien domiziliert war. Mit dem Umzug nach Estland viel dieses Merkmal weg. Darüber hätte ich noch hinwegsehen können. Was schlussendlich den Ausschlag gegeben hat, war dass meine Rendite sehr tief war mit 5.5%. Der buyback gilt nur für das Kapital und nicht für die Zinsen. Ich bin also oftmals leer ausgegangen. Ich hatte einige Zinsausfälle erwartet, aber nicht gleich 50 Prozent und mehr. Weiter ging meine Strategie auch nicht auf verspätete Kredite zu erwerben um dann die ganzen Zinsen bei Laufzeitende zu erhalten. Somit war der Entscheid relativ einfach und klar. Da suche ich mir lieber neue Plattformen oder stocke bei bekannten auf. Vorerst gibt es keine weiteren Berichte mehr dazu, ich beobachte jedoch weiter und informiere, falls sich etwas grundlegendes tut. Hier geht es zu Iuvo.

viainvest

Viainvest hegt grosse Ambitionen, umso mehr bin ich enttäuscht. In den Bedingungen hatte sich ein Fehler eingeschlichen, und plötzlich wurde Viventor erwähnt. Das heisst nichts anderes als dass viainvest die Bedingungen von Viventor kopiert hat und es dann nicht mal fertig brachte die Stellen mit viainvest anzupassen. Ok, Fehler passieren und kopiert wird überall. Es kommt aber dazu, dass viainvest neben twino, swaper etc nicht wirklich anders oder besser erscheint. Ich brauche nicht nochmals eine gleiche Plattform in grün und nehme daher Abstand. Falls sich nicht etwas grossartiges tut, gibt es keine Berichte mehr zu viainvest.

 

Estateguru – es kommt Bewegung in die Sache (Auslandsexpansion)

Es läuft auch im November rund für Estateguru. Diesen Monat könnten Projekte im Wert von circa 2 Millionen Euro oder mehr finanziert werden. Aber das ist nicht der Grund für diesen Bericht. Nachdem bereits zwei Projekte in Lettland realisiert wurden, steht die weitere Auslandsexpansion scheinbar vor der Türe. Das ist der Grund für diesen Bericht.

Expansion nach Lettland, Litauen und Irland

Wie bereits geschrieben, sind die ersten beiden lettischen Projekte über die Bühne gegangen. Es handelte sich hierbei um das gleiche Projekt, welches bisher in 2 Tranchen finanziert wurde, und eine dritte soll noch ausstehen. Leider gibt es bei diesem Projekt Zahlungsverzögerungen, aber mehr dazu lest ihr unten im Abschnitt „Es ist Zeit zur Kritik“.

Lettland und Litauen liegen als Nachbarländer auf der Hand für eine Expansion. Aber Irland? Woher kommt jetzt bloss diese Insel auf den Radar von Estateguru? Ich kann hier nur mutmassen, dass dies etwas mit dem Brexit Votum zu tun hat, denn vor dem Brexit Debakel hatte Estateguru pläne zur Expansion nach Grossbritannien. Diese wurden aber verworfen. Ich vermute, dass Irland gewählt wurde, da dieses Land gute steurliche Rahmenbedingungen hat und die Poltik den Firmen und der Gesamtwirtschaft wohlgesonnen ist. Zudem wird eine offene Kultur gepflegt, in der auch neue Geschäftsmodelle akzeptiert werden. Ich bin kein Irlandkenner, aber es gibt wohl gute Gründe dafür, dass sich dort viele Firmen niederlassen oder Ihre Europahauptniederlassungen dort ansiedeln.

Seien wir also gespannt darauf, wie sich Estateguru entwickelt, und ob wir in Zukunft mehr Projekte zur Verfügung haben werden. Im Moment hat es übrigens 2 Projekte, welche noch nicht vollständig finanziert wurden.

Es ist Zeit für Kritik

Wie oben beschrieben, hat das erste lettische Projekt Mühe mit pünktlichen Zinszahlungen. Die Erste Zahlung wäre am 9. Oktober fällig gewesen, und wurde am 20. Oktober beglichen. Die Novemberrate ist seit dem 9. auch immer noch ausstehend. Das ist eigentlich nicht mein Hauptproblem, denn mit solchen Sachen und Ausfällen muss bei zweistelligen Zinssätzen gerechnet werden. Was mich wirklich nervt ist, die Haltung vom Estateguru Support, der sich nicht die Mühe macht auf Anfragen zu Antworten, welche diesen Kredit betreffen. Ich hatte das letzte Mal angefragt wie der Status sei und kriegte nur nach mehrmaligem Nachfragen eine Antwort. Und jetzt schon wieder dasselbe. Am Sonntag Abend Nachgefragt und bis Mittwoch Mittag keine Antwort. Also habe ich nochmals geschrieben…. Mir ist bewusst, dass ich keine Antwort innerhalb von 12 Stunden erwarten kann, aber sorry, wenn es mehr als 2 Arbeitstage dauert, dann habe ich schon meine Zweifel an deren Support. Ich finde hier die Informationspolitik einfach schlecht. Viventor und Mintos als Beispiele machen das aus meiner Sicht besser, ich kriege Antworten innerhalb von einem Arbeitstag, was tip top ist. Mir ist auch klar, dass Estateguru in obigem Fall vielleicht auch keine Informationen hat, da sie den Schuldner nicht erreichen konnten, oder was auch immer. ABER eine kurze Rückmeldung an einen Investor wäre wohl das Mindeste. Eine Nachricht wie „wir sind dran und informieren Ende Woche“ würde aus meiner Sicht schon genügen. Ich habe das dem Support auch schon mehrfach mitgeteilt und erhielt die Bestätigung, dass sie das in Zukunft machen werden…. Fehlanzeige, bis jezt.

Ich hoffe mal unsere Gurus sind zu beschäftigt mit der Prüfung von neuen Projekten und Antworten darum nur spärlich. Ich mag die Plattform trotzdem, aber im Bereich des Supports besteht Luft nach oben.

So, jetzt habe ich meinen Ärger kund getan und hoffe auf Besserung 😉