Das neue Jahr beginnt gleich mit zwei Abschieden: iuvo group & viainvest

Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gestartet. Ich habe bereits mit dem Ausmisten aus meinem p2p Portfolio Fundus begonnen. Über die Klippe springen mussten die iuvo group sowie viainvest. Warum erkläre ich weiter unten. Bei diesen Plattformen ziehe ich meine Mittel wieder ab.

iuvo group

Ich habe die Plattform vorallem aus Diversifikationsgründen ausgewählt, da diese in Bulgarien domiziliert war. Mit dem Umzug nach Estland viel dieses Merkmal weg. Darüber hätte ich noch hinwegsehen können. Was schlussendlich den Ausschlag gegeben hat, war dass meine Rendite sehr tief war mit 5.5%. Der buyback gilt nur für das Kapital und nicht für die Zinsen. Ich bin also oftmals leer ausgegangen. Ich hatte einige Zinsausfälle erwartet, aber nicht gleich 50 Prozent und mehr. Weiter ging meine Strategie auch nicht auf verspätete Kredite zu erwerben um dann die ganzen Zinsen bei Laufzeitende zu erhalten. Somit war der Entscheid relativ einfach und klar. Da suche ich mir lieber neue Plattformen oder stocke bei bekannten auf. Vorerst gibt es keine weiteren Berichte mehr dazu, ich beobachte jedoch weiter und informiere, falls sich etwas grundlegendes tut. Hier geht es zu Iuvo.

viainvest

Viainvest hegt grosse Ambitionen, umso mehr bin ich enttäuscht. In den Bedingungen hatte sich ein Fehler eingeschlichen, und plötzlich wurde Viventor erwähnt. Das heisst nichts anderes als dass viainvest die Bedingungen von Viventor kopiert hat und es dann nicht mal fertig brachte die Stellen mit viainvest anzupassen. Ok, Fehler passieren und kopiert wird überall. Es kommt aber dazu, dass viainvest neben twino, swaper etc nicht wirklich anders oder besser erscheint. Ich brauche nicht nochmals eine gleiche Plattform in grün und nehme daher Abstand. Falls sich nicht etwas grossartiges tut, gibt es keine Berichte mehr zu viainvest.

 

Mein Abschied von Investly

Tja, so kann es gehen, aber meine Geduld mit Investly ist aufgebraucht. Ich habe vor einigen Monaten angekündigt, dass ich Ende Jahr einen Schlussstrich ziehen werde, falls sich die Situation nicht verbessert. Die Situation ist meines Erachtens sogar noch schlechter geworden, und so werde ich mein Geld vorerst abziehen. Es heisst nicht, dass ich niemehr dort investieren werde, momentan ist mein Geld auf anderen Plattformen deutlich besser angelegt.

Was sind die Gründe für meinen Entscheid?

Als erstes natürlich die Zinsen. Es gibt kaum mehr eine Auktion, welche nicht bei 8 Prozent endet. In meiner Anfangszeit konnte ich noch Zinsen von 15% und mehr ergattern. Wenn ich 10 bis 12 Prozent erreichen würde wäre das ja noch ok, aber bei 8 Prozent investiere ich nicht.

Weiter nervt mich die Webseite. Da wird unentwegt rumgebastelt, was ja eigentlich gut wäre, denn Investly will etwas verbessern. Das Problem ist nur, dass ich mich dann oftmals nicht einloggen kann. Dann geht es weiter mit Angekündigten neuen Features: ein neues Dashboar. Nur war es so, es wird am Freitag angekündigt, dass etwas gemach wird und die Webseite dann fürs Wochenende nicht zugänglich ist. Am Montag loggt man sich dann ein und sucht gespannt nach dem Dashboard. Fehlanzeige, alles beim Alten. Keine Info, nix. Am Mittwoch scheint dann etwas zu passieren, das neue Dashboard ist da. Es funktioniert nur nicht, die Werte ändern sich ständig. Da wurde im laufenden Betrieb etwas ausgerollt und daran weitergebastelt. Die Folge: Webseite zickt etwa eine Woche rum. Keine Info seitens Investly. Das verstehe ich einfach nicht, wie man so etwas machen kann. Man hätte ja kommunizieren können, dass es am Wochenende nicht geklappt hat, und man es das nächste Wochenende macht, oder halt erklären warum man das mitten in der Woche macht. Ich habe Investly diverse Male darauf hingewiesen, dass sie die Investoren besser informieren müssen. Ausser leerer Versprechungen habe ich nichts erhalten.

Und der Dritte Punkt: Investly kündet an, dass das Investorengeld künftig ab Gebot und nicht erst nach Auktionsende verzinst wird. Eine gute Sache, mit einem Haken. Wenn man immer überboten wird, bringt einem das nichts. Die Konsequenz ist, dass noch mehr Investoren ihren Autobidder auf 8% stellen und es nun fast nicht mehr möglich ist, mehr Rendite zu erzielen.

Diese Punkte haben mich zu meinem Entscheid veranlasst. Ich sage nicht, dass ich nicht wieder dort investieren werde, aber vorerst ziehe ich mein Geld ab. Grundsätzlich finde ich invoice financing eine tolle Sache, aber so nicht.