Omaraha – ein kleiner Rückblick

Vor einigen Monaten habe ich mit dem Anlegen bei Omaraha begonnen. Nachdem ich mich erst einmal mit der Plattform vertraut machen musste, funktionieren die Anlagen recht gut, und wie erwartet.

Die Scores von Omaraha im Detail

Ich habe mir vom Support vor einigen Monaten erklären lassen wie die Scores (Ratings) zu lesen und verstehen sind. Gerne teile ich diese Information mit euch:
901-1000 = sehr gut, keine Probleme ersichtlich im Kreditregister. Die Zahlungsmoral bei Omaraha und Partnerinstituten ist sehr gut.
801-900 = gut, keine aktuellen oder ältere Probleme gemäss Kreditregister. Die weiteren Informationen sind alle durchwegs positiv.
701-800 = annehmbar, es kann sich um einen neuen und unbekannten Kunden handeln. Oder ein Schuldner, der früher Zahlungsprobleme hatte, aber jetzt alles zufriedenstellend aussieht.
601-700 = risikoreicher, entweder junge Schuldner oder Schuldner, welche Zahlungsprobleme in der Vergangenheit hatten. Momentan bestehen aber keine bekannten Zahlungsprobleme.

Wie sieht es denn bei mir aus?

Ihr könnt hier links sehen, dass bei mir aktuell drei Projekte gelb markiert sind. Ihr findet die Übersicht in eurem Account unter Investments. Dort gibt es noch viele Informationen mehr. Ich habe bewusst nicht den kompletten Screenshot hochgeladen, da dieser einerseits unübersichtlich wird und andererseits den Namen des Schuldners enthält. Bei den drei Projekten mit Zahlungsschwierigkeiten handelt es sich ausschliesslich um slowakische Kredite mit einem Score von 700, also der tiefsten Kategorie. Mit diesem Bild habe ich ja gerechnet. Auf den ersten Blick sieht das ja toll aus, einfach die 700er weglassen und alles ist im grünen Bereich? Jein, denn auch bei einigen grünen Projekten gibt es Zahlungsprobleme. Dort haben jeweils die Schuldner einen teil bezahlt und einen angepassten Zahlungsplan ausgehandelt.

Detaillierte Informationen zum Kreditverlauf

Wenn man auf einen Kredit klickt, kann man schön aufgelistet sehen, welche Massnahmen Omaraha ergriffen hat, um an das Geld zu kommen. Leider sind die Informationen nicht in Englisch verfügbar. Ich habe Omaraha bereits mitgeteilt, dass ich das wünschenswert finde. Früher konnte man sich bei Bondora den Verlauf auch in English anzeigen lassen. Ich fand das hilfreich und habe mir so einige Schlüsse zum Kredit gezogen. Da es bei Omaraha aber keinen Sekundärmarkt gibt, ist die Info zum Kredit wohl weniger wichtig. Zudem zählen am Schluss ja nicht die Informationen, sondern nur wieviel Geld wirklich eingetrieben wurde.

In diesem Sinne investiere ich weiter und gebe periodisch ein Update zu meinen Erfahrungen. Bei Fragen, einfach posten.

2016 lief richtig gut für Estateguru

Auch wenn Estateguru in meiner Top 10 nur den siebten Rang holen konnte, und die Reaktionsgeschwindigkeit des Supports zu wünschen übrig lässt, ist Estateguru eine gute Plattform, welche ich wirklich mag. Es freut mich darum um so mehr, dass im Jahr 2016 (vor allem in der 2. Hälfte) die Geschäfte florierten. Ich hoffe stark, dass sich dieser Schwung ins 2017 mitnehmen lässt. Der Start war erfreulich. Wenn es weiter gut läuft, sind die Zeiten des Wartens auf neue Projekte bald Geschichte.

Ein Blick auf die Zahlen

Gemäss ausgewiesenen Zahlen hat die Plattform das 2016 mit einem Kreditvolumen von weniger als 5 Millionen begonnen und mit mehr als 16 Millionen Euro abgeschlossen. Das macht ein sattes Plus von 11 Millionen Euro. Der Grossteil kam jedoch aus dem 2. Halbjahr. Läuft 2017 so weiter, sollte nächstes Jahr ein höherer Zuwachs erzielt werden können. Die Zahlen stimmen mich zuversichtlich, zumal es noch keinen Ausfall (= Zahlungsverzug von mehr als 45 Tagen gibt). Es gibt immer wieder vereinzelte Zahlungen, welche verspätet sind, aber das gehört zur Natur der Sache bei Immobilienprojekten. Solange gezahlt wird ist alles gut. Nur die Kommunikation seitens Estateguru könnte man da verbessern, aber nein, man sagt lieber nichts und verbucht die Zahlung einfach 10 Tage oder  noch später. Man hat mir seitens der Plattform versichert, dass man verspätete Zahlungen anmahnt (was ich auch glaube), aber eine schlüssige Erklärung warum die Investoren nicht informiert werden, habe ich nicht erhalten. Nunja, die Geschwindigkeit mit der die Projekte gefüllt werden, zeigt wohl, dass viele Investoren trotzdem investieren. Das wird aber nicht immer so bleiben, bei einer gewissen Grösse gibt es mehr Nörgler wie mich 😉

Wie geht es weiter?

Ich bin gespannt, aus welchem Land das nächste nicht estnische Projekt kommen wird. Aus Lettland haben wir jetzt mindestens 2 gesehen, und ich tippe auf Litauen als nächste Station der Auslandsexpansion. Vielleicht wird es aber auch Grossbritannien sein, oder Finnland 😉

Ich hoffe auch, dass die (von mir subjektiv wahrgenommene) Kreditqualität hoch bleibt, und wir von Ausfällen verschohnt bleiben. Wobei einen Ausfall sollten wir schon mal sehen, denn nur so können wir Gewissheit erlangen, dass Estateguru diesen so gut wie möglich abwickelt. Wir sehen dann auch, was die Bewertungen taugen. Viele meiner Projekte werden in den nächsten Wochen und Monaten zur Rückzahlung fällig, das wir sicherlich interessant.

Noch was zum Schluss: Estateguru bietet immernoch ein Bonusprogramm an für Neuinvestoren. Ihr erhaltet 0.5 Prozent Gutschrift für jeden Euro den ihr in Projekte investiert habt während der ersten drei Monate eurer Mitgliedschaft. Das Geld wird immer direkt aufs Konto ausgezahlt, nachdem das Projekt finanziert ist und das Geld an den Kreditnehmer ausbezahlt wurde. Mitmachen könnt ihr, wenn ihr euch über einen Estateguru Link auf diesem Blog anmeldet.

Bei Fragen einfach posten oder das Kontaktformular nutzen. Happy investing!

 

Omaraha die Zweite – Licht ins Dunkel (aka der Versuch einer Anleitung)

Vor einigen Tagen habe ich ja einen teilweise ironisch frustrierten Beitrag zur p2p Plattform Omaraha gepostet. Auf den ersten Blick scheint die Plattform sehr komisch in Bezug auf die Funktionalität zu sein. Beim zweiten Blick ist das, zumindest bei mir, immer noch so 😉 Aber ich masse mir jetzt an, verstanden zu haben, wie man investiert. Falls ihr Zahlen sucht zu Ausfällen und dergleichen, dann muss ich euch enttäuschen, das wird eine Art „Beginners Guide“. Statistiken werde ich erst in einigen Monaten präsentieren können.

Zuerst kommt die Einzahlung und dann keine Benachrichtigung

Hinter Omaraha steht die finzo ou, auf deren Bankkonto man sein Investitionsgeld auch überweist. Ich habe dann immer auf ein Email für meinen Zahlungseingang gewartet. 2 Tage später habe ich meinen account gecheckt, und das Geld war gutgeschrieben. Schön, es gibt also keine Benachrichtigung. (Hier habe ich mich gefragt, warum ich mir das eigentlich antue mit der Plattform. Eine Antwort habe ich bis Heute nicht, wahrscheinlich bin ich einfach masorchistisch veranlagt 😉 ).

Das Geld ist im Account, muss aber eine Ebene tiefer verteilt werden

So, das Geld ist da wo es sein soll, oder doch nicht? Bei Omaraha gibt es 3 Unteraccounts, gegliedert nach :

1) Esten

2) Slowaken

3) Secured Loans (buyback)

Der virtual account ist übrigens einfach euer Investorenkonto bei Omaraha, wo das Geld eingeht, und ihr es weiterverteilt auf die drei Unterkonten.

Wie kommt das Geld in die Unterkonten?

Das Geld müsst ihr manuell zwischen den Konten hin und her transferieren. Dazu geht ihr unter dem Menü Punkt „Accounts“ auf Transfer und wählt das Belastungs- wie auch Gutschriftskonto. Hier kann man übrigens auch Auszahlungen auf sein Bankkonto veranlassen. Im Beispiel habe ich den Virtual Account angewählt und möchte EUR 10 auf den estnischen Account transferieren (geht nicht, da ich kein Geld auf dem Konto habe, da ich voll investiert bin, ist nur als Beispiel gedacht). So müsst ihr vorgehen. Ihr könnt das Geld auch wieder zurück transferieren oder auf ein anderes Konto schieben. Alles kein Problem.

Jetzt kann man zumindest manuell investieren

So, wir befinden uns in der Kategorie Invest bei den Loan Applications (Esten wie Slowaken vereint, was es nicht übersichtlicher macht, aber man kann filtern. Investieren in einen Slowaken geht aber hier auch nur, wenn der Slowaken Account gefüttert wurde…) und haben einen Kredit gefunden, in welchem wir gerne manuell investieren würden. Dazu genügt ein Klick auf den Kredit, und es geht eine drop down Lasche auf. Den Betrag eingeben und conclude agreement anklicken. Danach muss man noch mit einer PIN bestätigen (wenn nicht vorhanden wird diese per sms gesendet). Schon ist man investiert.

Für Autoinvest muss man ein Investment Profil anlegen

Wer gerne nach definierten Kriterien automatisch investiert, dem wird durch die Erstellung eines Investment Profils geholfen.  Wir befinden uns hier in der Kategorie Invest -> Investment Terms und sehen dann die links stehende Ansicht (bei euch steht noch ’no active profile‘, bei mir 1, da ich bereits eines angelegt habe). Man kann hier also ein oder mehrere Profile für die Esten und Slowaken anlegen. Für die secured loans ist das nicht möglich, die muss man manuell filtern (siehe weiter unten).  Ein Klick auf Investment Terms genügt, und man kann ein Profil erstellen. Es gibt auch die Möglichkeit sich ein Profil anzeigen zu lassen, welches empfohlen wird. Man kann aber auch frei auswählen wie man will (innerhalb der vorgegebenen Paramater wie zum Beispiel den fixen Score Bandbreiten). Man kann die maximale Laufzeit der Kredite bestimmen, sowie den Bonus einstellen. Ich wage es jetzt mal diesen auf 0 zu stellen, denn Omaraha nimmt sowieso schon 5 Prozent Kommission (welche an eurem Zinssatz abgezogen wird). (Anmerkung p2phero 12. Jan 2017: Die 5% gelten für die Secured Loans, bei estnischen sind es 20%, bei slowakischen 30% -> Rechenbeispiel: 25% Zins, estnischer Kredit 0.25 x (1 – 0.2) = 20% Zins für euch, 5% für die Plattform!) Ob ich so erfolgreich sein werde, weiss ich nicht. Manuelle Gebote haben aber ohne weiteres mit 0 Bonus geklappt (kann man dort gar nicht angeben, und ich weiss nicht ob wenn ein Profil aktiv ist mit Bonus, dieser dann auch bei manuellen Geboten zählt). Ich werde es herausfinden 😉

Secured Loans

Als dritte Option bleiben noch die Secured Loans, welche mit einer Art buyback ausgestattet sind, welcher jedoch sofort greift und man sein Geld und die Zinsen immer zum geplanten Termin kriegt. Um in diese Kredite anzulegen müssen wir zuerst ….(na, wisst ihr es? ;)) …. genau: Geld auf unser Secured Loans Konto transferieren! Danach gehen wir in der Kategorie Invest auf die Unterkategorie secured loans. Wir sehen dann ein solches Bild vor uns:

Die secured loans laufen bis 23 Monate und variieren je nach Tag in der Verzinsung von 11 oder 12 Prozent. Man kann dann die Dauer sowie den Zinssatz eingrenzen. Weiter hat man die Möglichkeit den maximalen Kreditbetrag (Grösse des Kredits) zu bestimmen. Durch „filter“ werden nur die den Parametern entsprechenden Kredite angezeigt. Mit Invest wird logischerweise investiert. Ich habe hier aber noch nicht rausgefunden, wie ich direkt einen Kredit ansteuern kann, oder wie ich wenn ich 50 Euro investieren will, diese in 5 x 10 investieren kann (ohne manuell 5 mal 10 Euro zu bieten indem ich den Filter nochmals einstelle). Ist noch wichtig, wenn man Laufzeiten streuen möchte. Ist man mit einem Gebot nicht zufrieden, kann man es mit cancel (in der rechten Spalte erscheint ein Symbol) annulieren.

Secured loans und p2p Kredite = hybrid Plattform

Ich hatte hier letztens schon beschrieben warum einige Plattformen keine richtigen p2p Plattformen sind. Omaraha ist wirklich ein Spezialfall, da es p2p Kredite gibt (Esten und Slowaken) und eben auch die secured loans, welche keine direkten Kredite sind, sondern so wird der Kreditvermittler mit Geld versorgt. Dieses leiht er dann über seine Bilanz weiter aus an die Kreditnehmer.

Fazit

Eine ganz schön komplizierte Kiste. Wenn ich aber 20 Prozent Rendite einfahren kann, werde ich wohl damit leben müssen 😉 Mal sehen wie sich meine Investments entwickeln. Es kann auch gut sein, dass ich hier Schiffbruch erleide und Lehrgeld zahlen werde. Ich halte euch auf dem Laufenden.

 

 

 

 

Omaraha – p2p aus Estland

Omaraha ist eine p2p Plattform, welche schon einige Jahre am Markt ist. Die Plattform ist in Estland domiziliert und bietet Kredite aus Estland und der Slowakei an. Eins vorweg, ich habe nicht viele gute Kommentare zu dieser Plattform gelesen, aber das hält mich nicht davon ab, hier einen kleinen Betrag einzusetzen. Ich mache gerne meine eigenen Erfahrungen, aber da ich gewarnt bin, nur mit wenig Geld.

Privatkredite mit Zinssätzen von bis zu 50%

Ja da schlägt das Herz des gierigen und nimmersatten Investors höher… Oder nicht? Im ersten Moment war auch ich davon geblendet, aber glücklicherweise bin ich ein sehr rational denkender Mensch (also meistens 😉 ). Nüchtern betrachtet kann das nie aufgehen, weder für den Kreditnehmer noch den Investor. Wer solche Zinssätze akzeptieren muss, dem steht das Wasser wohl bis zum Hals oder noch etwas höher. Die Ausfälle dürften hier massiv hoch sein, so dass sich das kaum lohnen mag. Die einzige Chance für den Kreditnehmer sehe ich darin, dass er einen weiteren Kredit aufnimmt um diesem abzubezahlen. Der wird wohl noch schlechtere Konditionen aufweisen, und so geht die Abwärtsspirale immer weiter und es gibt nur Verlierer zum Schluss. Von daher Hände weg von diesen Krediten!

Scheinbar ist auch die Zahlungsmoral der Slovaken miserabel, wie man in diesem Beispiel sehr schön sieht. Dasselbe habe ich übrigens auch von slovakischen Krediten auf Bondora gelesen. Nichts gegen die Slovaken, denn ich schätze diese Leute ungemein, aber Anlegen in diese Kredite sollte man nicht. Wahrscheinlich sind das Slovaken, welche in ihrem Land sonst an keine Kredite mehr kommen, und so auf die Plattformen ausweichen müssen.

Dann bleiben also nur noch estnische Kredite, welche aber auch noch gute Zinsen abwerfen können.

Was noch gut ist, es gibt einen Sicherheitsfonds (security fund), welcher überfällige Kredite nach 100 Tagen zu mindestens 60 bis 80 Prozent zurückkauft. Man bliebe also nicht auf dem ganzen Verlust sitzten. Immerhin etwas.

Es gibt aber auch Kredite mit buyback

Omaraha bietet mit einer Verzinsung von 11% auch abgesicherte Kredite (secured loans) an. Das schöne hierbei ist, dass die Rückzahlungen taggenau zur Fälligkeit stattfinden, man muss also nicht 30 oder noch mehr Tage warten, bis dieser Mechanismus greift.

Noch etwas zum Anmeldungsprozess und den Investitionen

Der Registierungsprozess hatte mich beinahe von meinem Vorhaben bei Omaraha Geld anzulegen abgehalten. Ich empfand den Prozess als mühsam und fehleranfällig. An einem Punkt wurde mir mitgeteilt, dass ich mit meinem Herkunftsland keinen Kredit beantragen könne…. das wollte und will ich auch nicht, mit eingen Klicks kann man das dem System auch beibringen… aber das ist halt so, wenn man den gleichen Prozess für Schuldner und Investoren fährt.

Um investieren zu können muss man für jede Kreditart: Slovaken, Esten und secured loans quasi einen Autoinvest erstellen. Zudem muss man eine Bonushöhe angeben. Hier hatte ich nicht verstanden was das soll. Der Bonus gibt an, wieviel man der Plattform an Zinsen abgeben möchte. Je höher der Bonus, deste schneller wird das Geld investiert. Hier habe ich etwas gestockt, aber entschieden weiter zu machen, denn vielleicht ist das ganze ja auch sinnvoll, und ich verstehe es einfach noch nicht.

Fazit

Die Plattform hat schon so einiges dafür getan, dass ich mich fragte, ob ich weitermachen soll. Es braucht nicht mehr viel und ich breche den Versuch ab. Vielleicht kann ich ja auch einige Investoren hier vor Schaden bewahren und deren Nerven schonen, wenn ich schon nicht auf die Warner gehört habe 😉 Mal sehen, vielleicht werde ich ja positiv überrascht.

 

Ein ungewohntes Bild bei Estateguru

Ich habe mich ja schon mehrfach als Fan von Estateguru geoutet. Ich habe euch auch schon mit diversen Investmentstrategien versorgt. Momentan könnt ihr die gutgemeinten Tipps alle ignorieren, denn auf der Estateguru Plattform trifft man ein unbekanntes Bild an. Es hat zum Zeitpunkt des Posts drei investierbare Projekte bei Estateguru, alle mit einem Zinssatz von 10 Prozent. Es stehen noch mehrere 100k Euro aus, also ein guter Zeitpunkt einzusteigen.

Wie ist es zu dieser Situation gekommen?

Die ganze Situation ist wohl dadurch entstanden, dass Estateguru weiter an Fahrt aufgenommen hat und die Plattform im November regelrecht mit neuen Projekten „überschwemmt“ hat. Ein gutes Zeichen eigentlich, aber es offenbart wohl auch, dass die Inestoren auf der Plattform ihr Geld bereits investiert haben. Estateguru braucht also neue Investoren, daher bietet die Plattform neuen Investoren auch 0.5% Gutschrift auf das investierte Kapital der ersten drei Monate an. Um vom Bonus profitieren zu können, müsst ihr euch einfach über einen Estateguru Link auf dieser Seite registrieren. Der Bonuscode wird der Anmeldung dann automatisch beigefügt. Die gleiche Gutschricht erhalte ich im Übrigen auch, ihr unterstützt mich also in meiner Arbeit euch die p2p Welt näher zu bringen. Das ganze hat keinen Nachteil für euch und ist kostenlos.

Liegt es an der Qualität der Projekte?

Meiner Meinung nach hat die Qualität der offenen Projekte nichts damit zu tun (es besteht scheinbar einfach ein Angebotsüberhang) , dass diese noch nicht gefüllt sind. Das heisst nicht, dass jedes neue Projekt über die gleicheh Qualität verfügt, man sollte auch bei Estateguru und im allgemeinen beim Investieren selektiv bleiben. Mit selektiv meine ich, dass man sich den Projektsbeschrieb durchliest und sich fragt, ob das Projekt (seiner eigenen Meinung nach) gelingen kann.

Ich investiere jedenfalls weiter bei Estateguru und erhöhe meine Einlage ein wenig.

Estateguru – es kommt Bewegung in die Sache (Auslandsexpansion)

Es läuft auch im November rund für Estateguru. Diesen Monat könnten Projekte im Wert von circa 2 Millionen Euro oder mehr finanziert werden. Aber das ist nicht der Grund für diesen Bericht. Nachdem bereits zwei Projekte in Lettland realisiert wurden, steht die weitere Auslandsexpansion scheinbar vor der Türe. Das ist der Grund für diesen Bericht.

Expansion nach Lettland, Litauen und Irland

Wie bereits geschrieben, sind die ersten beiden lettischen Projekte über die Bühne gegangen. Es handelte sich hierbei um das gleiche Projekt, welches bisher in 2 Tranchen finanziert wurde, und eine dritte soll noch ausstehen. Leider gibt es bei diesem Projekt Zahlungsverzögerungen, aber mehr dazu lest ihr unten im Abschnitt „Es ist Zeit zur Kritik“.

Lettland und Litauen liegen als Nachbarländer auf der Hand für eine Expansion. Aber Irland? Woher kommt jetzt bloss diese Insel auf den Radar von Estateguru? Ich kann hier nur mutmassen, dass dies etwas mit dem Brexit Votum zu tun hat, denn vor dem Brexit Debakel hatte Estateguru pläne zur Expansion nach Grossbritannien. Diese wurden aber verworfen. Ich vermute, dass Irland gewählt wurde, da dieses Land gute steurliche Rahmenbedingungen hat und die Poltik den Firmen und der Gesamtwirtschaft wohlgesonnen ist. Zudem wird eine offene Kultur gepflegt, in der auch neue Geschäftsmodelle akzeptiert werden. Ich bin kein Irlandkenner, aber es gibt wohl gute Gründe dafür, dass sich dort viele Firmen niederlassen oder Ihre Europahauptniederlassungen dort ansiedeln.

Seien wir also gespannt darauf, wie sich Estateguru entwickelt, und ob wir in Zukunft mehr Projekte zur Verfügung haben werden. Im Moment hat es übrigens 2 Projekte, welche noch nicht vollständig finanziert wurden.

Es ist Zeit für Kritik

Wie oben beschrieben, hat das erste lettische Projekt Mühe mit pünktlichen Zinszahlungen. Die Erste Zahlung wäre am 9. Oktober fällig gewesen, und wurde am 20. Oktober beglichen. Die Novemberrate ist seit dem 9. auch immer noch ausstehend. Das ist eigentlich nicht mein Hauptproblem, denn mit solchen Sachen und Ausfällen muss bei zweistelligen Zinssätzen gerechnet werden. Was mich wirklich nervt ist, die Haltung vom Estateguru Support, der sich nicht die Mühe macht auf Anfragen zu Antworten, welche diesen Kredit betreffen. Ich hatte das letzte Mal angefragt wie der Status sei und kriegte nur nach mehrmaligem Nachfragen eine Antwort. Und jetzt schon wieder dasselbe. Am Sonntag Abend Nachgefragt und bis Mittwoch Mittag keine Antwort. Also habe ich nochmals geschrieben…. Mir ist bewusst, dass ich keine Antwort innerhalb von 12 Stunden erwarten kann, aber sorry, wenn es mehr als 2 Arbeitstage dauert, dann habe ich schon meine Zweifel an deren Support. Ich finde hier die Informationspolitik einfach schlecht. Viventor und Mintos als Beispiele machen das aus meiner Sicht besser, ich kriege Antworten innerhalb von einem Arbeitstag, was tip top ist. Mir ist auch klar, dass Estateguru in obigem Fall vielleicht auch keine Informationen hat, da sie den Schuldner nicht erreichen konnten, oder was auch immer. ABER eine kurze Rückmeldung an einen Investor wäre wohl das Mindeste. Eine Nachricht wie „wir sind dran und informieren Ende Woche“ würde aus meiner Sicht schon genügen. Ich habe das dem Support auch schon mehrfach mitgeteilt und erhielt die Bestätigung, dass sie das in Zukunft machen werden…. Fehlanzeige, bis jezt.

Ich hoffe mal unsere Gurus sind zu beschäftigt mit der Prüfung von neuen Projekten und Antworten darum nur spärlich. Ich mag die Plattform trotzdem, aber im Bereich des Supports besteht Luft nach oben.

So, jetzt habe ich meinen Ärger kund getan und hoffe auf Besserung 😉

 

 

 

iuvo group – junge p2p plattform mit buyback

Auf meiner Suche nach weiteren p2p Plattformen, bin ich vor einigen Wochen auf die iuvo group gestossen, welche ich als interessant einstufte, da die Firma in Bulgarien domiziliert war und man so die Abhängigkeit von baltischen Plattform hätte reduzieren können. Warum hätte? Weil die Plattform jetzt nach Estland, Tallinn umgezogen ist. Hier hat iuvo einen Vorteil verspielt. Ich nehme an, der Umzug hatte regulatorische Gründe. Es handelt sich um eine junge Plattform, welche erst im Juli 2016 ihren Betrieb aufgenommen hatte.

Einzahlung und Investitionswährungen

Zur Einzahlung kann man aus drei Bankkonten auswählen, zwei in Euro (eines in Bulgarien und eines in Estland), oder auf ein BGN (bulgarische Lew) Konto in Bulgarien. Man könnte also über eine weitere Währung die Anlagen diversifizieren. Natürlich holt man sich so auch das Währungsrisiko gegenüber dem Lew ins Portfolio.

Buyback und Zinsen

Auch diese Plattform bietet auf den unbesicherten Konsumkrediten einen buyback an. Anders als bei anderen Plattformen mit buyback, zahlt die Plattform nur das Kapital zurück bei Krediten, die 30 Tage überfällig sind, aber nicht die Zinsen, was etwas schade ist. Es hat jedoch einen Vorteil, man kann überfälige Kredite kaufen, und erhält (sofern der Kreditnehmer zahlt) die Zinsen für die gesamte Kreditlaufzeit. Es ist also möglich, zum Beispiel einen Kredit zu kaufen und am nächsten Tag die Zinsen für 25 Tage zu erhalten. Verlockend eigentlich. Im schlechtesten Fall macht man keine Rendite und erhält das Kapital zurück.

Die Zinssätze auf den Krediten beginnen bei 5 Prozent und gehen hoch bis 12 Prozent. Die Laufzeiten sind von wenigen Tagen bis maximal 30 Tagen festgesetzt.

Kreditvermittler

Iuvo geht einen ähnlichen Weg wie Mintos und Viventor, und versucht neue Kreditvermittler (Loan Originators) für die Plattform zu gewinnen. Bis jetzt gibt es erst wenige, der grösste ist der bulgarische Kreditvermittler easycredit, der Kredite in BGN anbietet.

Fazit

Die Plattform hat einige Features (Kredite mit Buyback und Zinsen für gesamte Kreditlaufzeit sowie Zeitmarkt) die mir gefallen und die Plattform interessant machen. Auch die Möglichkeit in einer anderen Währung wie Euro anzulegen finde ich gut. Ich habe den BGN nicht genauer angeschaut, und habe keine Prognose dazu. Von daher mahne ich zur Vorsicht. Ich werde die Plattform weiter testen und euch meine Erfahrungen mitteilen.

Oktoberrückblick – es ist viel passiert

Meine Lieben Leser, es ist viel passiert im vergangenen Monat. Gerne möchte ich euch einige Updates zu verschiedenen Plattformen geben:

Bondora – kein manueller Primärmarkt mehr

Bondora hat im Oktober bekannt gegeben, dass es ab November keinen manuellen Erstmarkt mehr geben wird. Das heisst den Investoren bleibt die Möglichkeit per Bondora Portfolio Manager anzulegen, und somit jegliche Kontrolle über die Gebote abzugeben. Der Portfoliomanager kennt auch nur 3 Profile. Ich finde das keine gute Entwicklung.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, die API Schnittstelle zu nutzen, um so bieten zu können. Die meisten p2p Anleger dürften aber nicht über genügend Programmierkenntnisse verfügen (mich eingeschlossen), um diesen Weg nutzen zu können. Es gibt verschiedene Anbieter, welche auch API Plugins für zB Firefox anbieten. Eines davon kann auf dieser Seite, beim Oktaeder runtergeladen werden.

Wenn ihr euch fragt, warum ihr auf meiner Seite keinen Bericht zu Bondora findet, ja ich sags mal so, ich bin nicht so begeistert davon, und habe meine Investments dort aufgelöst.

Viventor begegnet der Investorennachfrage mit neuem Kreditanbieter

Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten aus dem p2p Universum. Allen voran Viventor, diese Plattform arbeitet unentwegt daran, seinen Investoren mehr bieten zu können. Nachdem der Plattform in den letzten Wochen massive Mittel zugeflossen sind, wurde es für die Investoren schwierig genügend Kredite zu finden, um das vorhandene Geld investieren zu können.

Viventor hat kurzerhand einen neuen Kreditanbieter „cochego“ auf die Seite gepackt. Es handelt sich dabei um Konsumkredite, welche mit einem Fahrzeug besichert sind. Der Name liegt also sehr nahe am Produkt, da coche zu deutsch Auto heisst. Also etwas salopp übersetzt „Auto, und los“. Die Kredite sind mit 11% p.a verzinst.

Estateguru bringt neue Projekte im Wert von rund 1.5 Millionen

Genau wie im Vormonat hat Estateguru wieder Projekte im Wert von etwa 1.5 Millionen Euro über die Plattform finanziert. Das beachtliche dabei ist, dass dies jetzt mit massiv weniger Projekten geschehen ist. Das grösste Projekt diesen Monat war 500k Euro gross. Noch erstaunlicher ist, dass dieses Projekt nach etwa 12 Stunden bereits finanziert war. Ich sehe Estateguru ist auf gutem Weg. Braucht aber geduldige und zugleich schnelle Investoren, da die Projekte sehr schnell voll sind. Manchmal werden diese auch einen Tag vorher angekündigt.

Mintos bringt wieder viele Kredite mit Buyback, und höhere Zinsen

Ich denke für das Mintos Management und seine Mitarbeiter war der Oktober ein heisser und arbeitsreicher Monat. Zuerst kamen Betrugsvorwürfe zu Tage, danach wurden wieder viele payday loans mit 12% und mehr Verzinsung auf die Plattform gestellt.

Wie gesagt, ich investiere weiter bei Mintos und gehe davon aus, dass mein Geld dort sicher ist.

Eine neue Plattform am p2p Himmel – Swaper (sind wir nicht alle ein bisschen Twino?)

Zu guter letzt möchte ich euch noch auf swaper aufmerksam machen. Hier kommt ihr zu meinem Artikel über diese neue p2p Plattform.

 

Estateguru – Septembervolumen EUR 1.5 Millionen, es läuft rund

 

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Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Fan von Estateguru. Mir gefällt die Plattform einfach gut, auch wenn sie einige Unzulänglichkeiten wie zum Beispiel einen fehlenden Autoinvest vorweist. Es gibt auch keinen Zweitmarkt, und die Projekte auf dem Primärmarkt sind sehr schnell (teilweise innert weniger Minuten, je nach Grösse) gefüllt.

Septembervolumen von EUR 1.5 Millionen / 11 Projekte

11 Projekte, Volumen EUR 1.5 Millionen. Das klingt zuerst nach nicht so viel, wenn man sich aber vor Augen hält, dass diese Plattform noch jung ist, und erst Ende August die 10 Millionen Euro Schwelle überschritten hat, ist das doch beachtlich. Auch die Geschwindigkeit wie die Projekte gefüllt werden ist erstaunlich. Es gibt kaum ein Projekt, welches mehrere Tage offen ist. Man muss also sehr schnell sein bei Estateguru. Daher empfehle ich immer etwas Geld auf dem Konto zu haben, denn wenn man zuerst überweisen muss, ist man meistens zu spät.

Zinszahlungen, Rückzahlung und abgebrochene Projekte

Ich habe etwa die Hälfte meiner Investitionen in Projekten die monatlich Zinsen bezahlen, der Rest ist endfällig. Die monatlichen Zinszahlungen kommen meistens sehr pünktlich, oder bis zu 2 Tage verspätet, was für mich völlig in Ordnung ist.

Ein Projekt, welches eine Laufzeit von 12 Monaten hatte, ist vorzeitig nach 4.5 Monaten zurücbezahlt worden. Dies kann immer mal passieren, und stellt für mich kein Problem dar. Lieber zu früh, als zu spät oder nie zurückgezahlt 😉 Estateguru macht aber mit den Kreditnehmern jeweils aus, dass sie mindestens für 3 oder 4 Monate Zinsen an die Investoren zahlen müssen, auch wenn sie den Kredit schon in 2 Wochen zurückbezahlen. Das ist für Investoren ein grosser Vorteil.

Zum Schluss komme ich jetzt noch auf einen semi-erfreulichen Punkt: Abgebrochene Projekte. Das sind Projekte, die auf Estateguru zu 100% finanziert wurden, aber nie dem Kreditnehmer ausgezahlt werden. Der Kreditnehmer muss, bevor das Geld an ihn von Estateguru überwiesen wird, diverse Unterlagen und Bestätigungen einreichen. Kann ein Kreditnehmer diese nicht beschaffen, platzt das Projekt, und das Geld ist nichtmehr blockiert auf dem Investorenkoto. Das ist weniger erfreulich. ABER bei diesen Projekten zahlt Estateguru immer die Zinsen für den blockierten Zeitraum des Geldes an die Investoren. Das ist sehr fair, und gibt mir viel Vertrauen in die Plattform.

Falls ihr die Plattform ausprobieren wollt, hat Estateguru noch einen Willkommensbonus für euch: Registriert euch via einen Estategurulink auf diesem Blog (oder gebt bei der Registrierung meinen Referal Code EGU36099 ein), und ihr erhaltet 0.5% Bonus auf den investierten Geldern der ersten drei Monate. Das ist gratis für euch. Ich erhalte diese Gutschrift auch, so unterstützt ihr diesen Blog und kriegt erst noch einen Bonus.

Bei Fragen einfach posten. Happy investing!

 

 

Mintos – Das Ende des Buybacks? ein Kurzupdate

Mintos – Das Ende des Buybacks? Alternativen?

Es ist viel passiert bei Mintos, vor allem im Bereich der Konsumkredite. Zuerst ist ein gewichtiger Loan Originator (Banknote) ausgestiegen und wurde durch einige neue ersetzt, welche aber (Lendo ausgenommen) nicht sehr viel Volumen bringen. Das Resultat war klar: Zu viel Nachfrage = tiefere Zinsen. Weiter hat Mogo begonnen die Autokredite jetzt mehrheitlich ohne buyback Garantie anzubieten. Man kann auf dem Zeitmarkt sehen, dass diverse dieser Kredite schon ausgefallen sind. Hier wird sich in den nächsten Monaten zeigen, wie gut die Recovery Rate bei diesen Krediten ist. Ich bin auch testweise mit 5 Krediten eingestiegen, und die haben ihre Raten schön brav bezahlt. Einmal habe ich einen solchen Kredit (Status Default) auf dem Zweitmarkt mit 30% Abschlag gekauft. Ich hatte Glück, und der Kreditnehmer hat nachbezahlt.

Gibt es Alternativen? 

Ja! Mintos bietet auch viele Rechnungsfinanzierungen / Invoice Finaning an. Da diese Kredite mit einem sogenannten recourse Recht (Regress) ausgestattet sind, habe ich in diese investiert. Hier ist der Verkäufer der Rechnung verpflichtet die Rechnung von den Investoren zurückzukaufen, falls sein Kunde nicht bezahlt.

Meine Bilanz in diesem Bereich ist durchwegs positv. Ich habe bislang in 89 Rechnungen investiert, 60 davon wurden bereits zurückbezahlt. Teilweise zu spät, aber immer mit Verzugszinsen. Momentan habe ich eine Rechnung, welche mehr als 60 Tage im Verzug ist, mal schauen wie das weitergeht und ob das Regressrecht etwas bringen wird.

Meiner Meinung nach wird der Trend zu weniger Buyback Krediten anhalten. Auch das Zinsniveau wird wohl eher sinken. Viventor bietet zur Zeit viele mit buyback besicherte Kredite an, hier gehts zu meinem Bericht.

Hier seht ihr noch meinen aktuellen Stand bei Mintos:

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