Crowdestate: Update nach mehr als einem Jahr

Nach etwas mehr als einem Jahr des Investierens mit Crowdestate, kann ich nun ein Update geben, da mein erstes Investment (vorzeitig) zurückgezahlt wurde. Gestern erhielt ich die entsprechende Meldung, dass mein Projekt früher zurückgezahlt wird, die Verkäufe der Appartements waren wohl besser als antizipiert. Auf meinen 100 Euro (= Mindestinvestment) habe ich 17.04 Euro Zinsen erhalten, das entspricht einer XIRR von 15.22%. Ich bin vollends zufrieden mit diesem Projekt. Von der Gestaltung der Projektunterlagen bis zu den regelmässigen Updates war alles bestens. Ich hoffe nun, dass meine weiteren Investments einen ähnlichen Verlauf nehmen 😉 Die kommenden Wochen und Monate werden es zeigen. Hier könnt ihr meinen ersten Artikel zu Crowdestate lesen, meine Erwartungen wurden erfüllt.

Wer kann investieren?

Die Investitionen sind nicht auf EU Bürger beschränkt, sondern es kann aus der ganzen Welt aus investiert werden. Das Geld muss einfach per Überweisung auf das Estnische Konto von Crowdestate überwiesen, geht das nicht per Banküberweisung, schlage ich Transferwise oder Currencyfair (gibt noch 40 Euro Bonus bis zum 1.4, falls mindestens 1’000.- EUR transferiert werden) vor. Einzige Einschränkung: man muss mindestens 18 Jahre alt sein, respektive volljährig in seinem Wohnland.

Neu mit Autoinvest – ist auch nötig

Als ich begonnen hatte zu investieren, war der AI noch kein Thema. Man hatte zuerst 24 Stunden Zeit sich das Projekt anzusehen und dann einen beschränkten Betrag zu investieren. Nach weiteren 24 Stunden wurden die Schranken aufgehoben und man konnte so viel investieren wie man wollte (bis zum maximalen Projektbetrag natürlich).

Die letzten Projekte waren innert Minuten ausverkauft so wie ich das sehe. Das muss also über den Autoinvest gelaufen sein. Man kann diesen grob oder fein einstellen. Grob: Projektart, Zinssatz und Laufzeit. Bei den Feineinstellungen kann man viele Ebenen tiefer gehen und verschiedene Finanzierungs- und Besicherungsformen ein- oder ausschliessen. Das ganze ist meines Erachtens selbsterklärend. Ich werde wohl meinen AI einfach auf der obersten Stufe (Projektart, Zinssatz und Laufzeit einstellen).

Gemäss der Plattform sollten wir in den nächsten Wochen ein viel höheres Angebot an neuen Projekten sehen, als das in der Vergangenheit der Fall war (das Angebot hat gefühlt schon in den letzten Wochen zugenommen).

Fazit

Mir gefällt die Plattform wirklich gut, auch wenn die Risiken nicht zu unterschätzen sind (sieht man auch an den Zinsen). Bei Bauprojekten und/oder Finanzierungen kann immer mal etwas passieren. Aufgrund der verfügbaren Projektunterlagen bin ich aber der Ansicht, dass diese sauber geprüft werden und gibt mir Vertrauen. Ihr könnt euch die alten Projekte in eurem Account anschauen um euch selbst ein Bild zu machen. Schlussendlich seid ihr bei den meisten Projekten von Crowdestate eher Aktionär als Gläubiger, also im Problemfall schlechter gestellt. Das sollte euch einfach bewusst sein. Hier geht es zu Crowdestate.

Fragen einfach posten oder das Kontaktformular benutzen.

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Ein Zwischenfazit nach einem halben Jahr Housers

Nach bald einem halben Jahr mit Housers ist es an der Zeit mal ein Zwischenfazit zu ziehen. In meinem Investitionszeitraum hat sich einiges getan bei der Plattform. Man hat beispielsweise die ersten Projekte in Portugal finanziert bekommen, neue Städte in Italien erschlossen und nebenbei ein Hotel finanziert. Zudem wurde das Dashboard überarbeitet und man findet jetzt Daten und Übersichten zu allen Investments. Ich kriege detaillierte Einnahmenübersichten, Aufsplittung der Einnahmen und noch vieles mehr. Auch zeigt mir der Diversifikationsindex (siehe Bild), dass ich nur mittelmässig diversifiziert bin (66 von 100 Punkten).Housers Portfolio Shame on me 😉 Nur muss man dazu sagen, dass es relativ schwierig ist sich zu verbessern, denn einige Parameter sind von Natur aus limitiert (Art des Investments/Geographische Verteilung etc). Es gibt halt nicht mehr Optionen als in Vermietungsobjekte (BTL), Verkaufsobjekte (BTS) oder Entwicklungsprojekte (development loans) zu investieren. Von daher sehe ich mich also doch recht gut aufgestellt ;). Ich nehme an die Spinnennetzgraphik ist ihrer Zeit schon etwas voraus und wir werden noch neue Möglichkeiten sehen. Bei all den Daten sehe ich aber keine Renditezahl und das bringt mich auch schon zu meinem nächsten Punkt.

Daten, und noch mehr Daten

Die Fülle der Daten ist enorm, nur handelt es sich dort meistens um Schätzungen. Das alleine ist mir ja noch egal, nur ist es relativ mühsam nachzuvollziehen ob die Projekte wirklich so rentieren, wie sie sollten. Es geht schon zum Beispiel über die Transaktionsliste, welche man auch exportieren und in Excel weiterbearbeiten kann. Ich muss aber auch dazu sagen, dass mein Anlagehorizont noch zu kurz ist mit 6 Monaten, denn die Verkaufsprojekte haben eine Zeitdauer von 12 Monaten vorgesehen, das heisst noch keines dieser Objekte wurde verkauft. Man kann übrigens die Fortschritte auf Projektebene sehen, es gibt detaillierte Bilder dazu. Einige meiner Verkaufsprojekte sind jetzt aus der Renovationsphase raus und werden aktiv im Markt angeboten. Mal sehen wann das erste verkauft wird, und ob die erwartete Rendite erzielt werden kann. Bei den Entwicklungsprojekten ist es einfach, da haben wir einen fixen Zinssatz, und der wird pünktlich gezahlt (Abzug von 1/10 als Kommission für die Plattform). Auch die Vermietungsprojekte zahlen pünktlich ihre «Miete», da habe ich mich aber gefragt, woher denn das Geld kommt, denn die Immobilien sind erst gerade fertig renoviert worden und erst zur Vermietung ausgeschrieben. Das Geld kommt scheinbar aus dem Finanzierungsbetrag des Projekts, also haben die Investoren die Miete des ersten Jahres quasi bevorschusst. Das System nennt sich «instant yield» und die Mieteinahmen/Zinsen für das erste Jahr sind garantiert. Der Support hat mir jedoch noch nicht meine Frage beantwortet, in welcher Position des Business/Finanzplans das ersichtlich ist. Ich habe jetzt schon 4 Mal gemailt und noch keine befriedigende Antwort erhalten. Schlussendlich spielt es nicht so eine grosse Rolle, interessant wird es später, sobald die Immobilien vermietet sind. Dann sehen wir ob die Einnahmen steigen oder sinken, also können wir dann prüfen ob die Schätzungen einigermassen zutreffend waren seitens Housers.

Steigende Zinsen und Immobilienpreise

Aus aktuellem Anlass, da die Börsen verlieren, weil die Zinsen steigen, habe ich mir mal die Hauspreisentwicklung in Deutschland angesehen und der Renditeentwicklung von 10jährigen deutschen Staatsanleihen gegenübergestellt (siehe Bild unten). Es ging mir um den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Zinsen und Immobilienpreisen.

Hedonische Immobilienpreise Renditen Staatsanleihen
Entwicklung hedonischer Hauspreisindex Deutschland versus Renditeentwicklung Bundesanleihen

Man liest eigentlich immer davon, dass niedrigere Zinsen mit höheren Immobilienpreisen einhergehen. Gemäss der Graphik (und den gewählten Instrumenten) kann man den Zusammenhang so ab 2011 schön beobachten. Während die blaue Linie (Häuserpreise, linke Skala) anzieht, gehen die Renditen (=Zinsen, rote Linie, rechte Skala) kontinuierlich nach unten. Es sieht also so aus als wenn die Zinsen unter 2% fallen, die Immobilienpreise stark anziehen. Das würde insofern Sinn ergeben, als viele Leute mehr Rendite als die ominösen 2% haben wollen, aber das ist alles Spekulation.

Auf was will ich hinaus?

Wenn wir davon ausgehen, dass die Zinsen steigen und so das Interesse an Immobilien abnimmt, drückt das automatisch die Preise. Das wäre dann besonders für meine Verkaufsprojekte bei Housers nicht so ideal, da die erwarteten Verkaufspreise wohl nicht realisiert werden könnten. Auch auf die Vermietungsobjekte hätte das einen negativen Einfluss, tiefere Mieten müssten wohl akzeptiert werden. Aber soweit sind wir ja noch nicht. Man sollte sich dessen einfach bewusst sein. Ich glaube auch nicht, dass die Zinsen massiv steigen werden in den nächsten 1 bis 2 Jahren. Aber was weiss ich schon 😉
Fazit
Ich bin zufrieden wie es bei Housers läuft. Ob das so bleibt hängt stark davon ab wie gut die Verkaufserlöse werden. In wenigen Monaten werde ich mehr wissen. Neukunden kriegen übrigens EUR 25 Bonus, wenn ihr diesen Link nutzt und mindestens 50 Euro investiert. Die 25 Euro müssen jedoch investiert werden, damit diese euch gehören. Da das Mindestinvestment bei 50 Euro liegt, solltet ihr mindestens 75 Euro einzahlen. So könnt ihr in zwei Projekte investieren.
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Investly – Im Januar auf Seedrs

Investly war für mich als Investor eine meiner Lieblingsplattformen, bis ich vor etwa einem Jahr ausgestiegen bin. Es herrschte zu viel Investorennachfrage und es gab zu wenig Rechnungen zum investieren, was die Renditen auf meistens 8 Prozent (in EUR) gedrückt hat. Die Situation hat sich nicht wirklich gebessert und so habe ich nur noch meine Rückflüsse aus Krediten dort investiert. Als Investor ist die Plattform nach wie vor nichts mehr für mich, aber als Aktionär finde ich die Plattform sehr spannend, daher freut es mich, dass Investly voraussichtlich im Januar auf Seedrs eine Finanzierungsrunde starten wird. Ich empfehle euch schon heute einen Seedrs Account zu erstellen, falls ihr mitmachen wollt. Denn die Identitätsprüfung kann einige Tage dauern, so seid ihr sicher, dass ihr gleich mitbieten könnt. Hier geht es zur Registrierung bei Seedrs.

Was ist eigentlich Investly?

Investly ist eine estnische p2p Plattform, welche eine Plattform für KMU’s bereitstellt, die gerne ihre Debitorenforderungen (Rechnungen) Investoren zum Kauf anbieten wollen um früher an die Liquidität zu kommen. Vergleichbar ist die Plattform mit zum Beispiel Advanon.

Begonnen hatte Investly mit der Kreditvergabe an KMU’s, und hat dann jedoch bald gemerkt, dass es eine grössere Nachfrage nach dem Factoring (Rechnungsfinanzierung) gibt. Bald hatte man dann bereits zwei Produkte im Angebot. Das Kreditgeschäft harzte jedoch und bald beschloss man sich auf die Rechnungsfinanzierung zu konzentrieren. Seit diesem Zeitpunkt wächst die Plattform monatlich. Ein weiterer Schritt war dann die Rechnungsfinanzierung auch in Grossbritannien anzubieten. Dort sind die Wachstumsraten (noch) nicht so beeindruckend wie in Estland, aber es sind stetige Fortschritte erkennbar. Ich finde gerade der UK Markt hat sicherlich noch viel Potential und wird Investly ein schönes Wachstum bescheren.

Die Eckdaten

Viel ist noch nicht bekannt, aber einige Eckwerte kann ich euch nennen. Man will mindestens GBP 500k bis maximal 2.5 Mio einnehmen mit dieser Finanzierungsrunde. Man wird mit einer Bewertung von GBP 6.67 Mio an den Start gehen, was doch eine stolze Bewertung darstellt aus meiner Sicht. Ich muss hier aber sagen, dass ich noch keine Kenntnisse von den Financials habe und meine Einschätzung auf den Statistiken von Investly basiert, welche jeweils monatlich verschickt wurden. Wie gesagt, das Startdatum der Finanzierungsrunde ist für Januar geplant. Das ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, denn hier ist viel juristische und formalistische Vorarbeit notwendig, und das kann sich schnell einmal etwas verzögern.

Fazit

Ich werde hier wohl mitmachen, da ich die Plattform mag (auch wenn nicht als Investor momentan). Die Bewertung erscheint mir wie gesagt eher sportlich und ich muss mir nochmals Gedanken machen, wie hoch mein Einsatz sein wird. Schaut euch mal Investly an, falls ihr die Plattform noch nicht kennt.

Seedrs – Wie mich elektronische Bügeleisen auf dem falschen Fuss erwischten

Dieses Jahr hatte ich ja begonnen bei Seedrs zu investieren, respektive Aktien von Start ups zu kaufen. Ich fand die Idee spannend mit kleinen Beträgen in einem Bereich mitmischen zu können, welcher sonst nur Grossinvestoren (Institutionelle, Venture Capitalists etc) vorbehalten ist. Das ist grundsätzlich gut so, denn hier besteht eine grosse Chance, dass die Firma pleite geht. Seedrs selbst schätzt, dass nur etwa 10 Prozent der gelisteten Firmen wirklich überleben werden. Ich selber wollte eigentlich nur in p2p Plattformen investieren, da ich mir dort am ehesten zutraue das Geschäftsmodel zu verstehen. Aber natürlich habe ich viele andere interessante Ideen gesehen, was mich zum heutigen Thema bringt:

The Funky Iron Company

Ich bin ja grundsätzlich ein rationaler Mensch, aber trotzdem lasse ich mich immer wieder zu impulsiven Handlungen hinreissen (und kaufe dann etwas, was ich lustig finde, im Wissen, dass ich es eigentlich nicht brauche und es eigentlich Müll ist. Aber in diesem Moment ist es einfach nur geil ;)). So geschehen als ich diesen Frühling den Sales pitch von den funky elektronischen Bügeleisen gesehen habe. Ich dachte nur, wow wieder etwas, was die Welt nicht braucht und habe das ganze als Witz abgetan. Dennoch musste ich natürlich dabei sein, und habe mich mit dem Minimum beteiligt (GBP 12 ergaben 3 Aktien, zu GBP 4 Einstand). Eigentlich hatte ich nicht erwartet, dass dieses Projekt komplett finanziert wird, aber es fanden sich scheinbar einige Grossinvestoren. An sich machte das Projekt eine gute Falle, die Gründer gaben detaillreich Auskunft und schienen einen Plan zu haben. Ich dachte mir, wenigstens krieg ich für mein Geld etwas Unterhaltung.

Ich habe vielmehr gekriegt als erwartet

Ihr seht, bis jetzt habe ich das Projekt als Witz abgetan. Ich konnte und kann mir immernoch nicht vorstellen, dass es eine Nachfrage gibt nach speziellen gestylten Bügeleisen. Lassen wir das aber beiseite, denn die Gründer haben Wort gehalten und monatliche Updates geposted und sind auf Fragen der Investoren eingegangen. Die Termine wurde gehalten, oder man wurde über Verzögerungen informiert. Da habe ich begriffen, die meinen das wirklich ernst. Die Qualität und die Quantität der Informationen habe ich noch selten bei solchen Projekten gesehen. Man fühlte sich wirklich als Aktionär der Firma, an den die Geschäftsleitung rapportiert. Das ist bei anderen Projekten deutlich schlechter. Es ist dann im November eine Folgerunde auf Seedrs gestartet worden, und die war sehr schnell finanziert und die Bügeleisen konnten sogar noch ins Overfunding (das ist wenn mehr als 100% finanziert sind, und die Gründer aber noch mehr Aktien platzieren wollen, was eigentlich immer der Fall ist) gehen. Wiederum hatte es Grossinvestoren mit Interesse.

Beinahe 100 Prozent Rendite

Die Aktien der Folgerunde wurden zum Preis von GBP 7.81 angeboten, was einen Wertzuwachs von 95.25 Prozent in etwa sieben Monaten entspricht. Hätte ich das gewusst…. aber eben, im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich könnte meinen Gewinn via dem Zweitmarkt bei Seedrs realisieren, mache ich aber nicht (bei hohen Ausfallquoten braucht es auch hohe Gewinne) . Es interessiert mich wirklich, wie das weitergeht. Ob die Firma jemals Geld verdienen wird, steht noch in den Sternen. Man konnte jedoch einige Kunden gewinnen und ist zuversichtlich für die Zukunft. Ich bin gespannt.

Fazit

Manchmal macht man einen Glücksgriff mit etwas, an das man nicht geglaubt hat. Ich finde die Story einfach witzig und hat mir gezeigt, dass ich von meinen Ideen nicht unbedingt auf andere schliessen sollte. Aber wie gesagt, es kann immernoch gut sein, dass hier ein Totalverlust aus meinem Investment entsteht. Dieser Case zeigt auch, dass man nicht überall dabei sein kann und ab und zu trotzdem über den Tellerrand schauen sollte….Und gerade hat es wieder so ein Projekt wo ich dachte, das geht sowieso schieff… mehr dazu in einigen Monaten, wenn sich da mehr rauskristallisiert.
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Brickowner (equity crowdfunding) & Interview mit dem CEO

„Offenlegung: Die Plattform Brickowner sucht momentan Kapital, welches durch die Ausgabe neuer Aktien beschafft werden soll. Dazu hat die Plattform ein Projekt auf seedrs gestartet. Ich habe mich daran beteiltigt und bin somit Kleinaktionär und halte 0.025% des Aktienkapitals. Ich werde meine Meinung zu Brickowner immer ehrlich kundtun, ich möchte diese Information einfach aus Gründen der Transparenz mit euch teilen.“

Gerne stelle ich euch Brickowner kurz vor. Wer grosses Interesse daran hat, kann hier auch mein Interview mit dem CEO Fred Bristol in englischer Sprache nachlesen.

Brickowner wurde im Sommer 2015 gegründet und hat Ende 2016 das erste Projekt auf seiner Plattform finanziert. Aktuell steht ein zweites für die Investition zur Verfügung.

Was macht Brickowner?

Brick bedeutet auf Deutsch übersetzt Ziegelstein. Und owner ist mit dem Besitzer gleichzustellen. Der Ausdruck Brickowner kommt aus England, da dort viele Häuser aus Ziegelsteinen erstellt wurden. Wir befinden uns also im Bereich des Equity Crowdfundings von Immobilien. Mit Property Moose und Property Partner habe ich euch schon Zwei solcher Plattformen vorgestellt. Warum jetzt noch eine dritte? Brickowner unterscheidet sich etwas von den vorher genannten.

Brickowner kauft nicht selbst Immobilien im Namen von den Investoren und lässt diese bewirtschaften. Via die Plattform können sich Kleinanleger zusammentun und mit einem Minimum Investment von GBP 100 in institutionelle Immobilienprojekte investieren. Für diese Art der Anlage wäre ansonsten ein minimales Investment von 50 bis 250 Tausend Pfund notwendig, was die meisten Anleger ja nicht stemmen können. Genau das ist der entscheidende Vorteil, den Brickowner hat. Es werden nur sehr gute Projekte zugelassen, welche sonst den institutionellen Investoren vorbehalten sind. Und wie es halt so ist im Leben, wer über viel Geld verfügt, dem fällt es leichter noch mehr Geld zu verdienen. Genau das trifft eben meistens auch auf die institutionellen Investoren zu: sie kriegen bessere Projekte vorgesetzt und das noch zu attraktiven Preisen.

Fazit

Schaut euch die Plattform doch näher an, solltet ihr Interesse haben. Auch im Interview erfahrt ihr mehr über Brickowner. Ich finde den Ansatz sehr interessant und werde auch bei einigen Projekten mitbieten. Für Neuinvestoren bietet Brickowner eine Prämie von 50 Pfund an, wenn ihr mindestens 1’000 Pfund investiert (click auf den Link). Für Überweisungen zu Brickowner empfehle ich Currencyfair (30 Euro Bonus für Neukunden) oder Transferwise.

 

Grupeer – eine neue p2p Plattform (mit Buyback)

Wiedermal habe ich eine beinahe brandneue Plattform für euch: Grupeer. Die Plattform hat ihren Sitz in Riga, Lettland. Vom Design und der Funktionalität her erinnert die Plattform etwas an Mintos und Viventor (vor dem Update). Bei den Krediten befinden wir uns aber in einem leicht anderen Terrain, denn hier werden Geschäftskredite (mit buyback) vermittelt (aber auch hier ist die Finanzkraft der Kreditvermittler ausschlaggebend). Die Zinsen sind momentan bei attraktiven 13 bis 14 Prozent und Laufzeiten von wenigen Monaten.

Die Plattform bietet ab dem 1. März auch einen Zweitmarkt an. Viel interessanter finde ich jedoch, dass bald Immobilienprojekte aufgeschaltet werden. Investoren können dann Aktienanteile (shares) daran erwerben, und so an den Mieterträgen partizipieren. Momentan gibt es ein Immobilienprojekt (mit Buyback), dort ist man nicht Eigentümer, sondern Darlehensgeber. Auch diese Möglichkeit wird es in Zukunft vermehrt geben. Grupeer ist also eine Mischung aus p2p und equity crowdfunding.

Wie funktioniert der Buyback?

Der Buyback greift 60 Tage nachdem eine Zahlung ausgeblieben ist. Zurückerstattet wird der Kreditbetrag plus die aufgelaufenen Zinsen.

Weitere Infos

Ich habe euch unten noch einen Screenshot vom Primärmarkt eingefügt (Mindestanlage 10 Euro). Ihr seht dort den Kreditvermittler und könnt in die Details gehen. Dort seht ihr auch den Buyback.

Es gibt auch die Möglichkeit die Plattform auf deutsch einzustellen. Davon rate ich aber ab, denn die Übersetzungen sind wohl nur mit google translate gemacht und etwas verwirrlich 😉 So wird in der deutschen Version lettisch mit lateinisch übersetzt…. Ich habe das schon gemeldet.

Einen Autoinvest gibt es noch nicht, ist aber in Planung.

Fazit

Die Plattform geht im p2p Bereich einen bekannten Weg, was in Ordnung ist. Wer bei Mintos, Viventor oder so anlegt, ist bald mit der Plattform vertraut. Was die Zukunft mit dem Equity Crowdfunding bringt, weiss ich auch nicht. Ich finde die Idee jedoch spannend und freue mich darauf. Schlussendlich darf man aber bei aller Vorfreude nicht vergessen, dass Grupeer eine taufische Plattform ist, und wir die Risiken nicht abschätzen können. Meine ersten Investments werde ich wohl bis zum Wochenende gemacht haben, und kann dann weiter berichten. Ich werde dann auch noch mehr Infos parat haben.

 

 

 

Seedrs – In start ups investieren (equity crowdfunding)

Heute geht es mal in den Bereich crowdinvesting und hierzu möchte ich euch Seedrs vorstellen. Auf Seedrs können Start up’s einen Teil ihres Aktienkapitals neuen Investoren zur Verfügung stellen und sich mit diesem Geld weiterentwickeln. Der Name Seedrs ist abgeleitet aus seed, was eine frühe Phase in der Unternehmengsgründung darstellt. Der Rest des Namens drs, steht für Leute, welche das Geld zur Verfügung stellen, das sind dann die Seed(e)rs.

Grundsätzlich kann man Seedrs mit Property Partner und Property Moose vergleichen, wobei die letzteren nur im Immobilien Bereich tätig sind. Vom Prinzip her funktioniert es aber gleich: Anleger tun sich zusammen und erwerben Eigenkapital an einer Firma oder im Fall von PP und PM an einer Immobilie. Bei Seedrs gibt es auch den Fall, dass ein Kredit in Form einer Wandelanleihe (Convertible) aufgenommen wird, welche später zu vordefinierten Bedingungen in Aktien umgewandelt werden kann.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass man bei Seedrs einen Anteil am Aktienkapital einer noch sehr jungen Firma erwirbt. Das Ziel und die Hoffnung ist natürlich, dass sich die Firma sehr gut entwickelt und vielleicht einmal an einer Börse kotiert wird (IPO). So würde man eine sehr hohe Rendite erwirtschaften. Die Realität sieht aber so aus, dass es nur die wenigsten Firmen bis in dieses Stadium schaffen. Viele Firmen werden auf diesem Weg scheitern. Ihr seht also, euer Geld it hier hohen Risiken ausgesetzt. Aber wie immer, je höher das Risiko, desto höher die Renditeaussichten. In der untenstehenden Grafik sehr ihr schön die Stadien, welche eine neue Unternehmung im Normalfall durchläuft (nur zu Anschaungszwecken):

Quelle: Wikipedia

Wir befinden uns hier in der Seed Phase, welche auch das Tal des Todes (valley of death) genannt wird, da in diesem Abschnitt viele Firmen pleite gehen. Ihr seht auch, dass es bis zum Börsengang noch lange dauert. Daher hier bitte nur Geld investieren, welches ihr die nächsten 10 Jahre wirklich nicht braucht, denn ihr kommt unter Umständen nicht dran. Jetzt geht’s aber los mit einem Fallbeispiel.

Eine aktuelle Kampagne: Welendus

Hierzu stelle ich euch Welendus vor. Welendus ist seit einigen Tagen bei Seedrs auf der Suche nach Investoren. Ich nehme Welendus als Beispiel, weil dies eine Möglichkeit darstellt, um in eine neue p2p Plattform zu investieren. Ihr könnt also Miteigentümer einer p2p Plattform werden, was ich für einen sehr netten Gedanken halte. Hier seht ihr einen Überblick:

Gesucht wird ein Investment von Total 300k GBP, wofür die Investoren rund 8% des Eigenkapitals erwerben können. Dies bringt uns zu einer Bewertung von Welendus von nahe zu 3.5 Millionen Pfund. Eine stolze Summe für ein Unternehmen, welchs noch keinen einzigen Kredit vermittelt hat. Aber so ist es einfach bei der Investition in Start up’s.: Geld investieren und abwarten.

Oben seht ihr die Übersicht der Welendus Kampagne. Ein Intro Video vom Gründer und eine Einleitung. Weiter gibt es noch eine Diskussionsplattform über welche sich die Investoren mit den Gründern austauschen können. Präsentationen und Finanzinfos gibt es nur auf Anfrage. Ich habe aber noch keine Kampagne gesehen, welche mir den Zugang dazu verweigert hätte. Schlussendlich wollen die Firmen finanziert werden. All diese Informationen könnt ich für eure Entscheidungsfindung nutzen. Falls das alles nicht reicht, kann man auch ein Telefongespräch mit den Gründern anfordern. Diese werden sich gerne dazu bereit erklären (in den meisten Fällen).

Fazit

Ich finde die Idee sehr spannend bei Start up’s mitzumischen. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass viele dieser Firmen bankrott gehen werden und man seine Einlage verliert. Alle Firmen meinen die Welt neu erfinden zu können, aber nur den wenigsten gelingt das. Schafft es eine Firma dennoch allen Widrigkeiten zum Trotz, dann klingelt’s in der Kasse (und bei euch, falls ihr investiert seid ;)). Hier geht’s zur Anmeldung bei Seedrs.  Mit einen Minimuminvest von 10 bis 20 Pfund pro Projekt kann jeder mitmachen. Bezahlt wird per Kreditkarte oder mit dem gefüllten Seedrs Account. Guthaben kann mit Currencyfair überwiesen werden.