Wisefund – eine weitere neue Plattform (mit Zinsen von bis zu 21 Prozent)

Und weiter geht es mit einer neuen Plattform, welche in Estland domiziliert ist (das Team sitzt jedoch in Lettland). Auf den ersten Blick sieht Wisefund aus wie Envestio oder Monethera (und auch das Cashback Programm ist gleich wie bei Envestio 😉 mehr dazu am Ende des Posts).

Auf den Zweiten gibt es jedoch einen gewaltigen Unterschied: während Envestio und Monethera die Kredit- und Risikoanalysen in house machen, lässt Wisefund dies von einer Firma namens Nord Capital Markets durchführen. Finde ich gut, dass man sich Experten know-how einkauft und nicht alles selber machen will. Leider finde ich nicht allzuviel über die Nord Capital Markets. Ich nehme an es handelt sich dabei um diese. Sollte zutreffen, da diese Firma seit 2009 operativ ist, scheint jedoch in der Hand von einer Person zu sein. Über die Expertise in der Kreditanalyse finde ich nichts. Wenn ich mir die Homepage anschaue, dann sieht das für mich eher nach einer Firma für Tradingstrategien aus. Es ist einfach schade, dass man die gemachten Aussagen auf der Homepage nicht nachvollziehen kann.

Registrierung und Einzahlung

Registrieren können sich aktuell volljährige Personen, welche im EU-Raum (+ Schweiz) wohnen und/oder ein Bankkonto in dieser Region besitzen. Die Erstellung eines Accounts ist einfach, man benötigt nachdem man die Emailadresse bestätigt hat ein Ausweisdokument, welches hochzuladen ist. Zudem wird noch ein Selfie zusammen mit dem Ausweisdokument verlangt (das ist immer meine grösste Schwierigkeit dies einigermassen akzeptabel zu fotografieren 😉 ). Nachdem die Unterlagen hochgeladen wurden, dauert es maximal 2 Arbeitstage bis die Identität bestätigt ist. Erst danach ist es möglich eine Einzahlung vorzunehmen. Bei den Einzahlungsdaten habe ich nicht schlecht gestaunt, das Konto von Wisefund ist bei der grössten Ungarischen Bank OTP (Wikipedia zu OTP), und man überweist nach Ungarn (IBAN beginnt mit HU für Ungarn). Das finde ich jetzt doch eine etwas spezielle Konstellation und ich werde dem auf den Grund gehen.

Projekte

Aktuell sind 3 Projekte gelisted, wovon eines scheinbar gerade vollständig finanziert wurde. Zinsen sind in der Bandbreite von 17.3 bis 19.7 Prozent angesiedelt, bei Laufzeiten von 4 bis 8 Monaten. Das Eisenbahnprojekt stammt aus der Schweiz, und so weit ich das sehe ist die Schuldnerfirma aktiv. Aber viel mehr kann ich da auch nicht in Erfahrung bringen. Ich versuche mal via Wisefund mit denen in Kontakt zu treten.

Aktuelle Projektpalette bei Wisefund

Mindestanlage und Buyback

Gemäss den FAQ von Wisefund beträgt die Mindestanlage 10 Euro pro Projekt und man kann höchstens 10 Prozent eines Projekts finanzieren. Auch gemäss FAQ werden Kredite, welche mehr als 60 Tage überfällig sind zurückgekauft. Hier verstehe ich das so, als dass nur das Kapital erstattet wird, keine aufgelaufenen Zinsen. Werde das noch nachfragen ob dem wirklich so ist.

Fazit und Cashback

Ihr seht, es sind noch einige Fragen offen, aber das ist normal bei neuen Plattformen. Der erste Eindruck ist sicher besser als bei Monethera, aber das war auch nicht so schwer 😉 Ich hoffe, dass ich bald die offenen Fragen klären kann und werde berichten. Falls ihr euch registrieren wollt, kriegt ihr mit diesem Link 0.5% Cashback für die ersten 270 Tage sowie 5 Euro Startbonus. Lasst euch gesagt sein, die Plattform ist taufrisch, das ist hochrisiko. Seid euch dem einfach bewusst, es gibt keine 20 Prozent Zinsen ohne erhebliches Risiko.

Envestio – die Ruhe vor dem Sturm?

Gelegentliche Leser dieses Blogs wissen, dass ich werder mit Kritik noch Skepsis bei Envestio spare. Seit meinem letzten Post sind einige Wochen vergangen und das letzte Envestio Projekt kam Ende Mai und seither herrscht Funkstille. Zuerst dachte ich, dass es an der Sommerflaute liegen könnte, aber dafür ist es eigentlich noch etwas zu früh. Zudem findet man den CEO, Anton Kaletin, nicht mehr auf der Envestio Seite. Zudem höre ich immer wieder Gerüchte über eine angeblich fehlende VAT (MwSt) Nummmer. Das alles gepaart mit der Stille, macht doch etwas nachdenklich. Auf die Frage an Envestio, warum es keine neuen Projekte gibt, bekommt man folgende Antwort: “ At the moment there is a delay as we look forward to introducing a very big partner, with whom we plan to have a lot of common projects together, as the company will refer borrowers to us for mutual financing. At the moment the legal team is finalizing the agreement, and we hope to present the new partnership this week (or early July the latest). Once we do, we expect to increase the loan availability on the platform quite substantially (we have more than 10 000 000 EUR worth of projects pre-approved with them). Stay tuned.

Ok, man hat also andere Aktivitäten auf Eis gelegt, um den grossen Business Partner auf die Plattform zu bringen. Irgendwie verständlich, aber warum informiert man die Investoren nicht darüber? Es müssen ja keine Details genannt werden, aber einfach so mehrere Wochen nichts publizieren, finde ich nicht den richtigen Weg. Egal, wäre also das Rätsel wegen der ausbleibenden Kredite gelöst. Hoffen wir, dass wir die 10 Millionen Euro bald sehen 😉 Die anderen Fragezeichen bleiben jedoch bestehen.

Ich frage mich auch, welche Zinssätze da kommen werden. Der Vermittler möchte ja sicher auch ein Stück vom Kuchen haben. Ich habe etwas Geld abgezogen und dieses auch erhalten. Die Plattform ist also weiterhin operativ. Fast vergessen: Die Bankverbindung wurde (wieder) geändert. Die Zusammenarbeit mit der Meridian Trade Bank scheinbar beendet. Wobei ich eigentlich gedacht hätte, dass der Kontowechsel im Zusammenhang mit möglichen Geschäften mit dieser Bank stehen könnte. Hat sich wohl nicht materialisiert

Zum Schluss

Meine Skepsis kann ich leider nicht ablegen (auch wenn zwei Envestio Mitarbeiterinnen auf der P2P Conference in Riga waren, das werte ich sehr positiv übrigens), für mich ist das immer noch zu undurchsichtig. Ich bleibe mal dabei und beobachte weiter. Bin gespannt auf den neuen Business Partner. Für Neuinvestoren gibt es 5 Euro Startbonus plus 0.5% Cashback auf die Investitionen der ersten 270 Tage, wenn ihr euch mit diesem Link registriert. Falls ihr bei Envestio starten wollt, würde ich das nur mit einem geringen Betrag tun.

Monethera – eine Einführung (max 22% Zinsen)

Ende letzter Woche wurde ich auf Monethera aufmerksam und habe ein Konto eröffnet, auch wenn mir anfangs die Haare (die ich noch habe) zu Berge gestanden haben. Die Webseite scheint noch nicht ganz fertig zu sein, aber was wirklich störend war, dass die Texte nahezu 1:1 von Envestio kopiert schienen. Auch die erwähnten Mitarbeiter konnte ich online nicht wirklich ausfindig machen. Eine Management Struktur ist nicht vorhanden. Daher hatte ich einige Fragen an Monethera geschickt, welche ausführlich und professionell beantwortet wurden. Ich werde nachfolgend die einzelnen Themen abhandeln, aber zuerst auf die Registrierung eingehen.

Registrierung

Die Plattform steht eigentlich jedem Anleger über 18 Jahre zur Verfügung, ausser man wohnt in den USA, China oder den baltischen Staaten. Ich höre eure Fragezeichen bezüglich der baltischen Staaten. Das Bedarf weiterer Klärung, ich warte eine weitere Antwort ab und editiere hier, so bald ich diese habe. Bevor man Geld auf die Plattform schicken kann, muss man einen Personalausweis oder Identitätskarte hochladen, sowie eine Utility Bill (Stromrechnung oder so) oder einen Auszug vom Bankkonto. Bei mir ging die Verifizierung innerhalb einiger Stunden durch. Da die Plattform jetzt so langsam auf Blogs bekanntgemacht wird, könnte es etwas länger dauern.

Envestio Klon?

Das war mein erster Gedanke, als ich den Content der Seite gelesen hatte. Monethera erklärt das damit, dass sie jemanden engagiert haben die Texte zu Schreiben und dieser jemand hat scheinbar copy / paste betrieben und sich so schnell etwas Geld verdient ohne grossen Aufwand. Die Texte seien überprüft worden, aber verständlicherweise nicht mit anderen Plattformen abgeglichen worden. Verstehe, ärgerlicher Start. Auf jeden Fall werden die Texte überarbeitet. Es bestehen keine Verbindungen zu anderen Plattformen.

Management

Ich habe nach den Verantwortlichen gefragt, da ich im Handelsregister Estlands einen Andrei Bogdanov gefunden habe, welcher auf der Webseite nicht aufgeführt wird. Mir wurde dann mitgeteilt, dass Herr Bogdanov sowie Andris Taubris die beiden Unternehmer sind, welchen die Firma gehört. Letzterer ist auch der CEO, auch wenn das so noch nicht auf der Webseite ersichtlich ist. Auf jeden Fall habe ich Lebensläufe der Mitarbeiter erhalten. Bis Ende dieser Woche sollten auch diese auf der Webseite aufgeschaltet sein. Man bemüht sich hier etwas mehr Transparenz reinzubringen. Seien wir gespannt.

Registriert in Estland, Büro in Lettland

Registriert ist Monethera in Estland, hat seine Büros jedoch in Riga, Lettland. Das mutet erstmal etwas komisch an, ich gebe aber zu Bedenken, dass dies bei vielen weiteren p2p Plattformen genau gleich ist (Grupeer in Irland, Büros in Lettland. Iuvo Estland/Bulgarien. Robocash Kroatien/Russland etc). Das ist für mich kein Stressfaktor. Die Mindesteinlage beträgt 100 Euro.

Projekte

Aktuell sind 3 Projekte online mit Laufzeiten von 6 bis 12 Monaten und Zinsen von 18.2 bis 18.9 Prozent. Sieht sehr attraktiv aus. Das Projekt River Paradize wird teilweise via die Plattform finanziert, da der Schuldner nicht den vollständig notwendigen Kredit bei einer Bank finanzieren konnte (und Bankfinanzierungen aktuell sehr harzig laufen im Baltikum). Daher wird hier der Rest via p2p aufgenommen. Wir sind hier also defintiv im hochrisiko Bereich.

Eines der ersten Monethera Projekte: River Paradize

Buyback/Zinsen/Verzug

Monethera bietet einen sofortigen Buyback an, jedoch zu 5 Prozent Abschlag. Das erinnert mich doch an eine andere Plattform 😉 Zinsen werden monatlich gezahlt. Die Projekte sind endfällig. Was bei Verzug passiert, erschliesst sich mir noch nicht vollständig. Ich hoffe hier auf das Webseiten Update.

Meine Meinung zum Schluss

Die Plattform hatte wohl einen schlechten Start (Texte, Transparenz, etc). Ich hoffe die versprochenen Anpassungen kommen schnell. Ansonsten ist vielleicht das Anfangsvertrauen komplett verspielt. Das hätte man sicher besser machen können. Ich werde die Plattform nicht gleich abschreiben, rufe aber jeden der dort investiert zur Vorsicht auf. Es ist eine taufrische Plattform, die noch einige Arbeit vor sich hat. Also definitiv sehr hohes Risiko. Die Projekte scheinen attraktiv zu sein und die Rendite stimmt. Ich gehe langsam rein. Zweitmarkt und weitere Feature sind in Planung.

Ich versuche mir ein besseres Bild zu verschaffen und den CEO ans Telefon zu kriegen, so lässt sich sicherlich noch einiges klären. Auf jedenfall scheint mir die Plattform offen gegenüber Fragen zu sein. Hier geht es zu Monethera. Ihr kriegt 5 Euro Startgeld und 0.5% Cashback auf die Investitionen.

Bondster mit neuem (tagesgeldähnlichem) Kreditprodukt und getunter Autoinvest

Bondster wurde hier auf diesem Blog schon so einige Male erwähnt, und das hat auch seine Gründe: 1) Die Plattform kommt aktuell immer mit neuen Angeboten daher 2) Stehen hinter der Bondsterplattform gestandene Loan Originators und der für mich wichtigste Punkt in diesem Kontext auf die Plattform bezogen 3) Regionale Diversifikation, da die Plattform in Tschechien ansässig ist. Das heisst, dass etwaige Regulationsänderungen im Baltikum, Bondster nicht treffen werden. Stellt euch vor, im Baltikum werden die gängigen Buyback-Kredite verboten….. worst case, klar, ist nur ein Szenario, aber zeigt eben schon gut auf, warum eine regionale Diversifikation Sinn machen kann.

13% Kredite aus dem kasachischen Pfandhaus

Tezlombard bringt eine Art Pfandhauskredite auf Bondster. Die Kredite sind meistens mit Sachwerten wie Goldschmuck beleiht und das recht hoch. Die Kredite haben keine feste Laufzeit, können also theoretisch Jahre laufen und immer nur die Zinsen zahlen. Als Investor kriegt man bei solch einem Kredit ein 3 bis 4 Tagesfenster (alle 30 Tage), in welchem man, den Kredit zurückgeben kann. Dies ohne Kosten, man muss nur einfach das Zeitfenster im Griff haben, welches beim Kredit nach Investition erscheint. Sonst wartet man wieder maximal 30 Tage. Also kein „echtes“ Tagesgeldkonto wie beispielsweise bei Bondora, dafür erhält man den doppelten Zins (13% gegenüber 6.5%), ist aber weniger liquide. Vermutlich aber, geht man mit diesen Krediten auch ein höheres Risiko ein, denn Bondora ist seit mehr als 10 Jahren am Markt. Die Tezlombard Kredite rentieren wie gesagt mit 13%, sollte ein Kredit in den Buyback gehen nach 60 Tagen Überfälligkeit, wird für die Verzugsperiode auch ein Zinssatz von 13 Prozent angewendet. Das heisst also, dass diese Kredite taggenau verzinst werden, egal obs in den Buyback geht oder nicht.

Und auch der Autoinvest wurde überarbeitet

Der Autoinvest wurde um einige Einstellungen erweitert, ich fahre aber immernoch gleich weiter wie bis anhin. Aber ein sehr sehr cooles Feature finde ich die Diversification settings. Wenn ihr diese aktiviert, dann versucht der Autoinvest gleichmässig in alle aktiviverten Originatoren zu investieren. Das ist sehr nützlich. Ich lasse hier einen Test laufen, wie sich mein Portfolio in den nächsten Monaten entwickelt. Ich weiss aktuell nicht wie „stark“ diese angestrebte Verteilung beeinflusst. Was passiert zum Beispiel, wenn ein Originator keine Kredite mehr hat für eine längere Zeit? Bleibt dann sein Anteil in Cash oder wird auf die anderen gleichmässig verteilt?

Bondster Autoinvest, sehr gute neue Features

Und zum Schluss / Cashback

Bondster gefällt mir immer besser. Meine Verzugsquote ist nicht astronomisch und hält sich je nach Kreditvermittler in Grenzen, respektive ist vergleichbar mit Quoten auf anderen Plattformen. Natürlich ist mein Beobachtungszeitraum noch zu kurz für eine präzise Aussage. Aktuell bin ich mit der Plattform sehr zufrieden. Vermutlich bleibt Bondster nicht mehr lange ein Geheimtipp oder Nischenplattform 😉 Meiner Meinung nach, kann Bondster locker mit den baltischen Konkurrenten mithalten.

Für Neukunden besteht nach wie vor das 1% Cashback Angebot für die ersten drei Monate. Wenn ihr davon profitieren wollt, müsst ihr bei der Registrierung 4985 ins Feld Promocode eintragen. Hier geht es zur Registrierung. Der Cashback wird jeweils am 5. jedes Monats direkt eurem Konto gutgeschrieben. Das passiert aber erst, wenn ihr schon einen vollen Monat dabei wart.

Promocode bei Bondster für 1 Prozent Cashback während der ersten 3 Monate

Envestio – Update und Cryptomining Kredite unter der Lupe

Es ist nun etwa ein halbes Jahr her, seit meinem letzten Envestio Bericht. Wer meine letzten Berichte (hier und hier) gelesen hat, wird sich erinnern, dass ich der Plattform durchaus auch kritisch gegenüber stehe. Die Entwicklung der letzten Monate hat mich jedoch etwas positiver gestimmt. Die Zahlungen sind pünktlich gekommen, da sollte man nicht meckern. Aber eben das ist so ein Punkt, den ich weiterhin komisch finde: keine Verzögerungen (oder hattet ihr welche?). Das bringt mich einfach wieder zu dem Punkt, dass ich nicht glaube, dass jede Rückzahlung direkt vom Konto des Schuldners getilgt wird. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kunden eine Kreditlimite haben und dann auch Amortisationen durch diese gedeckt werden könnten. Bei gewissen Projekten sieht man in den Details die Kreditlimite einer Firma. Aber eben, das ist nur Spekulation meinerseits. Wichtig wäre für mich, dass wir neben den bekannten Projekten, mal einige ganz neue sehen würden. Die meisten Projekte auf der Plattform kann ich wenig beurteilen, da mir das Know-how in diesen Bereichen fehlt. Ich habe keine Ahnung wie lukrativ der Verkauf von Dosenfisch oder Holzpellets ist 😉 Daher habe ich mir mal ein Projekt ausgesucht, welches man eher überprüfen kann, oder zumindest die Plausibilität eher verifizieren kann.

Krypto Mining Projekte

Zuerst möchte ich nur kurz erläutern, was Kryptomining ist, allerdings bin ich kein Experte und meine Erklärung ist wohl eher etwas oberflächlich. Mining bestätigt eigentlich die Transaktionen in einem Netzwerk, wenn im Beispiel von Ethereum jemand etwas ETH an eine andere Person schickt. Die Miner führen die Transaktion durch und bestätigen diese auf der Blockchain. Für dies erhalten Sie für jeden gefundenen Block (ein Block enthält die Transaktionen einer Zeitspanne) aktuell 2 ETH (circa 400 USD momentan). Auf dem Ethereum Netzwerk laufen viele grandiose Anwendungen, wie beispielsweise Blockimmo, über welche ich bereits berichtet hatte.

In den letzten Wochen sind gleich zwei dieser Projekte auf der Plattform mit einem Gesamtvolumen von über 1 Million Euro erschienen. In der Projektbeschreibung wird angegeben, dass der Schuldner einen Auftrag erhalten hat um diverse Grafikkarten zu einem Mining Rig (Wikipedia) zusammenzubauen. Der Endkunde will damit dann Kryptomining betreiben. Zumindest verstehe ich dies so. Zuerst dachte ich mir, dass kan ja nicht sein, dass solche Karten so teuer sind. Aber tatsächlich kosten GTX 1080ti Grafikkarten um die 900 USD pro Stück, eigentlich erstaunlich, da man ja eigentlich für dieses Geld einen passablen Laptop kriegt. Aber egal, das ist wahrscheinlich Äpfel mit Birnen verglichen. Das schöne am Mining ist, dass man die Profibitabilität davon errechnen kann. Genau das habe ich getan mit Hilfe der Website whattomine.com berechnet. Ich war gnädig und habe Stromkosten von 0.05 USD pro Kilowattstunde benutzt, was ein sehr tiefer Wert ist. Mined man Ethereum, dann liefert eine Karte netto 61 cent pro Tag, bis sich 900 USD amortisiert haben, dauerts also etwa 1475 Tage. Ich finde das jetzt nicht eine allzu tolle Ausgangslage. Natürlich gibt es profitablere Tokens dafür, aber die haben dann nicht die entsprechende Marktkapitalisierung und Handelsvolumen, dass man diese gut verkaufen könnte. Zudem sind diese Resultate Stichtag bezogen, das Mining wird tendenziell schwieriger, respektive benötigt mehr Rechenpower. Solange der Schwierigkeitsgrad langsamer steigt als der Kurs, ist es gut für die Profitabilität.

Auszug von whattomine.com mit 0.05 USD Stromkosten sowie der Nutzung einer GTX 1080ti Grafikkarte

Mining ist nicht per se unprofitabel, aber es gibt effizientere Grafikkarten oder FPGA, welche besser geeignet sind. Update 2. Juni: Seit Wochen steigt die Mining Profitabilität, was ein gutes Omen für die Mining Projekte darstellt. Die Renditen steigen also und gibt mir ein besseres Gefühl für diese Projekte. Bei Interesse könnt ihr euch die Profitabilitätsentwicklung hier anschauen: https://bitinfocharts.com/comparison/ethereum-mining_profitability.html#6m

Fazit

Momentan läuft alles im Envestio Land, ich finde jedoch, man sollte sich genau überlegen in welche Projekte man investiert. Daher hat es mich gefreut zu sehen, dass die Kryptoprojekte deutlich langsamer finanziert wurden als andere. Das zeigt, es findet bereits eine diversifizierung innerhalb der Projekte statt. Grundsätzlich finde ich die Idee von Envestio genial: man will Firmen bei der Finanzierung unterstützen, was der Wirtschaft gut tut und wiederum Arbeitsplätze schafft und sichert. Auch für die Investoren ist es gut, einerseits etwas sinnvolles mit dem Geld zu unterstüzten und dafür noch fürstliche Zinsen erhalten. Aber eben, denkt dran, hohe Zinsen gibt es nur mit hohem Risiko 😉

Neuinvestoren kriegen 0.5% Cashback sowie 5 Euro Startgeld, wenn ihr euch über diesen Link registriert. Es gibt nicht immer gleich neue Projekte und wenn eins kommt, dann sind diese meistens relativ schnell finanziert. Es ist wohl am besten, wenn ihr mal etwas Geld auf die Plattform einzahlt und wartet bis etwas kommt.

Bondster: Update, keine Fees mehr, bis zu 13.5% Zinsen und Autoinvest

Ich bin ja seit Quartal 4 2018 bei Bondster investiert, eigentlich ist es etwas zu früh für ein Update. Aber es gibt viele Neuerungen, welche ich euch nicht vorenthalten möchte. Zudem haben viele Investoren scheinbar Mühe den Autoinvest zu konfigurieren, das ging mir genau gleich, daher werde ich auch noch auf den AI eingehen. Beginnen wir aber mit den erfreulichen News:

Keine Gebühren mehr für Euro Anlagen

Bis vor einigen Tagen war es so, dass auf Euroinvestments (nach den ersten 3 Monaten) Gebühren angefallen sind (ich gehe jetzt nicht mehr auf die Details ein, da es Schnee von Gestern ist). Seit Donnerstag ist das nicht mehr der Fall auf Euro Investments (und Neuinvestoren kriegen immernoch 1% Cashback, siehe Ende des Posts) . Bei den Tschechischen Kronen besteht die Gebühr aber weiterhin. Das ist schonmal der erste Punkt, welcher die Rendite verbessert. Der nächste folgt sogleich:

Kredite mit bis zu 13.5% Verzinsung und Buyback

Bondster ist wirklich gut darin neue Loan Originator zu finden, welche in ihr Risikomodel passen. Lime aus Polen wurde diese Woche auf die Plattform aufgeschaltet und startete gleich mit einer Serie an 13% Krediten. Es hat immernoch genügend davon, es waren auch nicht wenige 😉 Danach hat Stikcredit aus Bulgarien gleich noch nachgelegt und Kredite mit 13.5% auf die Plattform gestellt. Davon scheint es aktuell nicht mehr soviele zu geben. Natürlich handelt es sich bei diesen Kreditvermittlern und relativ neue Unternehmen. Wer es lieber etwas konservativer angeht, für den gibt es auch Kredite von Unternehmen mit einem längeren Track Record, aber natürlich weniger Zins und längeren Laufzeiten. Die beiden neuen Originatoren haben nur Laufzeiten von bis zu einem Monat.

Der Autoinvest – weniger ist mehr

Ich gebs zu, auch ich bin am Anfang am Autoinvestor gescheitert und habe ihn nicht zum Laufen gekriegt. Ich denke Bondster hat den Autoinvest mit guten Absichten so entwickelt, damit der User ihn so genau steuern können wie sie wollen. Daher die vielen Einstellungsmöglichkeiten. Leider war es bei mir auch der Fall, dass ich mit einer Feinsteuerung ins Leere gelaufen bin. Es hat also nicht funktioniert. Was funktioniert hat waren einfache Einstellungen, und die reichen meiner Meinung nach auch. Ich habe nur die Währung, den Mindestzinssatz, Originator sowie maximale Laufzeit eingestellt und jeden Kredit auf maximal 10 Euro begrenzt. Ihr seht die Einstellungen folgend

Beispiel eines Bondster Autoinvests

Sobald ihr save drückt, kommt ihr in die Übersicht aller Autoinvests, welche ihr habt. Und dort wartet auch noch ein wichtiges Detail auf euch: Found loans zeigt bei meinen Einstellungen 292 investierbare Kredite an (die gewählten Originatoren sind Lime und Stik) . So seht ihr, ob etwas an euren Einstellungen nicht stimmt, oder ob es einfach keine passenden Kredite hat. Wenn euch immer 0 Kredite angezeigt wird, könnt ihr das Ausschlussverfahren anwenden. Also nach jedem neu hinzugefügtem Kriterium speichern und die Anzahl Kredite checken. So seht ihr wo das Problem liegt. Meiner Meinung nach genügen aber meine gewählten Kriterien für den Autoinvest. Aber hier sind die Präferenzen wohl verschieden 😉

Fazit

Die erwähnten Neuerungen machen Bondster meiner Meinung nach attraktiver als zuvor. Zinsen für Kurzläufer bis zu 13.5 Prozent können sich sehen lassen. Zudem mag ich immer mehr die regionale Diversifikation, welche Bondster als tschechische Plattform bietet.

Neuinvestoren (sowie ich) kriegen auf ihre Investitionen 1% Cashback, wenn ihr bei der Registrierung (link folgen), 4985 im Feld Promo Code eingebt. Das gilt für die ersten drei Monate nach Anmeldung. Der Cashback wird jeweils am 5. eines Monats für den vergangenen Monat direkt eurem Investorenkonto gutgeschrieben.

Crowdestor: Viele neue Projekte und Einführung des Buyback Funds

Vor etwas mehr als einem Jahr ist Crowdestor gestartet und nimmt so langsam aber sicher Fahrt auf. Das erste Projekt ist mittlerweile zurückgezahlt worden (nebst einigen anderen) und es stehen aktuell 3 investierbare Projekte zur Verfügung. Ein viertes folgt am Mittwoch Vormittag, mehr dazu aber weiter unten. Der Plattform (oder eher dem ersten Projekt) stand ich ja doch kritisch gegenüber. Dies hat sich mit der Zeit etwas gelegt. Die Projekte sind sicher im Bereich der risikoreicheren Anlagen in p2p anzusiedeln, dafür werden auch sehr gute Zinsen gezahlt (ähnlich sehe ich Envestio sowie Kuetzal. Die Zinsen laufen bereits nach Gebotsabgabe auf, was ein weiterer Vorteil ist. Unweigerlich wird es irgendwann bei solchen Projekten zu Zahlungsschwierigkeiten kommen. Um dem entgegenzutreten wurde, meiner Ansicht nach, der Buyback Fund ins Leben gerufen.

Buyback Guarantee Fund

Am 1. März liess Crowdestor verlauten, dass sie einen Buyback guarantee Fund eröffnet und diesen initial mit 50k Euro versorgt haben. Weiter wird von jedem Projekt etwa 1 bis 2 Prozent der Gebühren (Lendy, vormals Saving Stream hat auch so einen Fund und untergegangen sind sie trotzdem), welche Crowdestor erhält, in den Fund fliessen und diesen so weiter äuffnen. Man schätzt, dass dieser bis Ende 2019 etwa über 100k Euro verfügen wird. Dafür müssten bei 1 Prozent etwa 5 Millionen und bei 2 Prozent 2.5 Millionen Euro in neuen Projekten finanziert werden. Tönt nach viel, ist aber durchaus realistisch würde ich sagen. Schaut man sich die Kadenz sowie die Grösse der Projekte an, sollte das Ziel erreicht werden können. Meiner Ansicht nach ist einfach fraglich, wieviel das dann wirklich nützt, wenn ein oder mehrere Projekte in Schwierigkeiten geraten. 100k versus 500k machen halt nur 20 Prozent aus. Das mag genügen, wenn man davon ausgeht, dass ein Projekt erst nach einigen Monaten in Schwierigkeiten gerät und noch Sicherheiten vorhanden sind. Hoffen wir, dass wir das nicht so genau rausfinden werden müssen 😉 Weiter sind mir die Regeln des Funds auch nicht ganz klar, wer, wann und wieviel erhält. Ich erhoffe mir da noch ein wenig Klarheit.

Neues Projekt am Mittwoch zu 19 Prozent

Am Mittwoch Vormittag kommt ein richtiger Brocken auf die Plattform. 520k Euro, zu 19 Prozent verzinst und mit sehr kurzer Laufzeit von nur 9 Monaten (ich vermute, dieses wird extrem schnell voll investiert sein) . Ich habe noch keine weiteren Informationen dazu, es schaut aber nach einem Immobilienprojekt in Riga aus (siehe unten). Hier geht es zu Crowdestor.

Das neuste Crowdestor Projekt

Kuetzal – eine neue Plattform mit sehr hohen Zinsen (22% und Cashback)

Kuetzal, was ist denn das für ein Name, dachte ich mir beim ersten Lesen. Der Name kommt von einem Vogel, welcher bei den Azteken und Maya’s als heilig angesehen wurde (Quetzal – hier der Link zu Wikipedia für alle angehenden Ornitologen 😉 ). Der Vogel steht noch für weitere Eigenschaften wie Vertrauen, Brillianz und so weiter. Zudem wollte sich die Plattform von den vielen Mitbewerbern differenzieren, welche Crowd, Lend, Fund und so weiter im Namen haben. Ich glaube diese Differenzierung ist wirklich gelungen, aber ich assoziere halt Kuetzal nicht mit einer p2p Plattform. Warum man den Vogelnamen noch etwas abgewandelt hat und mit K schreibt, liegt darin begründet, dass sich die Plattform auf Europa fokussiert und man die Schreibweise Kuetzal anstelle von Quetzal eher europäisch erarchtet. Dem stimme ich zu, wobei bei so einem exotischen Namen hätte das nun auch keine Rolle mehr gespielt 😉

Die Plattform hat ihren Sitz in Talinn, Estland und wurde von drei Jungunternehmern gegründet. Die Zinsen sind je nach Projekt unterschiedlich und gehen bis 22%. Die Plattform hat einige sonder Features, welche ich euch gerne kurz vorstellen werde.

Kuetzal Care und der Buyback

Neue Plattformen bekunden meistens Mühe die ersten Projekte finanziert zu kriegen, was wiederum für die Investoren unschön ist, da das Investment unverzinst rumliegt. Bei Kuetzal ist das anders, hier wird das Geld gleich verzinst, nachdem man das Geld angelegt hat (Mindestanlage 100 Euro pro Projekt, Zinsen monatlich). Das ist der eine Teil von Kuetzal Care. Der andere Teil garantiert, dass das Projekt vollständig finanziert wird. Dies durch Kreditlinien bei Banken und Zusagen von Grossinvestoren. Der Buyback funktioniert etwas anders als gewohnt und steht nicht bei jedem Projekt zur Verfügung (sieht man in der Tabelle zu den Projektdetails, wenn man drauf klickt). Steht ein Buyback zur Verfügung, kann man seinen Anteil am Projekt jederzeit zu 90 Prozent zurückgeben, nimmt so also einen Abschlag von 10 Prozent in Kauf. Das heisst bei einem Projekt mit um die 20 Prozent Verzinsung, kann man nach 6 Monaten verkaufen und die bereits erhaltenen Zinsen, würden den Abschlag decken. Die Funktionsweise kennen wir bereits von Envestio.

Kuetzal Projekte
Auswahl zu aktuellen Projekten bei Kuetzal

Ganz neu Cashback und Signup Bonus

Meldet ihr euch mit einem Kuetzal link (wie dieser) auf dieser Seite bei der Plattform an (rechts oben auf register clicken), erhaltet ihr 0.5% Cashback auf eure Investitionen der ersten 6 Monate. Dieses Angebot gilt bis auf weiteres. Zusätzlich gibt es noch ein Spezialangebot: Sign up Bonus von 15 Euro, wenn ihr bei der Registrierung im Feld Promo Code P2PHERO eintragt. Und obendrauf gibt es bis zum 31. August den Cashbackmarathon für grössere Investitionen (siehe unten). Ich interpretiere das so, dass der Cashback pro Gebot zählt, nicht in der Summe.

Cashbackmarathon vom 1. Juni bis zum 31. August 2019 bei Kuetzal

Fazit

Ihr seht, die Plattform macht also einiges ziemlich anders, als wir das kennen. Das muss nichts schlechtes sein. Mir fehlt bei den Projekten etwas der rote Faden, die Plattform wirbt damit Ideen zu finanzieren und nicht Sektoren. Finde ich ja ok, aber dann fehlt mir ein wenig die Fokussierung auf Kernkompetenzen. Auf der anderen Seite ist es beruhigend zu sehen, dass Banken und Grossinvestoren Kapital für die Finanzierung garantieren. Ohne tiefgehende Prüfungen würden diese Institute das nicht machen. Es wurde auch noch kein Projekt zurückbezahlt, das heisst eine abschliessende Einschätzung ist aktuell nicht möglich. Sicher ist, dass Investitionen hier stark risikobehaftet sind (wie bei Envestio oder Crowdestor aktuell). Meine Zinsen habe ich schön wie erwartet nach einem Monat erhalten und erwarte nun, dass es so weitergeht. Hier geht es zu Kuetzal.

Robocash – (beinahe) zwei Jahre sind vergangen

Im Februar 2018 hatte ich euch ein Update zu meinen Erfahrungen mit Robocash nach einem Jahr gegeben. Damals konnte ich eine stolze Rendite von 14.44 Prozent vorweisen, aber es war schon absehbar, dass sich dieses Niveau nicht auf Dauer halten liesse. Die Plattform hatte einfach zuviel Investorengeld eingesammelt und konnte nicht genügend Kredite bereitstellen. Daher kamen weitere Länder wie auch weitere Kreditvermittler ins Spiel. Meine Gesamtrendite nach bald zwei Jahren beläuft sich auf 28.01%, also im Schnitt noch mehr als 14% pro Jahr (nicht annualisiert). Die hohe Rendite dürfte auf zwei Faktoren zurückzuführen sein. Erstens konnte ich noch relativ lange mein Geld zu 14 Prozent anlegen und hatte eher weniger viel Cash auf dem Konto. Zweitens spielt hier der Zinseszinseffekt langsam eine wichtigere Rolle. Ich bin vollends zufrieden mit dem Resultat bei Robocash.

Warum gibt es gerade jetzt ein Update?

Berechtigte Frage, ich hätte ja auch einfach bis zum 22. Februar warten können und ein Update nach genau 2 Jahren online stellen können. Klar, wäre irgendwie schöner gewesen, aber hätte es mehr gebracht, wenn ich noch einige Wochen gewartet hätte? Ich denke eher nicht, und ausserdem sind die Änderungen bei den Krediten auch schon vor einigen Wochen passiert, also denke ich der Zeitpunkt ist nicht schlecht für ein Update.

Was ist passiert?

Eigentlich ist genau das passiert, was zu erwarten war. Die Plattform hatte zuviel Investorengeld, welches nicht komplett angelegt werden konnte. Also hat man zuerst versucht die Kreditverfügbarkeit zu verbessern, und als das nichts half, wurden die Zinsen gesenkt. Neu beträgt der Standardzinssatz 12 Prozent, was immernoch gut ist. Es wurden neue Kreditvermittler sowie neue Regionen erschlossen. Spannend finde ich, dass es auch Robocash in den Philippinen gibt. Wie ihr aus untenstehendem Bild entnehmen könnt, sind Kredite von nahe zu einer Million Euro verfügbar. Lasst euch von der Zinsrange 11 bis 15 Prozent nicht beirren, alle Kredite sind zu 12 Prozent verfügbar, es handelt sich lediglich um eine Voreinstellung. Hoffen wir es mal, dass nicht 11 Prozent Kredite folgen 😉 Spass beiseite, bei einer Million offenem Kreditvolumen, denke ich nicht, dass uns das in den nächsten Monaten bevorsteht.

Auszug der verfügbaren Kredite bei Robocash, Stand 1. Januar 2019

Fazit

Ich lasse meine Investitionen weiterlaufen bei Robocash und erfreue mich an den Zinsen und Zinseszinsen. Ich hoffe auf noch viele weitere beschwerdefreie Jahre mit Robocash 😉

Bondster – P2P aus Tschechien (inkl. Buyback und Cashback)

Bondster hatte ich euch schon vor einigen Wochen angekündigt, und nun ist es soweit die Plattform zu präsentieren. Die Plattform gehört der tschechischen Private Equity Beteiligungsfirma CEP Invest. Weiter verfügt Bondster über eine strategische Partnerschaft mit dem tschechischen Kreditvermittler ACEMA. Diesen kennen wir bereits, da sich dieser bereits bei Mintos als Kreditvermittler (Loan Originator) finanziert. ACEMA ist ein Schwergewicht im tschechischen Nicht-Banken Kreditmarkt und bereits seit bald 20 Jahren aktiv im Geschäft. Das sind sicherlich solide Vorraussetzungen für die Plattform. 

Registrierung, Cashback und Gebühren

Bei Bondster können Privatpersonen und Firmen aus aller Welt Geld anlegen, einzige Vorraussetzung ist ein Bankkonto in der EU (plus Norwegen und Schweiz). Registrieren könnt ihr euch über folgenden Link. Wenn ihr im Feld Promocode (am Schluss des Formulars) diese vier Ziffern 4985 eingebt, dann erhaltet ihr 1 Prozent Cashback  (gleiches gilt für mich) auf eure durchschnittlichen Investments der ersten drei Monate. Die Gutschriften erfolgen nach 30/60/90 direkt auf euer Konto. Nach 60 respektive 90 Tagen erhaltet ihr nur noch etwas, falls ihr euer Investment erhöht habt. Die ersten drei Monate erhebt die Plattform keine Gebühren , danach werden 1% Gebühren direkt an euren Zinsen abgezogen. Testen kann man die Plattform also mit Cashback und ohne Gebühren für die ersten drei Monate. 

Währungen und Kreditarten

Investieren kann man in CZK (tschechische Kronen) und Euro. Bei den tschechischen Krediten gibt es eine Art Tagesgeldkonto (wie bei Bondora Go und Grow), welches mit 3.9 Prozent verzinst wird und man tägliche Liquidität hat. Ich erwähne das nur der Vollständigkeit halber. Für Euro Anleger ist das weniger interessant, vermute ich jedenfalls. Weiter gibt es noch Kredite, welche mit Immobilien besichert sind. Diese sind jedoch eher selten. Der Grossteil der Kredite verteilt sich auf Guaranteed Liquidity (GL) sowie auf Kredite mit Buyback (BB). Bei beiden Kreditarten greift ein Buyback von Kapital und aufgelaufenen Zinsen nach 60 Tagen. Bei den GL Krediten hat man jedoch eine Ausstiegsklausel und kann vor Kreditende aussteigen. Diese Variante kostet jedoch 1% Gebühr des verbleibenden Kapitals. Da die meisten Kredite momentan als Annuität aufgelegt sind, reduziert sich das investierte Kapital monatlich, was dann auch auf die Gebühr positiv durchschlägt. Bei den Buyback Krediten gibt es den vorzeitigen Ausstieg nicht, dafür werden diese aktuell besser (12%) verzinst und sind schon mit einer Laufzeit von wenigen Monaten zu haben.  Auf das Liquiditätsfeature kann ich bei diesen Krediten aufgrund der kurzen Laufzeit sowie des Buybacks verzichten. Die Mindestanlage pro Kredit beträgt 10 Euro.

Autoinvest

Bondster verfügt über einen Autoinvest, welcher aber aufgrund der vielen Einstellungsmöglichkeiten auf den ersten Blick als etwas kompliziert erscheint. Ich habe daher meine ersten Investments manuell getätigt, was aber auch etwas umständlich war. Daher werde ich in einem nächsten Blogbeitrag den Autoinvest detailliert vorstellen. 

Fazit

Ich finde Bondster interessant, da mir hier eine regionale Alternative zum Baltikum geboten wird. Positiv stimmt mich auch, dass mit ACEMA ein altgedienter Kreditvermittler mit an Bord ist, welchen ich von Mintos bereits kenne. Wie immer bei diesen Krediten ist jedoch die Bonität der Kreditvermittler entscheidend, und da gibt es noch einige mir unbekannte auf der Plattform. Ich werde versuchen hier auch noch mehr Informationen zu erhalten. Ach übrigens, im eingeloggten Bereich kann man jetzt auch auf Deutsch umstellen. 

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