Nach 6 Monaten operativen Geschäft, ein follow up mit Landlordinvest CEO Filip

Beim Markteintritt im Januar konnte ich bereits ein Interview mit Landlordinvest führen. Sechs Monate später hat mich natürlich die Entwicklung sowie ein Ausblick interessiert. Vielen Dank an Filip, der sich wiedereinmal Zeit genommen hat, uns einige Neuigkeiten zu präsentieren.

Filip, wie waren die letzten 6 Monate für euch?

Die letzten sechs Monate waren wirklich aufregend, interessant und natürlich von viel Arbeit geprägt. Wir konnten Kredite von mehr als £1 million vermitteln, mehr als 700 Investoren gewinnen und waren die erste UK Platform, welche ein IFISA (Steuerbegünstigtes investieren im Immobiliensektor) lancieren konnte. Erst kürzlich konnten wir uns Kapital von einem Direktor einer sich im Privatbesitz befindlichen Immobilieninvestment Firma beschaffen. Die Firma ist mit mehr als einer Milliarde an Anlagen kein Leichtgewicht.

Da wir jetzt genügend Zeit hatten um unsere Infrastrukur und Abläufe zu testen, können wir uns mehrheitlich der Aufgleisung von neuen Investitionsprojekten widmen, sowie unsere Plattform weiter ausbauen und unsere Prozesse effizienter gestalten.

Kannst du mir einige Statistiken nennen? Ausfälle? Vielleicht ist es noch zu früh für eine Aussage..

Keiner unserer Kredite hat bis jetzt die Endfälligkeit erreicht, daher kam es auch zu keinerlei Ausfällen. Auch wenn es mal passieren sollte, wir kennen die Abläufe genau, welche wir in so einem Fall ergreifen müssen. Wir würden dann unter anderem mit einer führenden Recovery Gesellschaft zusammenarbeiten, welche sich auf die Verwertung solcher Projekte spezialisiert hat. Die ganze administrative Abwicklung könnte dadurch so effizient wie möglich gestaltet werden.

Was erwartest du vom Rest des Jahres?

Unsfer Fokus liegt klar darin viele neue Kreditprojekte zu lancieren, da unsere Investoren genau dieses Manko kritisiert haben. Wir verstehen natürlich diese Problematik und sind uns bewusst, dass die Investoren genügend Diversifikationsmöglichkeiten brauchen, um eine ausgewogenes Portfolio aufbauen zu können.


Von einem Investment, bis die Gelder ausbezahlt werden, kann es unter Umständen mehrere Wochen dauern. Ist hier etwas geplant, um diesen Prozess zu beschleunigen?

In unserem Geschäftsmodell ohne jegliches pre-funding, können wir die juristischen Ausarbeitungen erst anstossen, wenn wir sehr sicher sind, dass der Kredit finanziert wird. Die Kosten für die juristischen Ausarbeitungen sind substantiell und können bis zu einem Prozent der Kreditsumme an Kosten bedeuten für den Schuldner. Erschwerend kommt hinzu, dass die juristische Kompletierung des Projekts viele Parteien involviert und es daher schwierig ist, diesen Prozess zu streamlinen. Wir haben leider nicht Einfluss auf alle involvierten Parteien in diesem Prozess. Daher kann es vorkommen, dass wenn nur eine Partei etwas in Verzug gerät, dass sich das ganze Projekt erheblich verspätet.

Momentan ist ein Projekt in Finanzierung, welches mit 17.3% (2. Rang Hypo, Überbrückungskredit). Werded ihr künftig vermehrt auf die riskanteren Projekte abzielen, oder ist das die Ausnahme?

Wir fokussieren uns auf Kredite, welche ein gutes Risiko/Renditeverhältnis aufweisen. Kredite, welche als hochriskant eingestuft werden (hoher LTV und/oder schlechte Kredithistorie seitens des Schuldners), werden mit bis zu 20 Prozent rentieren, währenddessen risikoärmere Projekte weniger rentieren. Unsere Zinssätze befinden sich auf Marktniveau.

Filip, nochmals vielen Dank für die Antworten. Es ist immer wieder eine Freude sich mit dir zu unterhalten.

Saving Stream hat die Regeln geändert (zum besseren)

Kürzlich hat Saving Stream bekannt gegeben seine Funktionsweise anzupassen und zu verfeinern. Zudem konnte der zweite Ausfall abgewickelt werden, und zwar ohne Verlust für die Investoren. Aber der Reihe nach:

Käufe ohne Guthaben nur noch auf Primärmarkt

Saving Stream bot mit dem INPL System (invest now pay later) den Investoren die Möglichkeit, Kredite auch ohne Guthaben auf dem Konto zu erwerben. Damit ist nun Schluss, zumindest auf dem Sekundärmarkt. Dort können Kredite nur noch gekauft werden, falls der Investor auf dem Konto über die entsprechende Deckung verfügt. Auf dem Primärmarkt (pipeline loans) gilt diese Regelung jedoch nicht. Man kann den gewünschten Betrag noch immer Zeichnen und kriegt diesen zugeteilt (oder einen Anteil davon, je nach Nachfrage). Danach hat man wie gewohnt 48 Stunden Zeit, das Geld zu überweisen. Mag für die Investoren im ersten Moment etwas ärgerlich sein, aber eigentlich ist es doch logisch, dass man nichts kaufen kann (und dafür noch Zinsen erhält!) ohne das Geld dafür bereit zu haben. Aus Sicht von Saving Stream verstehe ich diesen Schritt absolut.

Einige neue Bezeichnungen und deren Funktionsweise

Auf dem Sekundärmarkt sieht man jetzt in der hintersten Spalte eine Bezeichnung wie zum Beispiel IOA (siehe Bild unten):

IOA (interest on account): Die Zinsen sind schon im Voraus bezahlt und werden jeweils zum Monatsanfang gutgeschrieben. Hier ist alles in bester Ordnung.

SBL (serviced by Lendy): Der Plattformbetreiber von Saving Stream ist die Lendy ltd. In diesem Status werden die Zinsen von Lendy selbst gezahlt und am Monatsanfang gutgeschrieben. Hier ist der Kreditnehmer 1 bis 90 Tage im Verzug, das muss nichts heissen, aber könnte ein Indiz sein.

IA (interest accruing): Die Zinsen fallen weiterhin an und laufen an (aufgelaufene Zinsen), werden aber nicht mehr zum Monatsanfang gutgeschrieben. Dies ist der Fall, wenn ein Kredit 91 bis 180 Tage überfällig ist.  Auch das muss nichts heissen, ist aber ein noch stärkeres Indiz dafür, dass es sich um einen problematischen Kredit handeln könnte.

DEF (default): Sobald ein Kredit mehr als 180 Tage überfällig ist, wird er als Ausfall betrachtet. Diese Kredite können weiterhin gehandelt werden. Jedoch werden diese Kredite im separaten „Default loans“ Tab geführt, und sind nicht mehr im normalen Sekundärmarkt sichtbar. Auch hier muss es nichst heissen, die Zeichen verdichten sich aber noch mehr, dass es sich um einen problematischen Kredit handelt.

Die neue Regelung hat dazu geführt, dass drei neue Kredite (PBL074, PBL075 & PBL081) als Ausfall deklariert werden. Die Kredite sind jetzt nicht von einem Tag auf den anderen schlechter geworden, es sind jetzt einfach die klaren Regeln, welche greifen. Nun ist es klar, was auf Saving Stream als Ausfall taxiert wird. Zudem spielen die negativen Restlaufzeiten auch keine Rolle mehr (falls es diese noch geben sollte), denn man kann jetzt genau sehen, ob ein Schuldner die Zinsen zahlt oder eben nicht.

PBL020 – Der Ausfall wurde abgewickelt

Es hat lange gedauert, aber schlussendlich wurde der Kredit abgewickelt und die Investoren haben das Kapital sowie die aufgelaufenen Zinsen zurückerhalten. Somit steht immernoch fest, dass kein Investor bisher nur einen Penny verloren hat. Die Schattenseite davon ist jedoch, dass der Sicherheitsfonds (provision fonds) wohl arg gelitten hat und wohl über nur noch wenige Mittel verfügt. Neue Mittel müssen erst wieder aufgebaut werden. Leider kann man die Grösse des Fonds nicht mehr einsehen. Ich schätze, sollte es in den nächsten 3 bis 6 Monaten zu einem Ausfall kommen, dann wird dieser (je nach Grösse) nicht spurlos an den Investoren vorbeigehen. Hier gehts zur Anmeldung bei Saving Stream. 30 Euro Bonus gibt es übrigens für Neukunden bei Currencyfair (eine günstige Alternative für Auslandüberweisungen und Geldwechsel. Das könnte ganz nützlich sein, wenn ihr bei Saving Stream investieren wollt.

 

 

Saving Stream – ein tieferer Einblick in die Funktionsweise

Ich werde häufiger gefragt, wie Saving Stream funktioniert und ob man dort investieren soll. Scheinbar haben meine beiden Artikel noch nicht genügend Licht ins Dunkel gebracht. Daher unternehme ich den Versuch einer Erläuterung der Funktionsweise und gebe Tipps zur Evaluation der Investments.

Los gehts mit dem Einstieg

Nachdem ihr euch eingeloggt habt (oder zuerst registriert habt) kommt ihr in den eingeloggten Bereich und seht folgende Übersicht:

 

 

 

Willkommen auf dem Zweitmarkt (Lasche Available loans). Die Kreditangebote die ihr seht, sind nichts anderes als Kredite, welche von den Investoren zum Verkauf aufgegeben wurden. Es gibt hier übrigens keine Möglichkeit mit Auf- oder Abschlägen zu handeln. Ihr kauft den Kredit und der wird im Hintergrund sofort verzinst. Die Zinsen werden immer am ersten Tag des Folgemonats direkt bezahlt.

Was man im oberen Bild sieht ist die Kreditnummer (PBL 106 in diesem Fall), dann ob der Kredit bereits abgerufen wurde vom Kreditnehmer (Drawndown: Ja oder Nein). % PA gibt die Höhe der Verzinsung, hier 12 Prozent, an. Der Schätzwert des Kredits (Asset Value), die Kreditsumme (Loan) sowie die Höhe der Belehnung (LTV = Loan to Value -> Kreditsumme/Schätzwert). Remaining Term gibt die Restlaufzeit in Tagen an. Auf die negativen Resttage komme ich weiter unten zu sprechen, denn das ist sehr wichtig dort genau Bescheid zu wissen. Invested zeigt euch, ob und wieviel ihr schon in diesem Kredit angelegt habt. Available ist die Anzeige der kaufbaren Kreditsumme auf dem Zweitmarkt.

Wenn ihr oben bei available loans nach rechts schaut, seht ihr die Lasche live loans, dort könnt ihr alle laufenden Kredite anschauen. Danach kommen die Pipeline loans, welche der eigentliche Primärmarkt ist. Darauf gehe ich später noch konkret ein. Danach kommt die Lasche Defaulted Loans, dort seht ihr die ausgefallenen Kredite, bei welchen Saving Stream die Verwertung anstrebt. Aktuell ist ein Projekt dort drin (bisher gab es erst zwei Ausfälle, der abgewickelte ist glimpflich verlaufen und die Investoren haben KEIN Geld verloren), und man kann die Fortschritte anschauen. Unter Repaid Loans kann man alle bereits zurückgezahlten Kredite begutachten und mttels Recent Updates kann man die neusten Informationen zu Krediten nachlesen. Die neusten Infos gibt es aber auch direkt auf dem gewählten Kredit, ohne langes suchen direkt hier (klick auf den Kredit):

Wir befinden uns jetzt direkt im Kredit und können Details erfahren in der Overview und so weiter. Zudem kann man hier auch den Kredit kaufen (rechts). Richtig interessant ist aber die Lasche Recent Updates, da dort die Neuigkeiten versteckt sind (klick auf Recent Updates):

Hier sehen wir die letzten beiden Einträge. Man hat den Kredit verlängert und vor einer Woche kam die Info, dass der Kreditnehmer bei einem anderen Institut refinanzieren wird. Das muss jetzt nicht heissen, dass alles gut wird, aber die Chance besteht. Man muss sich hier einfach vor Augen halten wie das Geschäft der Immobilienentwicklung- und Finanzierung läuft. Es können immer Verzögerungen auftreten, und eine Ablösung des Kredits zu einer Bank nimmt nunmal einfach viel Zeit in Anspruch. Die genauen Fristen sind dort nicht planbar. Daher bei negativen Restlaufzeiten immer genau hinsehen. Es kann auch sein, dass der Kredit verlängert wurde (wie in diesem Fall), aber Saving Stream die Restlaufzeit nicht angepasst hat.

Der Primärmarkt -> Pipeline Loans

Wenn ihr oben in der Leiste die Pipeline Loans anwählt, kommt ihr zu dieser Ansicht:

Dies ist der „Reservierungs Bereich“ und dort könnt ihr euren Wunschbetrag platzieren. Das heisst nicht, dass ihr diesen auch in vollem Umfang kriegt, aber die Chancen stehen gut. Wenn ein Kredit überzeichnet ist, werden die Anteile runtergebrochen. Ihr könnt entweder für alle Kredite das gleiche Gebot abgeben (oben mit Save bestätigen), oder individuelle Höhen für jeden Kredit eingeben. Ihr seht, ich habe den 8 Prozent Kredit auf 0 gestellt, davon möchte ich momentan nichts haben. Mit einem Klick auf den Kredit könnt ihr die Beschreibung und weitere Informationen ansehen. Ihr werded per Email vorinformiert bevor ein neuer Kredit live geht, und habt dann noch Zeit in der Pipeline das Prefunding einzustellen. Vor diesem Email ist nicht klar, wann der Kredit auf den Markt kommt.

Einzahlung auf Saving Stream

Momentan empfehle ich Currencyfair zur Einzahlung zu nutzen, da dort gerade ein schönes Neukundenangebot besteht und man 45 Euro Bonus erhält. Die Funktionsweise seht ihr hier.

Fazit

Ich hoffe ich konnte mit diesem Artikel etwas dazu beitragen damit ihr die Plattform versteht. Gepaart mit meinen anderen Artikeln sollte ihr über alle notwendigen Informationen verfügen um Investieren zu können. Fast hätte ich es vergessen: Saving Stream hat einen Sicherheitsfonds, welcher im Fall von einem Ausfall, den Kreditgebern zu Hilfe kommen kann. Das war jedoch noch nie notwendig, daher weiss man nicht genau, wie das funktionieren würde.

 

 

 

 

 

 

 

Ablrate – eine UK crowdlending Plattform

Heute schauen wir uns wiedermal eine Plattform aus dem Vereinigten Königreich an: Ablrate.

Ablrate ging im Juli 2014 live und hat seitdem mehr als 16 Millionen Pfund an Krediten vermittelt. Ursprünglich kommen die Gründer alle aus dem spezifischen Bereich der Luftfahrtfinanzierung (-und Leasing). Dies ist ein stark regulierter und von Banken dominierter Markt. Hier setzte Ablerate an und konnte vielen Firmen einfacher zu Krediten verhelfen.

Mittlerweile werden aber auch Kredite gegen besichertes Land oder Fabrikhallen gewährt. Oder ganze Wagenparks als Kreditsicherheit genommen. Es kommt auch vor, dass Schiffscontainer beliehen werden. Dies ähnelt starkt der Plattform Collateral, über welche ich euch schon berichtet hatte.

Wie hoch sind die Zinsen und die Laufzeiten?

Die Zinsen variieren von etwa 10 Prozent bis gegen 15 Prozent in den meisten Fällen. Ich habe jedoch auch schon solche gesehen, welche über 18 Prozent rentiert haben. Ausbezahlt werden die Zinsen üblicherweise nach jedem verstrichenen Monat, welcher der Kredit läuft. Die Laufzeiten beginnen etwa bei drei Monaten und tendieren selten bis zu 5 Jahren.

Gibt es einen Zweitmarkt?

Ja, den gibt es glücklicherweise. Ich mag das wirklich, wenn ich die Möglichkeit habe, vor erreichen des Rückzahlungstermins eines Kredits, meinen Anteil zu verkaufen. Das gibt mir Sicherheit, falls ich einmal Geld benötigen sollte. Was ich hier halt nie weiss, ist ob ich über Pari mit Gewinn oder unter Pari mit Verlust verkaufen muss. Das hängt dann mit der Nachfrage zusammen und wie lange ich warten kann um zu verkaufen. Halte ich einen Kredit aber schon 6 Monate, dann kann ich auch unter Pari verkaufen, und bin nach Zinsen immernoch im Gewinnbereich.

Gab es schon Ausfälle?

Ja, einen. Ein Container Loan konnte nicht mehr bezahlen und die Container als solches waren unauffindbar und somit nicht verwertbar bis zum heutigen Tag. Das ist natürlich Schade, aber liegt in der Natur der Sache beim Investieren. Früher oder später trifft es jeden einmal.

Ein gutes hat die ganze Geschichte aber. Ablerate hat während des Ausfalls immer gut und zeitnah über die nächsten Schritte informiert. Sobald so ein Kredit den juristischen Weg begeht, wird viel Zeit verstreichen, ohne dass die Plattform etwas dagegen machen könnte. So sah man schon früh aus welchem Holz Ablrate geschnitzt ist. Man steht zu den Tatsachen und versucht nicht etwas unter den Teppich zu kehren. Das hat vielen Investoren Vertrauen gegeben.

Registrierung

Für UK Bürger und Einwohner wird eine automatische Prüfung der Adresse und des Identifikationspapiers vorgenommen. Internationale Investoren sind willkommen, deren Identität muss jedoch manuell geprüft werden. Man kann sich registrieren, wird dann aber per Email aufgefordert einige Dokumente einzureichen wie zum Beispiel: Nebenkostenrechnung (kann auch Internetrechnung sein), Identifikationsdokument, Nachweis über sein eigenes Bankkonto. Ging bei mir alles sehr flott und freundlich über die Bühne.

Fazit

Ich freue mich auf meine ersten Investments mit Ablerate und werde von meinen weiteren Erfahrungen berichten.

 

 

2016 lief richtig gut für Estateguru

Auch wenn Estateguru in meiner Top 10 nur den siebten Rang holen konnte, und die Reaktionsgeschwindigkeit des Supports zu wünschen übrig lässt, ist Estateguru eine gute Plattform, welche ich wirklich mag. Es freut mich darum um so mehr, dass im Jahr 2016 (vor allem in der 2. Hälfte) die Geschäfte florierten. Ich hoffe stark, dass sich dieser Schwung ins 2017 mitnehmen lässt. Der Start war erfreulich. Wenn es weiter gut läuft, sind die Zeiten des Wartens auf neue Projekte bald Geschichte.

Ein Blick auf die Zahlen

Gemäss ausgewiesenen Zahlen hat die Plattform das 2016 mit einem Kreditvolumen von weniger als 5 Millionen begonnen und mit mehr als 16 Millionen Euro abgeschlossen. Das macht ein sattes Plus von 11 Millionen Euro. Der Grossteil kam jedoch aus dem 2. Halbjahr. Läuft 2017 so weiter, sollte nächstes Jahr ein höherer Zuwachs erzielt werden können. Die Zahlen stimmen mich zuversichtlich, zumal es noch keinen Ausfall (= Zahlungsverzug von mehr als 45 Tagen gibt). Es gibt immer wieder vereinzelte Zahlungen, welche verspätet sind, aber das gehört zur Natur der Sache bei Immobilienprojekten. Solange gezahlt wird ist alles gut. Nur die Kommunikation seitens Estateguru könnte man da verbessern, aber nein, man sagt lieber nichts und verbucht die Zahlung einfach 10 Tage oder  noch später. Man hat mir seitens der Plattform versichert, dass man verspätete Zahlungen anmahnt (was ich auch glaube), aber eine schlüssige Erklärung warum die Investoren nicht informiert werden, habe ich nicht erhalten. Nunja, die Geschwindigkeit mit der die Projekte gefüllt werden, zeigt wohl, dass viele Investoren trotzdem investieren. Das wird aber nicht immer so bleiben, bei einer gewissen Grösse gibt es mehr Nörgler wie mich 😉

Wie geht es weiter?

Ich bin gespannt, aus welchem Land das nächste nicht estnische Projekt kommen wird. Aus Lettland haben wir jetzt mindestens 2 gesehen, und ich tippe auf Litauen als nächste Station der Auslandsexpansion. Vielleicht wird es aber auch Grossbritannien sein, oder Finnland 😉

Ich hoffe auch, dass die (von mir subjektiv wahrgenommene) Kreditqualität hoch bleibt, und wir von Ausfällen verschohnt bleiben. Wobei einen Ausfall sollten wir schon mal sehen, denn nur so können wir Gewissheit erlangen, dass Estateguru diesen so gut wie möglich abwickelt. Wir sehen dann auch, was die Bewertungen taugen. Viele meiner Projekte werden in den nächsten Wochen und Monaten zur Rückzahlung fällig, das wir sicherlich interessant.

Noch was zum Schluss: Estateguru bietet immernoch ein Bonusprogramm an für Neuinvestoren. Ihr erhaltet 0.5 Prozent Gutschrift für jeden Euro den ihr in Projekte investiert habt während der ersten drei Monate eurer Mitgliedschaft. Das Geld wird immer direkt aufs Konto ausgezahlt, nachdem das Projekt finanziert ist und das Geld an den Kreditnehmer ausbezahlt wurde. Mitmachen könnt ihr, wenn ihr euch über einen Estateguru Link auf diesem Blog anmeldet.

Bei Fragen einfach posten oder das Kontaktformular nutzen. Happy investing!

 

Saving Stream – ein Update zu meinen Erfahrungen

In meinem Jahresrückblick habe ich Saving Stream weit vorne platziert und versprochen mehr über diese Plattform zu erzählen. Aber wo fange ich am besten an? Es gibt soviel, ich beginne einfach irgendwo, und zwar bei der Einzahlung. Ich musste hier einen Währungswechsel vornehmen. Diese sind meistens teuer (und nicht ersichtlich, fragt mal eure Bank was sie an einem Währungswechsel verdienen, ihr werdet keine Antwort erhalten) und die Überweisungsgebühren kommen obendrauf. Ich empfehle daher Currencyfair und/oder Transferwise. Mit diesen Varianten könnt ihr echt Geld sparen.

Anpassung des Geschäftsmodells

Mitte Jahr hatte Saving Stream seine Investoren mit der Ankündigung der Einführung tieferer Zinsen schockiert. Tatsächlich dauerte es lange bis die ersten Kredite mit tieferen Zinsen kamen. Saving Stream hatte von Anfang an betont, dass sie an den 12 Prozent Krediten festhalten wollen, und einfach risikoärmere Kredite zu besseren Konditionen anbieten wollen, damit sie weiter wachsen können. Der Aufschrei unter den Anlegern war gross, und die meisten glaubten nicht an die Erklärung von Saving Stream. Wie sich aber mit den Monaten rausstellte hat Saving Stream exakt Wort gehalten und und viele viele 12% Kredite gebracht. Die tieferen variieren von 9 bis 11 Prozent, die Anzahl ist gering, und meistens sind es kleinere Kredite. Ich finde diese als Beimischung und Risikostreuung gar nicht so schlecht. Klar, man will immer den Maximalzins, aber sind wir doch ehrlich: Es ist besser auch sicherere Kredite mit ins Boot zu holen. Und wenn man einige 11er und 9er beimisch, ist die Durchschnittsverzinungs bei Saving Stream wahrscheinlich immernoch bei 11.5%, was ja sehr ordentlich ist.

Geringe Ausfallrate

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns in der Hochrisiko Zone befinden, denn ansonsten würden wir kaum 12 Prozent Zinsen erhalten. Genau deshalb finde ich es so erstaunlich, dass bei den über 100 von Saving Stream finanzierten Krediten, nur deren zwei ausgefallen (default) sind. Einer wurde so gut abgewickelt, dass aus dem Verkaufserlös die Investoren vollständig ausgezahlt wurden. Das heisst trotz des Konkurses dieses Kredites, hat niemand Geld verloren. Es folgte dann ein zweiter default, und auch bei diesem sieht es so aus, als könnte das glimpflich für die Investoren ausgehen. Und wenn nicht der ganze Kreditbetrag gelöst werden sollte, gibt es noch immer den Sicherheitsfonds, welcher bei Verlusten angezapft werden kann. Im Fonds befinden sich mehrere Millionen GBP, welche einen zusätzlichen Schutz bieten. Was genau der Fonds abdeckt, ob nur Kapital oder auch Zinsen, ist nicht abschliessend geklärt, da er noch nie eingreifen musste. Der Fonds wird von den Eigentümern von Saving Stream verwaltet und obgliegt deren Entscheiden. Aber ich denke, der Fonds wird zahlen, falls nötig, denn dafür ist er da, und verlorenes Investorgeld ist schlechte puclicity. Obwohl ich finde, dass dies nicht zählt, da jeder Investor um die Risiken wissen muss, die er eingeht. Von daher werde ich mich auch davon distanzieren, und Plattformen in die Verantwortung nehmen, falls ich Geld verliere. Das Geld gehört mir und ich alleine trage das Risiko. Ausgenommen davon sind natürlich Verletzung der Sorgfaltspflichten, Betrug und ähnliches.

Zinsen und Kauf auf Pump

Die Zinsen sind mir immer am 1. Tag des Folgemonats bezahlt worden, egal ob Sonntag, Feiertag oder Dienstag 😉 An Feiertagen kommen die Zinsen aber immer erst am späteren Nachmittag, die Mitarbeiter müsse wohl noch den Rausch vom Vorabend ausschlafen 😉

Was aber sensationell ist, ist dass man mit seinem Konto ins Minus gehen kann und dann 48 Stunden Zeit hat, sein Konto auszugleichen. Auch in dieser Zeit verdient man schon Zinsen. Das ist ein nettes Feature, welches mir erlaubt, zum Beispiel am 31. Dezember bereits meine Zinsen zu investieren, welche ich erst am 1. Januar erhalten werde. Das mache ich eigentlich immer so.

Eine sehr gute Plattform, welche ihr euch mal anschauen solltet, auch wenn ein Währungsrisiko zum Britischen Pfund besteht. Risiken können aber auch immer als Chancen angesehen werden. Happy Investing!

 

Landlordinvest – eine neue p2p Plattform mit Immobilienkrediten + Interview mit CEO Filip Karadaghi

Heute habe ich wiedereinmal eine neue p2p Plattform für euch: Landlordinvest. Den wenigsten sollte diese Plattform ein Begriff sein, denn sie ist erst gerade live gegangen, und dies nach mehrjähriger Aufbauarbeit. Die Mindestanlage pro Kredit beträgt GBP 100, und die ersten Kredite zur Finazierung werden im Januar erwartet.

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Ich habe mit dem CEO von Landlordinvest ein Interview geführt um einiges in Erfahrung bringen zu können, was mir vom Besuch der Webseite her nicht klar war. Filip hat auch einige falsche Vermutungen meinerseits aus dem Weg räumen können. Hier das Interview (von mir aus dem englischen übersetzt:

Hallo Filip, ich würde dir gerne einige Fragen zu deiner Plattform stellen.

Ich werde sie gerne beantworten.

Ihr habt 2014 mit dem Aufbau der Plattform gestartet und gleich eine volle Autorisierung seitens der FCA (engl. Finanzaufsichtsbehörde) angestrebt. Warum habt ihr nicht gleich mit einer Interimsbewilligung gestartet?

Als wir die Firma gegründet hatten, ist die Anmeldefrist für Interimsbewilligungen bereits verstrichen gewesen. Daher konnten wir uns nur noch für eine volle Autorisierung anmelden, was wir am 18. Dezember 2014 auch getan haben.

Ihr habt also in den letzten zwei bis drei Jahren keinen Penny verdient? Wie wurde das finanziert? Wer steht hinter Landlordinvest?

Es ist richtig, dass wir seit der Gründung von Landlordinvest im Oktober 2014 keinen Penny verdient haben. Das Gründungskapital wurde direkt von den Gründern aufgebracht. In der Zwischenzeit haben wir zwei Business Angels erlaubt in uns zu investieren. Beide agieren als Berater.

Es scheint als ob ihr euch auf die Region Newcastle für Investments beschränken würdet? Warum dieser Fokus?

Ich würde nicht sagen, dass wir uns auf Newcastle und umliegende Gebiete fokussieren. Vielmehr haben wir den ganzen Norden im Fokus (Leeds, Liverpool, Manchester etc.). Dies aus dem einfachen Grund, da dort Landesweit die höchsten Renditen erzielt werden können.

Immobilienpreise sind im Norden verglichen mit London und dem Südosten immernoch relativ niedrig. Zudem sind die Vermietungsrenditen attraktiv. Ein weiterer Grund ist, dass der Norden über eine gute Infrastruktur verfügt, die Bevölkerung eher jung ist und es gross Universitäten gibt. Diese Gründe sollten für eine anhalten hohe Nachfrage nach Mietobjekten sorgen.

Welche Ambitionen hegt ihr? Wo seht ihr euch in 3 Jahren (Volumen etc)? Wann erwartet ihr das Break even?

Wir erwarten einen positiven Cash Flow bereits im zweiten Jahr. Wir sind sehr schlank aufgestellt und benötigen daher keine hohen Volumina um in die Gewinnzone zu gelangen. Nebst der Vergrösserung unseres Kreditbestandes zielen wir auf die Erlangung einer Banklizenz ab. Zopa hat als erste p2p Plattform überhaupt diesen Weg eingeschlagen. Wir hoffen, die erste p2p Plattform mit Banklizenz zu werden, welche Immobilien finanziert.

Euer regulatorischer Ansatz scheint eher hart zu sein. Ich habe zum Beispiel noch nie von einer „cooling off“ Periode im Zusammenhang mit p2p gehört. Warum das ganze?

Wir sind von der FCA mit einer Vollautorisierung ausgestattet worden, daher gelten für uns härtere Standards als bei Plattform mit Interimsbewilligung.

Eine Interessante Anekdote: Vor einigen einigen Tagen hat mich eine andere uns ähnliche (aber mit einem Kreditvolumen von 500 Million Pfund) p2p Plattform kontaktiert, welche momentan noch unter der Interimsbewilligung operiert. Mein Gesprächspartner erzählte mir, dass sie seit 2 Jahren versuchen die komplette Autorisierung zu erlangen, aber nicht damit rechnen diese vor nächstem Sommer zu erhalten. Diese Plattform musste im Zuge der Autorisierungsbestrebungen ihre gesamte Funktionalität anpassen und eine neue Plattform kreieren. Der Grund für den Anruf war, dass sie sich Hilfe erhoften in einigen technischen Punkten, welche die FCA umgesetzt sehen wollte. Es ist erstaunlich zu sehen, dass eine funktionsfähige Plattform mit hohem Kreditvolumen sich Rat bei einer vor 3 Wochen gelaunchten Plattform ohne Kreditvolumen Rat suchen muss. Das ist unser grosser Vorteil, wir haben die regulatorischen Hürden bereits genommen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, werded ihr BTL (buy to let = Immobilie kaufen um zu vermieten) sowie Immobilienkredite anbieten. Werden die BTL durch Investition in Eigenkapital mittels SPV (special purpose vehicle = vergleichbar mit einer Aktiengesellschaft) umgesetzt?

Wir werden nur Kredite vergeben, und zwar Kredite, damit jemand ein Haus zur Vermietung kaufen kann und Überbrückungskredite.

Im Segment der Immobilienfinanzierung gibt es viele p2p oder crowdinvesting Plattformen. Warum seid ihr besser?

Wir haben ein originales peer to peer model, wohingegen viele andere Plattformen hybride Lösungen fahren. Dem letzten Feedback der FCA nach zu urteilen, werden viele Plattformen ihr Geschäftsmodel anpassen, andere Bewilligungen einholen oder ihren Betrieb einstellen müssen.

Die drastische Veränderung von Landbay ist ein Hinweis dafür, was wir in Zukunft von den anderen Plattformen erwarten können.

Ein weiteres Diversifikationsmerkmal unserer Plattform ist, dass der Investor zwischen eher weniger risikobehafteten Krediten (normale Hypothek) sowie riskanteren zum Beispiel Überbrückungskrediten auswählen kann.

Weiter besteht unser Team aus Experten, welche viele Jahrzente Berufserfahrung vorweisen können. Dieser Umstand ist nicht direkt sichtbar für unsere Investoren, aber wird sich in gute Qualität der Kredite niederschlagen.

Wann erwartet ihr die ersten zu finanzierenden Kredite auf eurer Plattform? Seid ihr direkt von Kreditnehmern angefragt worden, oder nur von Brokern (Vermittler)?

Wir erwarten die ersten Kredite im Januar. Wir haben einige Kreditangebote an potenzielle Kreditnehmer verlängert und warten auf eine Rückmeldung bevor wir die Kredite auf die Plattform stellen.

Wir haben weniger als 10 registrierte Kreditnemer auf der Plattform. Keiner davon hat bis jetzt eine Kreditanfrage gestellt. Alle Anfragen kamen von Brokern.

Wir stehen derzeit mit etwa 50 Kreditbrokern in Kontakt, und es werden täglich mehr.

Mit unserem einzigartigen Geschäftsmodel und der Tatsache, dass wir eine brandneue Plattform am Markt sind, dauert es ein wenig bis die Vermittler unser Konzept verstehen und Vertrauen fassen. Vorher werden sie keine Kunden an uns weitervermitteln.

Lieber Filip, vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

Fazit

Wow, das ist länger als erwartet geworden. Ich bin ob der Antworten guter Dinge für die Plattform. Den Beweis, dass die gegebenen Vorteile auch bestehen und genutzt werden können, bleibt die Plattform uns noch schuldig. Ich werde die Entwicklung sehr nahe verfolgen und weiter berichten.

 

 

 

 

 

Collateral – eine spannende UK p2p Plattform

Und wieder habe ich eine neue Plattform entdeckt und gerne berichte ich darüber. Es handelt sich um Collateral, eine Plattform welche es erst seit diesem Jahr gibt, sich aber einer grossen Beliebtheit erfreut. Ich selbst lege seit etwa zwei Monaten dort an. Collateral bedeutet zu deutsch: Pfand, Sicherheitsgegenstand. Warum ich euch das erzähle, lest ihr weiter unten.

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Was und wer ist Collateral?

Wie eingangs erwähnt ist Collateral neuartige p2p Plattform, welche in Manchester, England, domiziliert ist. Gegründet wurde diese Plattform erst dieses Jahr von Peter Currie. Die Geschäftsidee war, den herkömmlichen Pfandleiher ins digitale Zeitalter zu holen. Collateral ist also ein moderner Pfandleiher. Pfandhäuser sind im angeslächsischen Raum stark verbreitet, und werden dort Pawn Shops genannt. Man kann dort hingehen, einen Gegenstand verleihen und kriegt dafür einen Betrag für welchen man Zinsen bezahlen muss. Läuft die Leihzeit aus, können die Leute gegen Zahlung der Zinsen sowie der Rückzahlung des Schuldbetrags Ihre Wertgegenstände wieder auslösen. Werden die Sachen nicht abgeholt und ausgelöst, werden die Gegenständer veräussert. Und in dieser Art funktioniert auch die Collateral.

Zinsen, Laufzeiten und Kreditgegenstände

Die Zinsen belaufen sich gemäss Plattform auf „up to 12%“, also bis zu 12%, aber ich habe noch keinen Kredit gesehen, welcher weniger Zinsen abgeworfen hätte. Die Laufzeiten bewegen sich im Bereich von 3 bis 12 Monaten, wobei die meisten 6 bis 12 Monate laufen.

Als Sicherungsgegenstand (Collateral) für den Kredit, können Gegenstände aller Art beleiht werden: Schiffscontainer, Autos, Pferdeboxen sowie Schmuck und Juwelen. Wobei Diamanten und teure Uhren den Hauptanteil der Kredite ausmachen, viele Kreditnehmer sind professionelle Juweliere, welche ihr Umlaufvermögen (working capital) so liquieder machen wollen. Es können auch Immobilien als Sicherheiten herangezogen werden, aber das war bisher eher die Seltenheit. Die Belehnung der Gegenstände wird nie höher als 70% des Schätzwerts ausfallen. Die Kreditnehmer müssen die Zinsen im Voraus zahlen.

Die Zinsen werden täglich berechnet und immer am ersten eines Monats gutgeschrieben. Das passiert immer sehr schnell, wofür ich dankbar bin. Unten seht ihr eine kleine Teilübersicht von meinem Portfolio. Meine Restlaufzeiten sind alle grösser als 100 Tage.

Ausschnitt meines Collateral Portfolios
Ausschnitt meines Collateral Portfolios

Investieren

Die Plattform erfreut sich grosser Beliebtheit, so dass auch hier ein Nachfrageüberhang besteht. Collateral tritt dem entgegen, in dem dass sie für die ersten 3 Stunden in welchen ein neuer Kredit auf die Plattform kommt, ein Gebotslimit eingeführt haben. Das heisst die Investoren können während der ersten 3 Stunden nur bis zum Limit bieten können. Das Limit ist meistens etwa ein 150gstel des Kreditvolumens, so ist garantiert, dass mindestens 150 Investoren zum Zug kommen. Wer halt nur Abends ins Internet gehen kann, ist hier im Nachteil und kann sich nur via Zweitmarkt eindecken.

Ausfälle/Defaults

Bis dato ist es noch zu keinem Ausfall gekommen, aber der Dezember wird ein spannender Monat werden, da viele Kredite das Ende der Laufzeit erreicht haben werden. Da gibt es für die Kreditnehmer die Möglichkeit den Gegenstand auszulösen, oder den Kredit zu verlängern in dem die Zinsen wieder voraus gezahlt werden.

Fazit nach 2 Monaten

Die Macher von Collateral haben viel überlegt, als sie die Plattform aufgesetzt haben, leider kommt es bei grossem Investorenansturm teilweise zu technischen Problemen und es ist manchmal nicht möglich zu Investieren (ist mir 1mal passiert). Die Mitarbeiter sind aber bestrebt solche Widrigkeiten zu vermeiden. Mein Geld habe ich übrigens via Kreditkarte und Currencyfair (gibt Willkommensbonus von EUR 30) eingezahlt. Dazu weist man das Geld an, danach geht man in seinen Account und meldet die Einzahlung. Ich weiss nicht wie, aber Collateral findet die Einzahlung so sehr schnell und das Geld wird gutgeschrieben.

Mal schauen was die Zukunft bringt, aber ich bin positiv eingestellt und werde noch viel Freude an Collateral haben.

 

Ein ungewohntes Bild bei Estateguru

Ich habe mich ja schon mehrfach als Fan von Estateguru geoutet. Ich habe euch auch schon mit diversen Investmentstrategien versorgt. Momentan könnt ihr die gutgemeinten Tipps alle ignorieren, denn auf der Estateguru Plattform trifft man ein unbekanntes Bild an. Es hat zum Zeitpunkt des Posts drei investierbare Projekte bei Estateguru, alle mit einem Zinssatz von 10 Prozent. Es stehen noch mehrere 100k Euro aus, also ein guter Zeitpunkt einzusteigen.

Wie ist es zu dieser Situation gekommen?

Die ganze Situation ist wohl dadurch entstanden, dass Estateguru weiter an Fahrt aufgenommen hat und die Plattform im November regelrecht mit neuen Projekten „überschwemmt“ hat. Ein gutes Zeichen eigentlich, aber es offenbart wohl auch, dass die Inestoren auf der Plattform ihr Geld bereits investiert haben. Estateguru braucht also neue Investoren, daher bietet die Plattform neuen Investoren auch 0.5% Gutschrift auf das investierte Kapital der ersten drei Monate an. Um vom Bonus profitieren zu können, müsst ihr euch einfach über einen Estateguru Link auf dieser Seite registrieren. Der Bonuscode wird der Anmeldung dann automatisch beigefügt. Die gleiche Gutschricht erhalte ich im Übrigen auch, ihr unterstützt mich also in meiner Arbeit euch die p2p Welt näher zu bringen. Das ganze hat keinen Nachteil für euch und ist kostenlos.

Liegt es an der Qualität der Projekte?

Meiner Meinung nach hat die Qualität der offenen Projekte nichts damit zu tun (es besteht scheinbar einfach ein Angebotsüberhang) , dass diese noch nicht gefüllt sind. Das heisst nicht, dass jedes neue Projekt über die gleicheh Qualität verfügt, man sollte auch bei Estateguru und im allgemeinen beim Investieren selektiv bleiben. Mit selektiv meine ich, dass man sich den Projektsbeschrieb durchliest und sich fragt, ob das Projekt (seiner eigenen Meinung nach) gelingen kann.

Ich investiere jedenfalls weiter bei Estateguru und erhöhe meine Einlage ein wenig.

Estateguru – es kommt Bewegung in die Sache (Auslandsexpansion)

Es läuft auch im November rund für Estateguru. Diesen Monat könnten Projekte im Wert von circa 2 Millionen Euro oder mehr finanziert werden. Aber das ist nicht der Grund für diesen Bericht. Nachdem bereits zwei Projekte in Lettland realisiert wurden, steht die weitere Auslandsexpansion scheinbar vor der Türe. Das ist der Grund für diesen Bericht.

Expansion nach Lettland, Litauen und Irland

Wie bereits geschrieben, sind die ersten beiden lettischen Projekte über die Bühne gegangen. Es handelte sich hierbei um das gleiche Projekt, welches bisher in 2 Tranchen finanziert wurde, und eine dritte soll noch ausstehen. Leider gibt es bei diesem Projekt Zahlungsverzögerungen, aber mehr dazu lest ihr unten im Abschnitt „Es ist Zeit zur Kritik“.

Lettland und Litauen liegen als Nachbarländer auf der Hand für eine Expansion. Aber Irland? Woher kommt jetzt bloss diese Insel auf den Radar von Estateguru? Ich kann hier nur mutmassen, dass dies etwas mit dem Brexit Votum zu tun hat, denn vor dem Brexit Debakel hatte Estateguru pläne zur Expansion nach Grossbritannien. Diese wurden aber verworfen. Ich vermute, dass Irland gewählt wurde, da dieses Land gute steurliche Rahmenbedingungen hat und die Poltik den Firmen und der Gesamtwirtschaft wohlgesonnen ist. Zudem wird eine offene Kultur gepflegt, in der auch neue Geschäftsmodelle akzeptiert werden. Ich bin kein Irlandkenner, aber es gibt wohl gute Gründe dafür, dass sich dort viele Firmen niederlassen oder Ihre Europahauptniederlassungen dort ansiedeln.

Seien wir also gespannt darauf, wie sich Estateguru entwickelt, und ob wir in Zukunft mehr Projekte zur Verfügung haben werden. Im Moment hat es übrigens 2 Projekte, welche noch nicht vollständig finanziert wurden.

Es ist Zeit für Kritik

Wie oben beschrieben, hat das erste lettische Projekt Mühe mit pünktlichen Zinszahlungen. Die Erste Zahlung wäre am 9. Oktober fällig gewesen, und wurde am 20. Oktober beglichen. Die Novemberrate ist seit dem 9. auch immer noch ausstehend. Das ist eigentlich nicht mein Hauptproblem, denn mit solchen Sachen und Ausfällen muss bei zweistelligen Zinssätzen gerechnet werden. Was mich wirklich nervt ist, die Haltung vom Estateguru Support, der sich nicht die Mühe macht auf Anfragen zu Antworten, welche diesen Kredit betreffen. Ich hatte das letzte Mal angefragt wie der Status sei und kriegte nur nach mehrmaligem Nachfragen eine Antwort. Und jetzt schon wieder dasselbe. Am Sonntag Abend Nachgefragt und bis Mittwoch Mittag keine Antwort. Also habe ich nochmals geschrieben…. Mir ist bewusst, dass ich keine Antwort innerhalb von 12 Stunden erwarten kann, aber sorry, wenn es mehr als 2 Arbeitstage dauert, dann habe ich schon meine Zweifel an deren Support. Ich finde hier die Informationspolitik einfach schlecht. Viventor und Mintos als Beispiele machen das aus meiner Sicht besser, ich kriege Antworten innerhalb von einem Arbeitstag, was tip top ist. Mir ist auch klar, dass Estateguru in obigem Fall vielleicht auch keine Informationen hat, da sie den Schuldner nicht erreichen konnten, oder was auch immer. ABER eine kurze Rückmeldung an einen Investor wäre wohl das Mindeste. Eine Nachricht wie „wir sind dran und informieren Ende Woche“ würde aus meiner Sicht schon genügen. Ich habe das dem Support auch schon mehrfach mitgeteilt und erhielt die Bestätigung, dass sie das in Zukunft machen werden…. Fehlanzeige, bis jezt.

Ich hoffe mal unsere Gurus sind zu beschäftigt mit der Prüfung von neuen Projekten und Antworten darum nur spärlich. Ich mag die Plattform trotzdem, aber im Bereich des Supports besteht Luft nach oben.

So, jetzt habe ich meinen Ärger kund getan und hoffe auf Besserung 😉