Swaper – ein Update zu meinen Erfahrungen

Letzten Monat hatte ich schon von der neuen p2p Plattform Swaper berichtet. Es ist nun schon einige Zeit ins Land gestrichen, und ich kann wieder etwas von meinen Benutzererlebnissen berichten.

Was noch nicht besser ist

Leider werden die Zinsen bei Swaper noch nicht beim Verkauf eines Kreditanteils dem Investor gutgeschrieben, sondern erst wenn der Kredit durch Rückzahlung oder Buyback abgelöst wird. Nunja, ich kann damit leben, und hoffe, dass dies wie versprochen bald geändert wird. Man kann sich ja vorstellen, dass es bei einer neuen Plattform zu Beginn etwas hektisch ist. Ich übe mich in Nachsicht, auch wenn das nicht meine Stärke ist 😉

Die App wurde ja in einem relativ rudimentären Zustand/Version den Investoren zugänglich gemacht. Es scheint mir, als seien hier Verbesserungen im Gang, aber vollumfänglich zufrieden bin ich noch nicht. Was mich auch gestört hat: Mit der mobile Ansicht ist man beinahe gezwungen worden, die App runterzuladen, oder auf den Desktop Modus zu wechseln. Ich denke, Swaper hat hier versucht, viele Investoren zur App zu „überreden“. Von den Vorhaben sind sie zum Glück wieder ein wenig abgerückt.

Was mir noch nicht gefällt

Die Ansicht bei my Investments ist – so finde ich jedenfalls – noch nicht so gelungen. Was mich am meisten stört, ist dass ich dort auch die verkauften oder zurückbezahlten Kredite sehen kann. Diese sind einfach grünlich gefärbt. Das trägt doch eher zur Unübersichtlichkeit bei, als es einen Informationsvorteil bringen würde. Aber seht selbst:

Auszug aus my Investments bei Swaper
Auszug aus my Investments bei Swaper

Was sich aber verbessert hat

Gerne möchte ich diesen Beitrag zu Swaper mit einer positiven Note beenden, denn die Plattform gefällt mir, auch wenn diese noch viel Arbeit vor sich hat und Verbesserungen implementieren muss.

Die Erreichbarkeit und Geschwindigkeit hat sich meiner Meinung nach verbessert. Zu Anfangszeiten hatte ich ein paar Mal das Gefühl, dass die Plattform langsam reagiert. Dies konnte ich in der letzten Zeit nicht mehr feststellen. Auch einige Designpunkte wurden überarbeitet.

Fazit

Die leichten Fortschritte von Swaper sagen mir zu. IT technische Änderungen an der Plattform benötigen einfach ihre Zeit, aber ich erlebe die Mitarbeiter von Swaper als zielstrebig und mit Freude an der Arbeit. Da kann ich auch gerne einmal über kleine Unzulänglichkeiten hinweg sehen.

 

 

 

 

Collateral – eine spannende UK p2p Plattform

Und wieder habe ich eine neue Plattform entdeckt und gerne berichte ich darüber. Es handelt sich um Collateral, eine Plattform welche es erst seit diesem Jahr gibt, sich aber einer grossen Beliebtheit erfreut. Ich selbst lege seit etwa zwei Monaten dort an. Collateral bedeutet zu deutsch: Pfand, Sicherheitsgegenstand. Warum ich euch das erzähle, lest ihr weiter unten.

screenshot_2016-12-04-16-52-06

Was und wer ist Collateral?

Wie eingangs erwähnt ist Collateral neuartige p2p Plattform, welche in Manchester, England, domiziliert ist. Gegründet wurde diese Plattform erst dieses Jahr von Peter Currie. Die Geschäftsidee war, den herkömmlichen Pfandleiher ins digitale Zeitalter zu holen. Collateral ist also ein moderner Pfandleiher. Pfandhäuser sind im angeslächsischen Raum stark verbreitet, und werden dort Pawn Shops genannt. Man kann dort hingehen, einen Gegenstand verleihen und kriegt dafür einen Betrag für welchen man Zinsen bezahlen muss. Läuft die Leihzeit aus, können die Leute gegen Zahlung der Zinsen sowie der Rückzahlung des Schuldbetrags Ihre Wertgegenstände wieder auslösen. Werden die Sachen nicht abgeholt und ausgelöst, werden die Gegenständer veräussert. Und in dieser Art funktioniert auch die Collateral.

Zinsen, Laufzeiten und Kreditgegenstände

Die Zinsen belaufen sich gemäss Plattform auf „up to 12%“, also bis zu 12%, aber ich habe noch keinen Kredit gesehen, welcher weniger Zinsen abgeworfen hätte. Die Laufzeiten bewegen sich im Bereich von 3 bis 12 Monaten, wobei die meisten 6 bis 12 Monate laufen.

Als Sicherungsgegenstand (Collateral) für den Kredit, können Gegenstände aller Art beleiht werden: Schiffscontainer, Autos, Pferdeboxen sowie Schmuck und Juwelen. Wobei Diamanten und teure Uhren den Hauptanteil der Kredite ausmachen, viele Kreditnehmer sind professionelle Juweliere, welche ihr Umlaufvermögen (working capital) so liquieder machen wollen. Es können auch Immobilien als Sicherheiten herangezogen werden, aber das war bisher eher die Seltenheit. Die Belehnung der Gegenstände wird nie höher als 70% des Schätzwerts ausfallen. Die Kreditnehmer müssen die Zinsen im Voraus zahlen.

Die Zinsen werden täglich berechnet und immer am ersten eines Monats gutgeschrieben. Das passiert immer sehr schnell, wofür ich dankbar bin. Unten seht ihr eine kleine Teilübersicht von meinem Portfolio. Meine Restlaufzeiten sind alle grösser als 100 Tage.

Ausschnitt meines Collateral Portfolios
Ausschnitt meines Collateral Portfolios

Investieren

Die Plattform erfreut sich grosser Beliebtheit, so dass auch hier ein Nachfrageüberhang besteht. Collateral tritt dem entgegen, in dem dass sie für die ersten 3 Stunden in welchen ein neuer Kredit auf die Plattform kommt, ein Gebotslimit eingeführt haben. Das heisst die Investoren können während der ersten 3 Stunden nur bis zum Limit bieten können. Das Limit ist meistens etwa ein 150gstel des Kreditvolumens, so ist garantiert, dass mindestens 150 Investoren zum Zug kommen. Wer halt nur Abends ins Internet gehen kann, ist hier im Nachteil und kann sich nur via Zweitmarkt eindecken.

Ausfälle/Defaults

Bis dato ist es noch zu keinem Ausfall gekommen, aber der Dezember wird ein spannender Monat werden, da viele Kredite das Ende der Laufzeit erreicht haben werden. Da gibt es für die Kreditnehmer die Möglichkeit den Gegenstand auszulösen, oder den Kredit zu verlängern in dem die Zinsen wieder voraus gezahlt werden.

Fazit nach 2 Monaten

Die Macher von Collateral haben viel überlegt, als sie die Plattform aufgesetzt haben, leider kommt es bei grossem Investorenansturm teilweise zu technischen Problemen und es ist manchmal nicht möglich zu Investieren (ist mir 1mal passiert). Die Mitarbeiter sind aber bestrebt solche Widrigkeiten zu vermeiden. Mein Geld habe ich übrigens via Kreditkarte und Currencyfair (gibt Willkommensbonus von EUR 30) eingezahlt. Dazu weist man das Geld an, danach geht man in seinen Account und meldet die Einzahlung. Ich weiss nicht wie, aber Collateral findet die Einzahlung so sehr schnell und das Geld wird gutgeschrieben.

Mal schauen was die Zukunft bringt, aber ich bin positiv eingestellt und werde noch viel Freude an Collateral haben.