Wisefund – eine weitere neue Plattform (mit Zinsen von bis zu 21 Prozent)

Und weiter geht es mit einer neuen Plattform, welche in Estland domiziliert ist (das Team sitzt jedoch in Lettland). Auf den ersten Blick sieht Wisefund aus wie Envestio oder Monethera (und auch das Cashback Programm ist gleich wie bei Envestio 😉 mehr dazu am Ende des Posts).

Auf den Zweiten gibt es jedoch einen gewaltigen Unterschied: während Envestio und Monethera die Kredit- und Risikoanalysen in house machen, lässt Wisefund dies von einer Firma namens Nord Capital Markets durchführen. Finde ich gut, dass man sich Experten know-how einkauft und nicht alles selber machen will. Leider finde ich nicht allzuviel über die Nord Capital Markets. Ich nehme an es handelt sich dabei um diese. Sollte zutreffen, da diese Firma seit 2009 operativ ist, scheint jedoch in der Hand von einer Person zu sein. Über die Expertise in der Kreditanalyse finde ich nichts. Wenn ich mir die Homepage anschaue, dann sieht das für mich eher nach einer Firma für Tradingstrategien aus. Es ist einfach schade, dass man die gemachten Aussagen auf der Homepage nicht nachvollziehen kann.

Registrierung und Einzahlung

Registrieren können sich aktuell volljährige Personen, welche im EU-Raum (+ Schweiz) wohnen und/oder ein Bankkonto in dieser Region besitzen. Die Erstellung eines Accounts ist einfach, man benötigt nachdem man die Emailadresse bestätigt hat ein Ausweisdokument, welches hochzuladen ist. Zudem wird noch ein Selfie zusammen mit dem Ausweisdokument verlangt (das ist immer meine grösste Schwierigkeit dies einigermassen akzeptabel zu fotografieren 😉 ). Nachdem die Unterlagen hochgeladen wurden, dauert es maximal 2 Arbeitstage bis die Identität bestätigt ist. Erst danach ist es möglich eine Einzahlung vorzunehmen. Bei den Einzahlungsdaten habe ich nicht schlecht gestaunt, das Konto von Wisefund ist bei der grössten Ungarischen Bank OTP (Wikipedia zu OTP), und man überweist nach Ungarn (IBAN beginnt mit HU für Ungarn). Das finde ich jetzt doch eine etwas spezielle Konstellation und ich werde dem auf den Grund gehen.

Projekte

Aktuell sind 3 Projekte gelisted, wovon eines scheinbar gerade vollständig finanziert wurde. Zinsen sind in der Bandbreite von 17.3 bis 19.7 Prozent angesiedelt, bei Laufzeiten von 4 bis 8 Monaten. Das Eisenbahnprojekt stammt aus der Schweiz, und so weit ich das sehe ist die Schuldnerfirma aktiv. Aber viel mehr kann ich da auch nicht in Erfahrung bringen. Ich versuche mal via Wisefund mit denen in Kontakt zu treten.

Aktuelle Projektpalette bei Wisefund

Mindestanlage und Buyback

Gemäss den FAQ von Wisefund beträgt die Mindestanlage 10 Euro pro Projekt und man kann höchstens 10 Prozent eines Projekts finanzieren. Auch gemäss FAQ werden Kredite, welche mehr als 60 Tage überfällig sind zurückgekauft. Hier verstehe ich das so, als dass nur das Kapital erstattet wird, keine aufgelaufenen Zinsen. Werde das noch nachfragen ob dem wirklich so ist.

Fazit und Cashback

Ihr seht, es sind noch einige Fragen offen, aber das ist normal bei neuen Plattformen. Der erste Eindruck ist sicher besser als bei Monethera, aber das war auch nicht so schwer 😉 Ich hoffe, dass ich bald die offenen Fragen klären kann und werde berichten. Falls ihr euch registrieren wollt, kriegt ihr mit diesem Link 0.5% Cashback für die ersten 270 Tage sowie 5 Euro Startbonus. Lasst euch gesagt sein, die Plattform ist taufrisch, das ist hochrisiko. Seid euch dem einfach bewusst, es gibt keine 20 Prozent Zinsen ohne erhebliches Risiko.

Ibanwallet: ein neuartiges Tagesgeldkonto

Im Bereich der Fintechs (wovon p2p ein Unterzweig darstellt) tut sich in der letzten Zeit so einiges was Arten von Tagesgeldkonten angeht. Wir haben da ja das bekannte Bondora Go & Grow, die etwas andere Art von Bondster sowie Mintos Invest & Access (welches ich noch nicht getestet habe). Jetzt kommt also noch Ibanwallet dazu.

Ibanwallet , ein alter Bekannter

2017 habe ich das erste Mal von Ibanwallet gehört, und zwar auf Seedrs, wo sich die Firma Kapital zur Umsetzung ihrer Pläne geangelt hat. Ich war damals mit den Gründern ( Daniel Suero Alonso und Marc-Anthony Hurr ) in Kontakt, habe jedoch schlussendlich nicht investiert. Warum weiss ich heute auch nicht mehr, es wird wohl keinen triftigen Grund dafür gegeben haben, ansonsten würde ich mich noch daran erinnern.

Zwei Jahre später ist es also soweit und das Produkt (oder das erste aus einer Palette?) ist ausgerollt und für die breite Masse verfügbar. Jetzt stellt sich die Frage, welche Dienstleistung hier angeboten wird (funktioniert übrigens als App oder via Webseite)…

Was ist Ibanwallet genau?

Im Namen verstecken sich zwei Worte: IBAN, also eine Bankkontonummer wie wir sie kennen und Wallet, also Brieftasche. Es handelt sich also um ein neuartiges Bankkonto, welches wir quasi wie unsere Brieftasche nutzen können. Wow ein Bankkonto (Ein- und Auszahlungen aber nur über das hinterlegte Referenzkonto), das haut mich jetzt erstmal nicht aus den Socken 😉 ABER, es gibt schon noch einige Features, welche interessant sind: Es werden 4 Varianten an „Konten“ angeboten: 1) ein Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 2.5% pro Jahr, mit täglicher Zinszahlung sowie drei Konten, welche eher einem Termingeld (mit vorzeitiger Kündigungsmöglichkeit) ähneln. Dort gibt es Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren sowie Zinsen von 3 bis 6%. Unten seht ihr die 3 Termingeldkonten.

Angebot an Termingeldern bei Ibanwallet

So wie ich das verstehe sind die Anlagen jederzeit kündbar, jedoch gegen Gebühr. Jegliche aufgelaufenen Zinsen bis zu 2.5% werden storniert, wenn die Anlage vorzeitig gekündigt wird. Sind beispielsweise nur 0.1% aufgelaufen, werden auch nur 0.1% storniert, man verliert also kein Kapital. Kündet man beispielsweise das einjährige Termingeld nach 11 Monaten, kriegt man 0.25% Zinsen (2.75% aufgelaufen minus 2.5%). Ist jetzt nicht sonderlich attraktiv, aber ganz ok wie ich finde. Liquidität hat halt ihren Preis. Ich habe Mitte Juli mal 550 Euro eingezahlt und das einfach auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen. Ich kriege jetzt jeden Tag zwischen 3 und 4 Cent Zinsen.

Screenshot vom 25. Juli 2019

Nicht alle Welt, aber als Alternative Parkmöglichkeit für ein bisschen Cash ganz nett. Wir sind halt im p2p Bereich verwöhnt mit zweistelligen Zinsen, da sieht das natürlich nicht gut aus. Aber vergleicht man es realistisch, ist das keine üble Sache, vorallem mit der gegebenen Liquidität.

Registrierung und Startbonus

Die Registrierung dauert nur wenige Minuten. Es wird ein Identifikationsdokument, sowie eine Handynummer benötigt. Danach sieht man schon seine persönliche IBAN bei Ibanwallet und kann das Geld vom (persönlichen) Bankkonto her anweisen. Ich hatte das am Vormittag erledigt, und am Abend war das Geld drauf. Ging alles wirklich flott. Um die Auszahlung freizuschalten muss ein Beleg des Bankkontos (worauf die eigene Adresse ersichtlich ist), hinterlegt werden. Nutzt diesen Link zur Registrierung (das Feld promo code wird bei der Registrierung automatisch ausgefüllt, falls es leer sein sollte, kontaktiert mich) und ihr erhaltet 25 Euro Startbonus, sobald ihr 1’000 Euro eingezahlt habt (ich auch). Der Bonus ist frei verwendbar, und würde euch mit dem Tagesgeldkonto 5% Rendite im ersten Jahr sichern (2.5% auf 1000 Euro = 25 Euro plus 25 Euro Bonus).

Wie erwirtschaftet Ibanwallet das Geld um die Zinsen zu Zahlen?

Ibanwallet versteht sich als neuartiges und macht daher eigentlich nichts anderes als eine normale Bank. Was macht denn eine Bank? Ganz vereinfacht gesagt nimmt eine Bank Geldeinlagen an von Kunden (=Geld auf dem Bankkonto) und verleiht dieses dann wieder an Kunden, zum Beispiel als Hypothek. Die Differenz zwischen dem was auf den Bankeinlagen gezahlt wird an Zinsen und dem was aus den Hypotheken eingenommen wird, nennt sich Zinsdifferenzgeschäft und gehört der Bank, welche so Gewinn machen will. Das ist jetzt sehr vereinfacht ausgelegt und viele Punkte wurden nicht erwähnt (Fristentransformation, Reserven, Geldmengenmultiplikator blah blah und blah 😉 ). Das ist der ursprüngliche Zweck einer Bank.

Ibanwallet macht eigentlich nichts anderes, man nimmt Geld an und investiert es. Aber in was? Und jetzt wird es spannend: Ibanwallet investiert das Geld in p2p Kredite! Leider konnte ich noch nicht herausfinden wo und wie genau. Ich weiss lediglich, dass nur in besicherte Kredite (mit Buyback und/oder Immobilie oder sonstigen Assets) investiert wird. Hier versuche ich noch mehr zu erfahren, vor allem auch in Bezug auf die Liquditätssteuerung und so weiter. Ich glaube nicht, dass ich erfahren werde, wo genau in welche Kredite investiert wird 😉 Aber ich bleibe dran.

Fazit

Ich bin angetan von der einfachen Handhabung sowie der schlichten Homepage von Ibanwallet (gibt es übrigens auch als App). Es funktioniert alles reibungslos. Wenn man die Zinsen mit Tagesgeldkonten vergleicht, sind diese natürlich top, wenn auch nicht exorbitant. Was man aber vor einer Anlage bedenken sollte: Nie die komplette Liquidität dort parken, man muss sich bewusst sein, dass sich das Unternehmen in einen neuen Markt (p2p) bewegt und selbst taufrisch ist. Da können viele Risiken schlummern (operationelle, Marktrisiken etc). Möglich ist auch, dass das eingezahlte Geld in die gleichen p2p Kredite investiert wird, über welche man bereits via anderen Plattformen investiert ist. Nichts desto trotz kann man sich das ja mal anschauen. Das Team ist leider nicht auf der Webseite vertreten, was gemäss Aussagen der Firma momentan nicht geplant ist. Weiter oben seht ihr aber links zu den Gründern. Daniel ist ein Banker und Unternehmer und Marc-Anthony der Mathe und IT-Guy, passt also grundsätzlich von der Aufstellung, auch wenn das nichts heissen muss ;). Hier geht es zur Registrierung und dem 25 Euro Bonus (bei 1’000 Euro Investment)