Monethera – eine Einführung (max 22% Zinsen)

Ende letzter Woche wurde ich auf Monethera aufmerksam und habe ein Konto eröffnet, auch wenn mir anfangs die Haare (die ich noch habe) zu Berge gestanden haben. Die Webseite scheint noch nicht ganz fertig zu sein, aber was wirklich störend war, dass die Texte nahezu 1:1 von Envestio kopiert schienen. Auch die erwähnten Mitarbeiter konnte ich online nicht wirklich ausfindig machen. Eine Management Struktur ist nicht vorhanden. Daher hatte ich einige Fragen an Monethera geschickt, welche ausführlich und professionell beantwortet wurden. Ich werde nachfolgend die einzelnen Themen abhandeln, aber zuerst auf die Registrierung eingehen.

Registrierung

Die Plattform steht eigentlich jedem Anleger über 18 Jahre zur Verfügung, ausser man wohnt in den USA, China oder den baltischen Staaten. Ich höre eure Fragezeichen bezüglich der baltischen Staaten. Das Bedarf weiterer Klärung, ich warte eine weitere Antwort ab und editiere hier, so bald ich diese habe. Bevor man Geld auf die Plattform schicken kann, muss man einen Personalausweis oder Identitätskarte hochladen, sowie eine Utility Bill (Stromrechnung oder so) oder einen Auszug vom Bankkonto. Bei mir ging die Verifizierung innerhalb einiger Stunden durch. Da die Plattform jetzt so langsam auf Blogs bekanntgemacht wird, könnte es etwas länger dauern.

Envestio Klon?

Das war mein erster Gedanke, als ich den Content der Seite gelesen hatte. Monethera erklärt das damit, dass sie jemanden engagiert haben die Texte zu Schreiben und dieser jemand hat scheinbar copy / paste betrieben und sich so schnell etwas Geld verdient ohne grossen Aufwand. Die Texte seien überprüft worden, aber verständlicherweise nicht mit anderen Plattformen abgeglichen worden. Verstehe, ärgerlicher Start. Auf jeden Fall werden die Texte überarbeitet. Es bestehen keine Verbindungen zu anderen Plattformen.

Management

Ich habe nach den Verantwortlichen gefragt, da ich im Handelsregister Estlands einen Andrei Bogdanov gefunden habe, welcher auf der Webseite nicht aufgeführt wird. Mir wurde dann mitgeteilt, dass Herr Bogdanov sowie Andris Taubris die beiden Unternehmer sind, welchen die Firma gehört. Letzterer ist auch der CEO, auch wenn das so noch nicht auf der Webseite ersichtlich ist. Auf jeden Fall habe ich Lebensläufe der Mitarbeiter erhalten. Bis Ende dieser Woche sollten auch diese auf der Webseite aufgeschaltet sein. Man bemüht sich hier etwas mehr Transparenz reinzubringen. Seien wir gespannt.

Registriert in Estland, Büro in Lettland

Registriert ist Monethera in Estland, hat seine Büros jedoch in Riga, Lettland. Das mutet erstmal etwas komisch an, ich gebe aber zu Bedenken, dass dies bei vielen weiteren p2p Plattformen genau gleich ist (Grupeer in Irland, Büros in Lettland. Iuvo Estland/Bulgarien. Robocash Kroatien/Russland etc). Das ist für mich kein Stressfaktor. Die Mindesteinlage beträgt 100 Euro.

Projekte

Aktuell sind 3 Projekte online mit Laufzeiten von 6 bis 12 Monaten und Zinsen von 18.2 bis 18.9 Prozent. Sieht sehr attraktiv aus. Das Projekt River Paradize wird teilweise via die Plattform finanziert, da der Schuldner nicht den vollständig notwendigen Kredit bei einer Bank finanzieren konnte (und Bankfinanzierungen aktuell sehr harzig laufen im Baltikum). Daher wird hier der Rest via p2p aufgenommen. Wir sind hier also defintiv im hochrisiko Bereich.

Eines der ersten Monethera Projekte: River Paradize

Buyback/Zinsen/Verzug

Monethera bietet einen sofortigen Buyback an, jedoch zu 5 Prozent Abschlag. Das erinnert mich doch an eine andere Plattform 😉 Zinsen werden monatlich gezahlt. Die Projekte sind endfällig. Was bei Verzug passiert, erschliesst sich mir noch nicht vollständig. Ich hoffe hier auf das Webseiten Update.

Meine Meinung zum Schluss

Die Plattform hatte wohl einen schlechten Start (Texte, Transparenz, etc). Ich hoffe die versprochenen Anpassungen kommen schnell. Ansonsten ist vielleicht das Anfangsvertrauen komplett verspielt. Das hätte man sicher besser machen können. Ich werde die Plattform nicht gleich abschreiben, rufe aber jeden der dort investiert zur Vorsicht auf. Es ist eine taufrische Plattform, die noch einige Arbeit vor sich hat. Also definitiv sehr hohes Risiko. Die Projekte scheinen attraktiv zu sein und die Rendite stimmt. Ich gehe langsam rein. Zweitmarkt und weitere Feature sind in Planung.

Ich versuche mir ein besseres Bild zu verschaffen und den CEO ans Telefon zu kriegen, so lässt sich sicherlich noch einiges klären. Auf jedenfall scheint mir die Plattform offen gegenüber Fragen zu sein. Hier geht es zu Monethera. Ihr kriegt 5 Euro Startgeld und 0.5% Cashback auf die Investitionen.

2 Antworten auf „Monethera – eine Einführung (max 22% Zinsen)“

  1. Hallo, ich habe mir die mal angeschaut. Würde ich persönlich die Finger weglassen. Auf den Fotos vom Management haben die noch nicht einmal ihre Hemden in die Hosen gesteckt 😉 Bei Investments in P2P schaue ich mir als erstes die Managementfotos an und entscheide dann, ob diese Personen mit meinem Geld wohl überlegt umgehen. Das Bauchgefühl ist hier die absolute Grundlagenentscheidung vor der ersten Einzahlung ! Ein billiges Hemd, unrasiert und nicht sehr sympathisch bedeutet für mich auch kein Investment. Man sieht nicht einmal eine Uhr, Schmuck, Hosen oder Uhren … sehr verdächtig. Wenn ich die Firmennamen der Projekte mal bei Google eingebe bestätigt sich der erste Eindruck. Das Modelabel wurde 2017 eingetragen (kürzlich geändert) und zeigt bisher keine Aktivität. Die Real-Estate-Company River Paradize ist eine Micro-Company ohne nennenswerte Aktivität. Die Sturgeon Farm ist gänzlich unbekannt. Da kann ich mein Geld auch gleich spenden. Bezüglich der Texte: Ich würde erwarten, daß die Gründer die Seite in Ihrer Sprache selber erstellen und dann eine ÜBERSETZUNG in Auftrag geben. Klarer Fall, daß man selber nicht alle Sprachen kann. Aber die kompletten Texte außer Haus schreiben zu lassen und ohne Gegenprüfung zu übernehmen … das läuft so nicht. Wem das nicht reicht … es gibt doch irgendwo eine Bildersuchmaschine von Google. Es würde mich nicht wundern, wenn die verwendeten Projektfotos irgendwo kopiert wurden oder Stockfotos sind. Könnte man ja mal überprüfen, wobei ich hier keinen Bedarf zu sehe … siehe Bauchgefühl.

    1. Hallo
      Der grösste Knackpunkt sind für mich in der Tat die Texte. Es würde mir niemals einfallen, diese fremd zu vergeben (Übersetzungen natürlich schon). Das ist wirklich schlecht.

      Was die Fotos der Personen angeht, die interessieren mich nicht. Ich glaube nicht, dass ich daraus etwas schliessen könnte. Im persönlichen Gespräch ja.

      Dass die Firmen keine grosse Aktivität zeigen ist für mich klar, da meines Erachtens für solche Bauprojekte extra neue Firmen gegründet werden.

      Wenn ich mich an die Anfangszeiten von Envestio erinnere, dann war das Feedback (und die Seite), noch schlechter 😉

      Jeder, der nur ein bisschen ein schlechtes Gefühl hat, soll die Finger davon lassen (wie du ja schön schreibst)

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