Wisefund – ein kurzes Update

Gut zwei Monate ist es her seit ich das erste Mal über Wisefund berichtet hatte. In der Zwischenzeit sind schon einige Projekte finanziert worden. Aktuell (siehe unten) ist ein Projekt offen, welches mit 20% Rendite lockt. Ich finde Wisefund ist sehr gut gestartet, auch die Plattform ist technisch wie auch visuell ausgereifter als die direkten Konkurrenten wie Kuetzal, Envestio oder Monethera. Von Anfang an hat Wisefund einen professionellen Eindruck gemacht, auch wenn die Plattform noch kleinere Macken hatte. Da sehe ich drüber weg, denn irgendwann ist mal gut mit dem Testing und man sieht vieles erst, wenn es wirklich live ist. Von daher, solider Job gemacht (in meinen Augen). Das sagt jedoch noch nichts über die Projektqualität aus, für das ist es noch zu früh. Auf jeden Fall scheint die ganze Geschichte sehr durchdacht zu sein.

aktuelles 20% Projekt bei Wisefund. Dürfte wohl einige Tage dauern, bis das gefüllt ist.

Die Sache mit dem Ungarischen Bankkonto

Wie ihr ja bereits wisst, ist die Plattform eigentlich in Estland (und Lettland) zu Hause, das Bankkonto jedoch in Ungarn. Wie kommt es zu dieser Konstellation? Ich habe vor einigen Monaten die Thematik des Schwarzgeldskandals in Estland kurz gestreift, und darin liegt auch die Begründung. Wisefund hatte es sehr schwer als neuer Crowdinvesting Anbieter ein Bankkonto im Baltikum zu eröffnen, da die Banken dort momentan sehr vorsichtig sind. Stellt euch mal vor, da kommt eine neu gegründete Firma und möchte ein Konto. Auf diesem Konto kommen hunderte Zahlungen aus ganz Europa (oder sogar weltweit) von verschiedenen Personen an. Das Geld wird dann in grossen Tranchen an irgendwelche Firmen im Euroraum weitergeleitet. Ich sag’s euch, das ist der Albtraum für jede anti Geldwäscherei-Abteilung einer Bank. Von daher wundert es mich auch nicht, dass wir bei Envestio verschiedene Änderungen der Bankverbindung erlebt haben und auch Monethera nun ein Bankkonto in der Slowakei führt.

Die externe Kreditanalyse

Ich hatte ja bemängelt, dass die mit der Kreditanalyse betraute Firma (Nord Capital Markets) eine One Man Show sein könnte. Mir wurde seitens Wisefund versichert, dass die Firma mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Kreditanalyse mitbringt und bei grossen Projekten zusätzliche Spezialisten zugezogen werden. Schlussendlich muss man hier der Plattform vertrauen, denn wenn die Kreditanalyse schlecht ist, gibt es die Plattform bald nicht mehr. Von daher ist es ok für mich (aktuell).

Buyback / Cashback

Ich wollte noch in Erfahrung bringen, wie das mit dem Buyback wirklich ist. Also, nach 60 Tagen Verzug erfolgt ein Buyback des investierten Kapitals (die Forderungen werden an einen Investor verkauft). Die Zinsen sind davon nicht gedeckt, sollten jedoch durch einen Protection Fund von Wisefund gedeckt werden. Im FAQ ist das jedoch so nicht beschrieben, und wurde mir per Email mitgeteilt. Ich hoffe, die passen das dort auch noch an, oder ich habe es einfach übersehen.

Bei Registrierung mit diesem Link, kriegt ihr 0.5% Cashback auf euer Investorenkonto, nach jedem Investment und das während der ersten 9 Monate (270 Tage).

Fazit

Es kommt etwa jede Woche ein neues Projekt auf die Plattform. Es dauert jeweils mehrere Tage bis ein Projekt vollständig finanziert ist. Die Plattform überzeugt technisch sowie bei der Benutzerfreundlichkeit. Ein- und Auszahlungen gehen fix, auch der Support ist schnell. Von daher alles gut. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Plattform erst am Anfang steht und man sich in Hochrisikokrediten befindet.

Bei Fragen einfach melden. Grüsse

Coinloan – p2p mit oder ohne Krypto und hohen Renditen

Auch wenn ihr mit Kryptowährungen bis jetzt (noch) nichts am Hut habt, würde ich euch dennoch empfehlen diesen Artikel zu Ende zu lesen, und dann zu entscheiden ob ihr euch das ganze mal aus der Nähe ansehen wollt. Um auf der Plattform Coinloan anzulegen, benötigt ihr nämlich keine Kryptowährungen, ihr könnt wie gewohnt Euro anlegen. Natürlich ist es auch möglich sich auf der Plattform Geld zu leihen, aber dies wird in diesem Post nicht behandelt (wir wollen ja Zinsen verdienen und nicht zahlen 😉 )

Grundsätzliches zur Plattform

Die Plattform ist in Estland (Talinn) domiziliert, wobei das Kernteam nach eigenen Angaben auch dort wohnt. Ergänzt wird das Team durch weitere Mitarbeiter in verschiedenen EU Ländern. Anlegen kann jede Person, welche mindestens 18 Jahre alt ist und über einen Wohnsitz in Europa verfügt. Weitere Länder sind zugelassen, es gibt nur wenige Ausnahmen, welche leider nicht näher genannt werden. Ich gehe davon aus, dass USA ausgeschlossen ist. Die Registrierung geht fix, wie auch die Identifikation (Ausweisdokument muss hochgeladen werden). Ihr benötigt auch noch eine app für die 2fa authorisierung als Sicherheit (google authenticator).

Wie funktioniert das nun mit dem Anlegen?

Nüchtern betrachtet ist Coinloan eine normale p2p Plattform, wie ihr sie bereits schon kennt. Die Hauptunterschiede liegen meines Erachtens in drei Bereichen: 1) Ihr leiht das Geld direkt einer Person (originales p2p) und kauft keine verbrieften Kredite eines Loan Originators. 2) Ihr habt hier eine Sicherheit hinterlegt in Form von Kryptowährungen (welche theoretisch einen Wert haben). 3) Ihr setzt die Kreditmodalitäten (Zinsen, Laufzeit etc) selber fest. Punkt 1 ist diskutabel, ist aber zutreffend für die meisten grossen Plattformen wie Mintos, Peerberry, Grupeer usw.

Nachdem ihr verfiziert seid, könnt ihr Euros via Banküberweisung (SEPA) auf euer Coinloan Wallet laden. Die Informationen hierzu findet ihr unter „my wallet“ im Dashboard eures Coinloan accounts. Es gibt weitere Varianten wie zum Beispiel Kreditkarte, aber diese sind kostenpflichtig. Zudem wurde meine Banküberweisung gleichentags verbucht, ich sehe daher keine Notwendigkeit für andere Einzahlungsvarianten. Abhebungen kosten je nach Variante (SEPA = 2 Euro) einige wenige Euro, dies zur Info.

Sobald das Geld auf der Plattform gutgeschrieben ist, könnt ihr eure eigenen Kreditangebote (Button LEND) veröffentlichen, oder bereits bestehende Kreditgesuche (Loan requests) bedienen. Die Mindestkreditsumme beträgt 100 Euro. Den Zinssatz, die Laufzeit, die Amortisationsvariante (interest only = monatliche Zinszahlungen und am Schluss die Kapitalrückzahlung / interest + principal = Annuität). Bei vorzeitiger Rückzahlung muss der Kreditnehmer die Zinsen für die ganze Kreditdauer bezahlen, das kann sich für den Anleger sehr positiv auswirken (stellt euch vor, ihr kriegt nach 3 Monaten die Zinsen für 6 Monate oder so). Ein sehr wichtiger Punkt ist bei der Kreditaufschaltung auch was man als Sicherheit (sprich welche Kryptowährungen) zulässt. Standardmässig sind alle auf der Plattform zugelassenen Kryptowährungen als Sicherheit ausgewählt. Bis auf die CLT (coinloan token) sind für mich alle ok. Diesen würde ich deaktivieren. Die Zinsen für Euro Kredite scheinen sich so um 15 bis 16 Prozent einzupendeln. Ich hatte auch schon Kredite zu 20 Prozent eingestellt, die wurden aber nie beansprucht. Mit 15-16 Prozent solltet ihr euer Geld aber unter die Leute kriegen 😉 Zu 17 ging mir auch mal einer weg, aber nie höher. Was gerade angesagt ist, seht ihr auch im Tab „recent loans“. Noch etwas: ihr könnt auch die Beträge variabel eingeben. Nehmen wir an ihr habt 1’000 Euro die ihr verleihen wollt. Anstelle 10 Kredite zu 100 Euro zu erfassen, könnt ihr auch einen Kredit erfassen und dort das loan limit mit 100 bis 1000 Euro festsetzen. Je nachdem was euch besser zusagt. Das einstellen von Krediten sowie das Geld anlegen ist kostenlos. Hier noch ein Screenshot der Erfassungsmaske.

So sieht die Erfassung eines Kreditangebotes auf Coinloan aus (CLT habe ich rausgenommen)

Wo liegen die Risiken?

Auch hier sprechen wir von einer relativ neuen Plattform. Die Sicherheiten hinter den Krediten sind Kryptowährungen, welche volatil und wenig reguliert (wenn überhaupt) sind. Man bewegt sich also in mehr oder minder unbekannten Gewässern. Die Kredite werden mit Kryptowährungen hinterlegt, und der aktuelle Wert wird mit einem LTV (loan to value ratio) von 70% belehnt. Das heisst also um 100 Euro Kredit zu erhalten, muss der Schuldner Kryptowährungen im Gegenwert von circa 143 Euro hinterlegen (100 / 70 = 1.428). Solange der Belehnungswert (LTV) nicht über 92% steigt, der Wert der Sicherheit relativ zum Kreditbetrag also sinkt, passiert nichts. Steigt der LTV über 92 Prozent, wird die Sicherheit (Kryptowährung) liquidiert, um garantieren zu können, dass der Kreditgeber sein Kapital vollständig zurückerhält. Tönt alles schön und gut, aber im Worstcase sinkt der Wert der Sicherheit stetig auf eine Belehnung von 91 Prozent und dann innerhalb von wenigen Minuten stürzt die Kryptowährung 15 Prozent ab. Ob die Plattform dann schnell genug ist (und genügend Volumen zum Handeln verfügbar ist) und die Kryptowährung verkaufen kann, wird man dann sehen 😉 Bis anhin scheint das Risikomanagement der Plattform jedoch gut funktioniert zu haben. Seid euch diesem Risiko einfach bewusst.

Warum kann es Sinn machen, aus Schuldnersicht, einen Kredit mit Kryptos als Sicherheit aufzunehmen? Stellt euch vor, ihr braucht Geld für irgendwas und habt einen Bitcoin. Ihr könntet den Bitcoin nun verkaufen und hättet das benötigte Geld. Ihr geht aber davon aus, dass der Bitcoin im Wert steigt und zukünftig viel mehr Wert hat. Darum wollt ihr euch nicht davon trennen. Falls das Szenario so eintrifft, könnt ihr mit der Wertsteigerung auch locker die Zinsen zahlen. Das ist wohl die Grundüberlegung hinter der ganzen Geschichte, aber dies nur am Rande.

Fazit

Ich halte Coinloan vom Konzept her als eine spannende Plattform und sehe den use case schon. Zudem weiss man genau, welche Sicherheit hinter einem Kredit steckt. Soviel weiss man bei anderen Plattformen meistens nicht (jetzt mal mit Immobilien besicherte Kredite aussen vor). Es ist nur die Frage, sieht man die Kryptos wirklich als Sicherheit an, oder geht man davon aus, dass die sich auch in Luft auflösen können? Für mich sind die meistens Kryptos ok als Sicherheit. Die Preisentwicklung von den meisten Kryptos kann man beispielsweise auf www.coinmarketcap.com anschauen. Die Zinsen und die sehr freie Kreditgestaltung auf der Plattform sind für mich ein klares Plus. Hier geht es zu Coinloan.

Bei Fragen, einfach posten. Grüsse p2phero

Kurzupdate (sowie Infos zu Cashbacks, Promo Codes etc)

Gerne gebe ich euch heute ein kurzes Update zu einigen Plattformen sowie einigen laufenden Aktionen. Zudem gibt es in etwa 2 Wochen eine neue Plattform zu begutachten, diese wird im Stile von Peerberry und Viventor daherkommen.

Reinvest 24 – Update und Cashback

Viele Investoren stören sich an der 2% Gebühr, welche beim Kauf von Anteilen fällig wird bei der Plattform. Um dem entgegenzuwirken und neue Investoren für die Plattform gewinnen zu können, hat Reinvest24 aktuell ein Cashback Projekt am laufen:

Aktion läuft bis zum 23. September

Eine gute Gelegenheit um mit vergünstigten Gebühren, oder gar keinen in die zwei offenen Projekte zu gehen. Ich bin aktuell in 4 Projekten investiert, 2 davon zahlen monatlich schön brav die Zinsen. Die anderen beiden sind Entwicklungsprojekte und sollten Ende September zurückbezahlt werden. Bis jetzt läuft bei Reinvest24 eigentlich alles so, wie es sollte. Die Projekte werden einfach nur sehr langsam gefüllt, was doch etwas nervig ist. Ich hoffe, das verbessert sich nun. Durch die Cashback Aktion ist sicherlich ein Anfang gemacht. Hier geht es zu Reinvest24.

Ibanwallet: 25 Euro Bonus und 1% mehr Zins mit Promocode

Hier habe ich das erste Mal über Ibanwallet berichtet. Mir ist bewusst, dass die Zinsen mager aussehen. Ich finde die Lösung doch ganz ok für einen Teil meines Cashs. Zudem sollen bald Konti in anderen Währungen erhältlich sein. Ein USD Konto mit Verzinsung würde mir noch gefallen (und kommt auch). Falls ihr euch den 25 Euro Bonus holen wollt, müsst ihr wie folgt vorgehen: 1) mit diesem Link registrieren 2) Verifizierung durchführen 3) auf Geld einzahlen klicken (mit diesem Promo Code TRYIBANNOW kriegt ihr 1% mehr Zins für 3 Monate). 4) 1’000 Euro oder mehr überweisen. Ihr kriegt dann automatisch 25 Euro obendrauf. Ihr könnt euer Geld inklusive Bonus jederzeit abziehen, sollte euch die Dienstleistung nicht gefallen.

Bondster: Alternative zu Mintos

Mintos nervt ja mal wieder mit tieferen Zinssätzen. Schaut euch mal Bondster an, die machen ihre Sache gut und sind zudem noch in Tschechien domiziliert. Etwas weniger Baltikum hat noch nie geschadet 😉 Ich habe schon einige Berichte dazu verfasst, und 1% Cashback gibt es auch noch 😉

Monethera: 180 Tage Cashback mit promo code und 5 Euro Bonus

Meine Haltung zu Monethera hat sich nicht wesentlich verändert. Wer die Plattform testen möchte kriegt 5 Euro, wenn ihr euch über diesen Link registriert. Normalerweise gibt es noch für 90 Tage 0.5 Prozent Cashback obendrauf. Nutzt ihr bei der Registrierung den promo code p2phero0919 dann kriegt ihr für 180 Tage Cashback.

Wisefund scheint sich gut zu machen

Neukundenbonus gibt es leider keinen, dafür jedoch 270 Tage 0.5% Cashback bei Wisefund (bei Registrierung mit diesem Link). Die Plattform ist echt gut gemacht und gibt etwas her. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Plattform taufrisch ist und damit ein hohes Risiko einhergeht.

Kuetzal: 15 Euro Sign up Bonus und 0.5% Cashback

Etwas weniger hört man von Kuetzal, aber ich finde, wenn man von Monethera, Wisefund und Envestio spricht, kann man auch die Plattform mit dem komischsten Namen dazunehmen 😉 Mit diesem Link gibt es 0.5% Cashback für die ersten 180 Tage und wollt ihr noch 15 Euro Neukundenbonus obendrauf, gebt bei der Registrierung im Feld promo code P2PHERO ein.

Envestio meine Hassliebe

Vielleicht etwas stark formuliert, aber trifft es nicht schlecht. Ich habe ja schon so einige kritische Posts dazu verfasst. Die Plattform ist jetzt schon seit über 18 Monaten aktiv und es sieht so aus als ob sie alles im Griff haben. Auch neue Projekte kommen im Wochenrythmus. Von Cryptomining Projekten würde ich nach wie vor die Finger lassen, den Rest kann man ja anschauen. 270 Tage Cashback von 0.5 Prozent plus 5 Euro Begrüssungsbonus gibt es via Registrierung mit diesem Link.

Falls nichts dabei ist für euch, hier die Übersicht zu allen Bonusprogrammen. Ich melde mich bald wieder mit einer neuen Plattform.

Wisefund – eine weitere neue Plattform (mit Zinsen von bis zu 21 Prozent)

Und weiter geht es mit einer neuen Plattform, welche in Estland domiziliert ist (das Team sitzt jedoch in Lettland). Auf den ersten Blick sieht Wisefund aus wie Envestio oder Monethera (und auch das Cashback Programm ist gleich wie bei Envestio 😉 mehr dazu am Ende des Posts).

Auf den Zweiten gibt es jedoch einen gewaltigen Unterschied: während Envestio und Monethera die Kredit- und Risikoanalysen in house machen, lässt Wisefund dies von einer Firma namens Nord Capital Markets durchführen. Finde ich gut, dass man sich Experten know-how einkauft und nicht alles selber machen will. Leider finde ich nicht allzuviel über die Nord Capital Markets. Ich nehme an es handelt sich dabei um diese. Sollte zutreffen, da diese Firma seit 2009 operativ ist, scheint jedoch in der Hand von einer Person zu sein. Über die Expertise in der Kreditanalyse finde ich nichts. Wenn ich mir die Homepage anschaue, dann sieht das für mich eher nach einer Firma für Tradingstrategien aus. Es ist einfach schade, dass man die gemachten Aussagen auf der Homepage nicht nachvollziehen kann.

Registrierung und Einzahlung

Registrieren können sich aktuell volljährige Personen, welche im EU-Raum (+ Schweiz) wohnen und/oder ein Bankkonto in dieser Region besitzen. Die Erstellung eines Accounts ist einfach, man benötigt nachdem man die Emailadresse bestätigt hat ein Ausweisdokument, welches hochzuladen ist. Zudem wird noch ein Selfie zusammen mit dem Ausweisdokument verlangt (das ist immer meine grösste Schwierigkeit dies einigermassen akzeptabel zu fotografieren 😉 ). Nachdem die Unterlagen hochgeladen wurden, dauert es maximal 2 Arbeitstage bis die Identität bestätigt ist. Erst danach ist es möglich eine Einzahlung vorzunehmen. Bei den Einzahlungsdaten habe ich nicht schlecht gestaunt, das Konto von Wisefund ist bei der grössten Ungarischen Bank OTP (Wikipedia zu OTP), und man überweist nach Ungarn (IBAN beginnt mit HU für Ungarn). Das finde ich jetzt doch eine etwas spezielle Konstellation und ich werde dem auf den Grund gehen.

Projekte

Aktuell sind 3 Projekte gelisted, wovon eines scheinbar gerade vollständig finanziert wurde. Zinsen sind in der Bandbreite von 17.3 bis 19.7 Prozent angesiedelt, bei Laufzeiten von 4 bis 8 Monaten. Das Eisenbahnprojekt stammt aus der Schweiz, und so weit ich das sehe ist die Schuldnerfirma aktiv. Aber viel mehr kann ich da auch nicht in Erfahrung bringen. Ich versuche mal via Wisefund mit denen in Kontakt zu treten.

Aktuelle Projektpalette bei Wisefund

Mindestanlage und Buyback

Gemäss den FAQ von Wisefund beträgt die Mindestanlage 10 Euro pro Projekt und man kann höchstens 10 Prozent eines Projekts finanzieren. Auch gemäss FAQ werden Kredite, welche mehr als 60 Tage überfällig sind zurückgekauft. Hier verstehe ich das so, als dass nur das Kapital erstattet wird, keine aufgelaufenen Zinsen. Werde das noch nachfragen ob dem wirklich so ist.

Fazit und Cashback

Ihr seht, es sind noch einige Fragen offen, aber das ist normal bei neuen Plattformen. Der erste Eindruck ist sicher besser als bei Monethera, aber das war auch nicht so schwer 😉 Ich hoffe, dass ich bald die offenen Fragen klären kann und werde berichten. Falls ihr euch registrieren wollt, kriegt ihr mit diesem Link 0.5% Cashback für die ersten 270 Tage sowie 5 Euro Startbonus . Lasst euch gesagt sein, die Plattform ist taufrisch, das ist hochrisiko. Seid euch dem einfach bewusst, es gibt keine 20 Prozent Zinsen ohne erhebliches Risiko.

Ibanwallet: ein neuartiges Tagesgeldkonto

Im Bereich der Fintechs (wovon p2p ein Unterzweig darstellt) tut sich in der letzten Zeit so einiges was Arten von Tagesgeldkonten angeht. Wir haben da ja das bekannte Bondora Go & Grow, die etwas andere Art von Bondster sowie Mintos Invest & Access (welches ich noch nicht getestet habe). Jetzt kommt also noch Ibanwallet dazu.

Ibanwallet , ein alter Bekannter

2017 habe ich das erste Mal von Ibanwallet gehört, und zwar auf Seedrs, wo sich die Firma Kapital zur Umsetzung ihrer Pläne geangelt hat. Ich war damals mit den Gründern ( Daniel Suero Alonso und Marc-Anthony Hurr ) in Kontakt, habe jedoch schlussendlich nicht investiert. Warum weiss ich heute auch nicht mehr, es wird wohl keinen triftigen Grund dafür gegeben haben, ansonsten würde ich mich noch daran erinnern.

Zwei Jahre später ist es also soweit und das Produkt (oder das erste aus einer Palette?) ist ausgerollt und für die breite Masse verfügbar. Jetzt stellt sich die Frage, welche Dienstleistung hier angeboten wird (funktioniert übrigens als App oder via Webseite)…

Was ist Ibanwallet genau?

Im Namen verstecken sich zwei Worte: IBAN, also eine Bankkontonummer wie wir sie kennen und Wallet, also Brieftasche. Es handelt sich also um ein neuartiges Bankkonto, welches wir quasi wie unsere Brieftasche nutzen können. Wow ein Bankkonto (Ein- und Auszahlungen aber nur über das hinterlegte Referenzkonto), das haut mich jetzt erstmal nicht aus den Socken 😉 ABER, es gibt schon noch einige Features, welche interessant sind: Es werden 4 Varianten an „Konten“ angeboten: 1) ein Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 2.5% pro Jahr, mit täglicher Zinszahlung sowie drei Konten, welche eher einem Termingeld (mit vorzeitiger Kündigungsmöglichkeit) ähneln. Dort gibt es Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren sowie Zinsen von 3 bis 6%. Unten seht ihr die 3 Termingeldkonten.

Angebot an Termingeldern bei Ibanwallet

So wie ich das verstehe sind die Anlagen jederzeit kündbar, jedoch gegen Gebühr. Jegliche aufgelaufenen Zinsen bis zu 2.5% werden storniert, wenn die Anlage vorzeitig gekündigt wird. Sind beispielsweise nur 0.1% aufgelaufen, werden auch nur 0.1% storniert, man verliert also kein Kapital. Kündet man beispielsweise das einjährige Termingeld nach 11 Monaten, kriegt man 0.25% Zinsen (2.75% aufgelaufen minus 2.5%). Ist jetzt nicht sonderlich attraktiv, aber ganz ok wie ich finde. Liquidität hat halt ihren Preis. Ich habe Mitte Juli mal 550 Euro eingezahlt und das einfach auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen. Ich kriege jetzt jeden Tag zwischen 3 und 4 Cent Zinsen.

Screenshot vom 25. Juli 2019

Nicht alle Welt, aber als Alternative Parkmöglichkeit für ein bisschen Cash ganz nett. Wir sind halt im p2p Bereich verwöhnt mit zweistelligen Zinsen, da sieht das natürlich nicht gut aus. Aber vergleicht man es realistisch, ist das keine üble Sache, vorallem mit der gegebenen Liquidität.

Registrierung und Startbonus

Die Registrierung dauert nur wenige Minuten. Es wird ein Identifikationsdokument, sowie eine Handynummer benötigt. Danach sieht man schon seine persönliche IBAN bei Ibanwallet und kann das Geld vom (persönlichen) Bankkonto her anweisen. Ich hatte das am Vormittag erledigt, und am Abend war das Geld drauf. Ging alles wirklich flott. Um die Auszahlung freizuschalten muss ein Beleg des Bankkontos (worauf die eigene Adresse ersichtlich ist), hinterlegt werden. Nutzt diesen Link zur Registrierung (das Feld promo code wird bei der Registrierung automatisch ausgefüllt, falls es leer sein sollte, kontaktiert mich) und ihr erhaltet 25 Euro Startbonus, sobald ihr 1’000 Euro eingezahlt habt (ich auch). Der Bonus ist frei verwendbar, und würde euch mit dem Tagesgeldkonto 5% Rendite im ersten Jahr sichern (2.5% auf 1000 Euro = 25 Euro plus 25 Euro Bonus).

Wie erwirtschaftet Ibanwallet das Geld um die Zinsen zu Zahlen?

Ibanwallet versteht sich als neuartiges und macht daher eigentlich nichts anderes als eine normale Bank. Was macht denn eine Bank? Ganz vereinfacht gesagt nimmt eine Bank Geldeinlagen an von Kunden (=Geld auf dem Bankkonto) und verleiht dieses dann wieder an Kunden, zum Beispiel als Hypothek. Die Differenz zwischen dem was auf den Bankeinlagen gezahlt wird an Zinsen und dem was aus den Hypotheken eingenommen wird, nennt sich Zinsdifferenzgeschäft und gehört der Bank, welche so Gewinn machen will. Das ist jetzt sehr vereinfacht ausgelegt und viele Punkte wurden nicht erwähnt (Fristentransformation, Reserven, Geldmengenmultiplikator blah blah und blah 😉 ). Das ist der ursprüngliche Zweck einer Bank.

Ibanwallet macht eigentlich nichts anderes, man nimmt Geld an und investiert es. Aber in was? Und jetzt wird es spannend: Ibanwallet investiert das Geld in p2p Kredite! Leider konnte ich noch nicht herausfinden wo und wie genau. Ich weiss lediglich, dass nur in besicherte Kredite (mit Buyback und/oder Immobilie oder sonstigen Assets) investiert wird. Hier versuche ich noch mehr zu erfahren, vor allem auch in Bezug auf die Liquditätssteuerung und so weiter. Ich glaube nicht, dass ich erfahren werde, wo genau in welche Kredite investiert wird 😉 Aber ich bleibe dran.

Fazit

Ich bin angetan von der einfachen Handhabung sowie der schlichten Homepage von Ibanwallet (gibt es übrigens auch als App). Es funktioniert alles reibungslos. Wenn man die Zinsen mit Tagesgeldkonten vergleicht, sind diese natürlich top, wenn auch nicht exorbitant. Was man aber vor einer Anlage bedenken sollte: Nie die komplette Liquidität dort parken, man muss sich bewusst sein, dass sich das Unternehmen in einen neuen Markt (p2p) bewegt und selbst taufrisch ist. Da können viele Risiken schlummern (operationelle, Marktrisiken etc). Möglich ist auch, dass das eingezahlte Geld in die gleichen p2p Kredite investiert wird, über welche man bereits via anderen Plattformen investiert ist. Nichts desto trotz kann man sich das ja mal anschauen. Das Team ist leider nicht auf der Webseite vertreten, was gemäss Aussagen der Firma momentan nicht geplant ist. Weiter oben seht ihr aber links zu den Gründern. Daniel ist ein Banker und Unternehmer und Marc-Anthony der Mathe und IT-Guy, passt also grundsätzlich von der Aufstellung, auch wenn das nichts heissen muss ;). Hier geht es zur Registrierung und dem 25 Euro Bonus (bei 1’000 Euro Investment)

Envestio – die Ruhe vor dem Sturm?

Gelegentliche Leser dieses Blogs wissen, dass ich werder mit Kritik noch Skepsis bei Envestio spare. Seit meinem letzten Post sind einige Wochen vergangen und das letzte Envestio Projekt kam Ende Mai und seither herrscht Funkstille. Zuerst dachte ich, dass es an der Sommerflaute liegen könnte, aber dafür ist es eigentlich noch etwas zu früh. Zudem findet man den CEO, Anton Kaletin, nicht mehr auf der Envestio Seite. Zudem höre ich immer wieder Gerüchte über eine angeblich fehlende VAT (MwSt) Nummmer. Das alles gepaart mit der Stille, macht doch etwas nachdenklich. Auf die Frage an Envestio, warum es keine neuen Projekte gibt, bekommt man folgende Antwort: “ At the moment there is a delay as we look forward to introducing a very big partner, with whom we plan to have a lot of common projects together, as the company will refer borrowers to us for mutual financing. At the moment the legal team is finalizing the agreement, and we hope to present the new partnership this week (or early July the latest). Once we do, we expect to increase the loan availability on the platform quite substantially (we have more than 10 000 000 EUR worth of projects pre-approved with them). Stay tuned.

Ok, man hat also andere Aktivitäten auf Eis gelegt, um den grossen Business Partner auf die Plattform zu bringen. Irgendwie verständlich, aber warum informiert man die Investoren nicht darüber? Es müssen ja keine Details genannt werden, aber einfach so mehrere Wochen nichts publizieren, finde ich nicht den richtigen Weg. Egal, wäre also das Rätsel wegen der ausbleibenden Kredite gelöst. Hoffen wir, dass wir die 10 Millionen Euro bald sehen 😉 Die anderen Fragezeichen bleiben jedoch bestehen.

Ich frage mich auch, welche Zinssätze da kommen werden. Der Vermittler möchte ja sicher auch ein Stück vom Kuchen haben. Ich habe etwas Geld abgezogen und dieses auch erhalten. Die Plattform ist also weiterhin operativ. Fast vergessen: Die Bankverbindung wurde (wieder) geändert. Die Zusammenarbeit mit der Meridian Trade Bank scheinbar beendet. Wobei ich eigentlich gedacht hätte, dass der Kontowechsel im Zusammenhang mit möglichen Geschäften mit dieser Bank stehen könnte. Hat sich wohl nicht materialisiert

Zum Schluss

Meine Skepsis kann ich leider nicht ablegen (auch wenn zwei Envestio Mitarbeiterinnen auf der P2P Conference in Riga waren, das werte ich sehr positiv übrigens), für mich ist das immer noch zu undurchsichtig. Ich bleibe mal dabei und beobachte weiter. Bin gespannt auf den neuen Business Partner. Für Neuinvestoren gibt es 5 Euro Startbonus plus 0.5% Cashback auf die Investitionen der ersten 270 Tage, wenn ihr euch mit diesem Link registriert. Falls ihr bei Envestio starten wollt, würde ich das nur mit einem geringen Betrag tun.

Monethera – eine Einführung (max 22% Zinsen)

Ende letzter Woche wurde ich auf Monethera aufmerksam und habe ein Konto eröffnet, auch wenn mir anfangs die Haare (die ich noch habe) zu Berge gestanden haben. Die Webseite scheint noch nicht ganz fertig zu sein, aber was wirklich störend war, dass die Texte nahezu 1:1 von Envestio kopiert schienen. Auch die erwähnten Mitarbeiter konnte ich online nicht wirklich ausfindig machen. Eine Management Struktur ist nicht vorhanden. Daher hatte ich einige Fragen an Monethera geschickt, welche ausführlich und professionell beantwortet wurden. Ich werde nachfolgend die einzelnen Themen abhandeln, aber zuerst auf die Registrierung eingehen.

Registrierung

Die Plattform steht eigentlich jedem Anleger über 18 Jahre zur Verfügung, ausser man wohnt in den USA, China oder den baltischen Staaten. Ich höre eure Fragezeichen bezüglich der baltischen Staaten. Das Bedarf weiterer Klärung, ich warte eine weitere Antwort ab und editiere hier, so bald ich diese habe. Bevor man Geld auf die Plattform schicken kann, muss man einen Personalausweis oder Identitätskarte hochladen, sowie eine Utility Bill (Stromrechnung oder so) oder einen Auszug vom Bankkonto. Bei mir ging die Verifizierung innerhalb einiger Stunden durch. Da die Plattform jetzt so langsam auf Blogs bekanntgemacht wird, könnte es etwas länger dauern.

Envestio Klon?

Das war mein erster Gedanke, als ich den Content der Seite gelesen hatte. Monethera erklärt das damit, dass sie jemanden engagiert haben die Texte zu Schreiben und dieser jemand hat scheinbar copy / paste betrieben und sich so schnell etwas Geld verdient ohne grossen Aufwand. Die Texte seien überprüft worden, aber verständlicherweise nicht mit anderen Plattformen abgeglichen worden. Verstehe, ärgerlicher Start. Auf jeden Fall werden die Texte überarbeitet. Es bestehen keine Verbindungen zu anderen Plattformen.

Management

Ich habe nach den Verantwortlichen gefragt, da ich im Handelsregister Estlands einen Andrei Bogdanov gefunden habe, welcher auf der Webseite nicht aufgeführt wird. Mir wurde dann mitgeteilt, dass Herr Bogdanov sowie Andris Taubris die beiden Unternehmer sind, welchen die Firma gehört. Letzterer ist auch der CEO, auch wenn das so noch nicht auf der Webseite ersichtlich ist. Auf jeden Fall habe ich Lebensläufe der Mitarbeiter erhalten. Bis Ende dieser Woche sollten auch diese auf der Webseite aufgeschaltet sein. Man bemüht sich hier etwas mehr Transparenz reinzubringen. Seien wir gespannt.

Registriert in Estland, Büro in Lettland

Registriert ist Monethera in Estland, hat seine Büros jedoch in Riga, Lettland. Das mutet erstmal etwas komisch an, ich gebe aber zu Bedenken, dass dies bei vielen weiteren p2p Plattformen genau gleich ist (Grupeer in Irland, Büros in Lettland. Iuvo Estland/Bulgarien. Robocash Kroatien/Russland etc). Das ist für mich kein Stressfaktor. Die Mindesteinlage beträgt 100 Euro.

Projekte

Aktuell sind 3 Projekte online mit Laufzeiten von 6 bis 12 Monaten und Zinsen von 18.2 bis 18.9 Prozent. Sieht sehr attraktiv aus. Das Projekt River Paradize wird teilweise via die Plattform finanziert, da der Schuldner nicht den vollständig notwendigen Kredit bei einer Bank finanzieren konnte (und Bankfinanzierungen aktuell sehr harzig laufen im Baltikum). Daher wird hier der Rest via p2p aufgenommen. Wir sind hier also defintiv im hochrisiko Bereich.

Eines der ersten Monethera Projekte: River Paradize

Buyback/Zinsen/Verzug

Monethera bietet einen sofortigen Buyback an, jedoch zu 5 Prozent Abschlag. Das erinnert mich doch an eine andere Plattform 😉 Zinsen werden monatlich gezahlt. Die Projekte sind endfällig. Was bei Verzug passiert, erschliesst sich mir noch nicht vollständig. Ich hoffe hier auf das Webseiten Update.

Meine Meinung zum Schluss

Die Plattform hatte wohl einen schlechten Start (Texte, Transparenz, etc). Ich hoffe die versprochenen Anpassungen kommen schnell. Ansonsten ist vielleicht das Anfangsvertrauen komplett verspielt. Das hätte man sicher besser machen können. Ich werde die Plattform nicht gleich abschreiben, rufe aber jeden der dort investiert zur Vorsicht auf. Es ist eine taufrische Plattform, die noch einige Arbeit vor sich hat. Also definitiv sehr hohes Risiko. Die Projekte scheinen attraktiv zu sein und die Rendite stimmt. Ich gehe langsam rein. Zweitmarkt und weitere Feature sind in Planung.

Ich versuche mir ein besseres Bild zu verschaffen und den CEO ans Telefon zu kriegen, so lässt sich sicherlich noch einiges klären. Auf jedenfall scheint mir die Plattform offen gegenüber Fragen zu sein. Hier geht es zu Monethera. Ihr kriegt 5 Euro Startgeld und 0.5% Cashback auf die Investitionen.

Bondster mit neuem (tagesgeldähnlichem) Kreditprodukt und getunter Autoinvest

Bondster wurde hier auf diesem Blog schon so einige Male erwähnt, und das hat auch seine Gründe: 1) Die Plattform kommt aktuell immer mit neuen Angeboten daher 2) Stehen hinter der Bondsterplattform gestandene Loan Originators und der für mich wichtigste Punkt in diesem Kontext auf die Plattform bezogen 3) Regionale Diversifikation, da die Plattform in Tschechien ansässig ist. Das heisst, dass etwaige Regulationsänderungen im Baltikum, Bondster nicht treffen werden. Stellt euch vor, im Baltikum werden die gängigen Buyback-Kredite verboten….. worst case, klar, ist nur ein Szenario, aber zeigt eben schon gut auf, warum eine regionale Diversifikation Sinn machen kann.

13% Kredite aus dem kasachischen Pfandhaus

Tezlombard bringt eine Art Pfandhauskredite auf Bondster. Die Kredite sind meistens mit Sachwerten wie Goldschmuck beleiht und das recht hoch. Die Kredite haben keine feste Laufzeit, können also theoretisch Jahre laufen und immer nur die Zinsen zahlen. Als Investor kriegt man bei solch einem Kredit ein 3 bis 4 Tagesfenster (alle 30 Tage), in welchem man, den Kredit zurückgeben kann. Dies ohne Kosten, man muss nur einfach das Zeitfenster im Griff haben, welches beim Kredit nach Investition erscheint. Sonst wartet man wieder maximal 30 Tage. Also kein „echtes“ Tagesgeldkonto wie beispielsweise bei Bondora, dafür erhält man den doppelten Zins (13% gegenüber 6.5%), ist aber weniger liquide. Vermutlich aber, geht man mit diesen Krediten auch ein höheres Risiko ein, denn Bondora ist seit mehr als 10 Jahren am Markt. Die Tezlombard Kredite rentieren wie gesagt mit 13%, sollte ein Kredit in den Buyback gehen nach 60 Tagen Überfälligkeit, wird für die Verzugsperiode auch ein Zinssatz von 13 Prozent angewendet. Das heisst also, dass diese Kredite taggenau verzinst werden, egal obs in den Buyback geht oder nicht.

Und auch der Autoinvest wurde überarbeitet

Der Autoinvest wurde um einige Einstellungen erweitert, ich fahre aber immernoch gleich weiter wie bis anhin. Aber ein sehr sehr cooles Feature finde ich die Diversification settings. Wenn ihr diese aktiviert, dann versucht der Autoinvest gleichmässig in alle aktiviverten Originatoren zu investieren. Das ist sehr nützlich. Ich lasse hier einen Test laufen, wie sich mein Portfolio in den nächsten Monaten entwickelt. Ich weiss aktuell nicht wie „stark“ diese angestrebte Verteilung beeinflusst. Was passiert zum Beispiel, wenn ein Originator keine Kredite mehr hat für eine längere Zeit? Bleibt dann sein Anteil in Cash oder wird auf die anderen gleichmässig verteilt?

Bondster Autoinvest, sehr gute neue Features

Und zum Schluss / Cashback

Bondster gefällt mir immer besser. Meine Verzugsquote ist nicht astronomisch und hält sich je nach Kreditvermittler in Grenzen, respektive ist vergleichbar mit Quoten auf anderen Plattformen. Natürlich ist mein Beobachtungszeitraum noch zu kurz für eine präzise Aussage. Aktuell bin ich mit der Plattform sehr zufrieden. Vermutlich bleibt Bondster nicht mehr lange ein Geheimtipp oder Nischenplattform 😉 Meiner Meinung nach, kann Bondster locker mit den baltischen Konkurrenten mithalten.

Für Neukunden besteht nach wie vor das 1% Cashback Angebot für die ersten drei Monate. Wenn ihr davon profitieren wollt, müsst ihr bei der Registrierung 4985 ins Feld Promocode eintragen. Hier geht es zur Registrierung. Der Cashback wird jeweils am 5. jedes Monats direkt eurem Konto gutgeschrieben. Das passiert aber erst, wenn ihr schon einen vollen Monat dabei wart.

Promocode bei Bondster für 1 Prozent Cashback während der ersten 3 Monate

Plattformen mit den aktuell höchsten Zinsen

Mir wurde vor einigen Tagen eine Leserfrage zugestellt und man wollte wissen, wo es aktuell die höchsten Zinsen gibt. Aber natürlich mit überschaubarem Risiko. Was ist überschaubares Risiko? Das weiss ich auch nicht, und ist wohl individuell bei jedem Investor. Wenn ich jetzt die Rendite von Deutschen Staatsanleihen als Beispiel heranziehe, dann stele ich it Erschrecken (naja nicht wirklich, denn ich wusste es bereits 😉 ), dass diese auf 10 Jahre etwa 0.2% negativ pro Jahr rentieren. Investiert man heute 1000 Euro, kriegt man in 10 Jahren 980 zurück. Aktuell der Preis für absolute Sicherheit. Obwohl absolute Sicherheit ist auch sowas was es nicht gibt. In der Finanzwelt trifft man bei Berechnungen oft den risikolosen Zinssatz an, welcher meistens die Rendite 10jähriger Staatsanleihen widerspigelt. In der Theorie zumindest können keine Staaten ausfallen, auch in der Realität ist der Ausfall deutscher Staatsanleihen sehr sehr unrealistisch, aber dennoch möglich.

Jetzt bin ich wieder etwas abgeschweift, aber ich finde das sind Informationen die es braucht. Stelle ich nun die theoretisch absolute Sicherheitsrendite von minus 0.2% pro Jahr ins Verhältnis zu den bestzahlenden Plattformen im p2p Bereich, welche bis zu 22% bezahlen, dann wird mir mein Risiko dort versus den Staatsanleihen um 22.2% besser verzinst. Das ist ein enormer Credit Spread und stellt wohl den oberen Rand des Risikospektrums dar. In diesem Kontext ist überschaubares Risiko wohl eher am unteren Rand angesiedelt (1 bis 2% vielleicht), aber sicher nicht im p2p Sektor und schon gar nicht im Bereich von über 20 Prozent Rendite. Wie gesagt, überschaubares Risiko ist für jeden Investor anders und hängt grundlegend an 2 Faktoren: 1) Die Riskofähigkeit, also die Antwort auf die Frage, ob es einem in Schwierigkeiten bringt, wenn das investierte Geld weg ist. 2) Die Risikotoleranz, die stellt sich sobald die Risikofähigkeit gegeben ist. Aber was nutzt es einem vorsichtigen Investor, wenn er zwar auf das Geld verzichten könnte, dafür aber schlaflose Nächte hat und ständig die Plattformen checkt um nachzusehen, ob das Geld noch da ist. Aber kommen wir nun zu der Übersicht.

Crowdestor zahlt aktuell am besten

Es sind jetzt einige Projekte gekommen bei Crowdestor, welcheh mit 21 Prozent verzinst wurden und akzeptable Laufzeiten von +/- 1 Jahr auf.. Am Montag (10. Juni) Abend um 20 Uhr kommt das nächste Immobilienprojekt, welches mit 21 Prozent verzinst wird. Ein Betrag von 730k Euro wird gesucht. Ich denke, dass Projekt wird innerhalb von 48 Stunden gefüllt sein.

Der nächste Streich von Crowdestor

Kuetzal – die jüngste Plattform in der Auswahl

Auch Kuetzal hat teilweise Projekte, welche mit 21 Prozent verzinst werden. Aber diese füllen sich nur schleppend (was für den Investor irrelevant ist am Anfang, da bereits nach dem Investieren verzinst wird). Daher hat Kuetzal auch einen Sign up Bonus für Neuinvestoren (15 Euro) sowie Cashback (0.5%) eingeführt. Hier gibt es mehr zu Kuetzal (inklusive links und promo code).

Envestio – da geht alles schnell weg

Bei Envestio gehen die Projekte meistens weg wie warme Semmeln. Ein Projekt wie bei Crowdestor wäre innerhalb von 2 bi 3 Stunden komplett finanziert. Auch wenn Envestio weniger Zins zahlt momentan, also auch schon. Sum um die 17 bis 18 Prozent dürfte erwaret werden. Vor einem Investment sollte man sich vielleicht meine Artikel (hier, hier und hier) zur Platform durchlesen.

Und da wäre noch Bulkestate

Zuerst wollte ich Bulkestate nicht in diese Aufzählung aufnehmen. Aber mit 17% Zinsen, passt sie irgendwie schon noch rein. Kleinere Projekte werden in der Regel innerhalb von MInuten finanziert. Grössere Geschichten wie das 1.7 Millionen Projekt, welches aktuell in Zeichnung steht, dauert jetzt schon mehr als 2 Wochen. Etwas überraschend für mich. Aber schlussendlich wird auch dieses finanziert werden, da es wohl noch einige grosse Investoren gibt, welche am Schluss den Pott voll machen.

Zum Schluss….

Ich frage mich wirklich, warum die Projekte bei Envestio am schnellsten finanziert werden (liegt es am Cashback?). An dem Mindestinvest von 1 Euro kann es ja nicht liegen, sonst bräuchte es für diese Summen massiv viele Investoren, und sie haben gemässe Webseite etwa 7k Investoren aktuell. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es bei Crowdestor und Bulkestate länger dauert, weil das Mindestinvest 50 Euro ist. Bei Kuetzal liegt das Minimum noch bei 100 Euro, was für einige Anleger zu viel ist 😉 Ich glaube der Grund für die langsame Finanzierung dort ist eher, dass die Plattform relativ neu gestartet ist. Viele Fragen, keine Antworten, eigentlich solltet ihr meinen Blog nicht lesen 😉 hahaha. Scherz. Manchmal kann ich auch nur spekulieren. Für mich ist neben Bulkestate auch Crowdestor am vertrauenswürdigsten von allen 4 Plattformen. Das heisst aber nicht, dass sie weniger riskant sind. Früher oder später werden Ausfälle kommen, das ist sicher.

Auf jeden Fall ist bei den obigen Plattformen noch kein Projekt in Verzug. Zumindest ist es das, was die Plattformen mir kommunizierten. Oder habt ihr Verzögerungen?

Envestio – Update und Cryptomining Kredite unter der Lupe

Es ist nun etwa ein halbes Jahr her, seit meinem letzten Envestio Bericht. Wer meine letzten Berichte (hier und hier) gelesen hat, wird sich erinnern, dass ich der Plattform durchaus auch kritisch gegenüber stehe. Die Entwicklung der letzten Monate hat mich jedoch etwas positiver gestimmt. Die Zahlungen sind pünktlich gekommen, da sollte man nicht meckern. Aber eben das ist so ein Punkt, den ich weiterhin komisch finde: keine Verzögerungen (oder hattet ihr welche?). Das bringt mich einfach wieder zu dem Punkt, dass ich nicht glaube, dass jede Rückzahlung direkt vom Konto des Schuldners getilgt wird. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kunden eine Kreditlimite haben und dann auch Amortisationen durch diese gedeckt werden könnten. Bei gewissen Projekten sieht man in den Details die Kreditlimite einer Firma. Aber eben, das ist nur Spekulation meinerseits. Wichtig wäre für mich, dass wir neben den bekannten Projekten, mal einige ganz neue sehen würden. Die meisten Projekte auf der Plattform kann ich wenig beurteilen, da mir das Know-how in diesen Bereichen fehlt. Ich habe keine Ahnung wie lukrativ der Verkauf von Dosenfisch oder Holzpellets ist 😉 Daher habe ich mir mal ein Projekt ausgesucht, welches man eher überprüfen kann, oder zumindest die Plausibilität eher verifizieren kann.

Krypto Mining Projekte

Zuerst möchte ich nur kurz erläutern, was Kryptomining ist, allerdings bin ich kein Experte und meine Erklärung ist wohl eher etwas oberflächlich. Mining bestätigt eigentlich die Transaktionen in einem Netzwerk, wenn im Beispiel von Ethereum jemand etwas ETH an eine andere Person schickt. Die Miner führen die Transaktion durch und bestätigen diese auf der Blockchain. Für dies erhalten Sie für jeden gefundenen Block (ein Block enthält die Transaktionen einer Zeitspanne) aktuell 2 ETH (circa 400 USD momentan). Auf dem Ethereum Netzwerk laufen viele grandiose Anwendungen, wie beispielsweise Blockimmo, über welche ich bereits berichtet hatte.

In den letzten Wochen sind gleich zwei dieser Projekte auf der Plattform mit einem Gesamtvolumen von über 1 Million Euro erschienen. In der Projektbeschreibung wird angegeben, dass der Schuldner einen Auftrag erhalten hat um diverse Grafikkarten zu einem Mining Rig (Wikipedia) zusammenzubauen. Der Endkunde will damit dann Kryptomining betreiben. Zumindest verstehe ich dies so. Zuerst dachte ich mir, dass kan ja nicht sein, dass solche Karten so teuer sind. Aber tatsächlich kosten GTX 1080ti Grafikkarten um die 900 USD pro Stück, eigentlich erstaunlich, da man ja eigentlich für dieses Geld einen passablen Laptop kriegt. Aber egal, das ist wahrscheinlich Äpfel mit Birnen verglichen. Das schöne am Mining ist, dass man die Profibitabilität davon errechnen kann. Genau das habe ich getan mit Hilfe der Website whattomine.com berechnet. Ich war gnädig und habe Stromkosten von 0.05 USD pro Kilowattstunde benutzt, was ein sehr tiefer Wert ist. Mined man Ethereum, dann liefert eine Karte netto 61 cent pro Tag, bis sich 900 USD amortisiert haben, dauerts also etwa 1475 Tage. Ich finde das jetzt nicht eine allzu tolle Ausgangslage. Natürlich gibt es profitablere Tokens dafür, aber die haben dann nicht die entsprechende Marktkapitalisierung und Handelsvolumen, dass man diese gut verkaufen könnte. Zudem sind diese Resultate Stichtag bezogen, das Mining wird tendenziell schwieriger, respektive benötigt mehr Rechenpower. Solange der Schwierigkeitsgrad langsamer steigt als der Kurs, ist es gut für die Profitabilität.

Auszug von whattomine.com mit 0.05 USD Stromkosten sowie der Nutzung einer GTX 1080ti Grafikkarte

Mining ist nicht per se unprofitabel, aber es gibt effizientere Grafikkarten oder FPGA, welche besser geeignet sind. Update 2. Juni: Seit Wochen steigt die Mining Profitabilität, was ein gutes Omen für die Mining Projekte darstellt. Die Renditen steigen also und gibt mir ein besseres Gefühl für diese Projekte. Bei Interesse könnt ihr euch die Profitabilitätsentwicklung hier anschauen: https://bitinfocharts.com/comparison/ethereum-mining_profitability.html#6m

Fazit

Momentan läuft alles im Envestio Land, ich finde jedoch, man sollte sich genau überlegen in welche Projekte man investiert. Daher hat es mich gefreut zu sehen, dass die Kryptoprojekte deutlich langsamer finanziert wurden als andere. Das zeigt, es findet bereits eine diversifizierung innerhalb der Projekte statt. Grundsätzlich finde ich die Idee von Envestio genial: man will Firmen bei der Finanzierung unterstützen, was der Wirtschaft gut tut und wiederum Arbeitsplätze schafft und sichert. Auch für die Investoren ist es gut, einerseits etwas sinnvolles mit dem Geld zu unterstüzten und dafür noch fürstliche Zinsen erhalten. Aber eben, denkt dran, hohe Zinsen gibt es nur mit hohem Risiko 😉

Neuinvestoren kriegen 0.5% Cashback sowie 5 Euro Startgeld, wenn ihr euch über diesen Link registriert. Es gibt nicht immer gleich neue Projekte und wenn eins kommt, dann sind diese meistens relativ schnell finanziert. Es ist wohl am besten, wenn ihr mal etwas Geld auf die Plattform einzahlt und wartet bis etwas kommt.