Evoestate – meine Gedanken und Erfahrungen zur Immobilienplattform

Kaum eine Plattform hat bei mir ein solches Wechselbad der Gefühle ausgelöst wie Evoestate. Als ich die Plattform im Frühling dieses Jahres bemerkt hatte, dachte ich mir nur, ok das brauche ich nicht. Das lag wohl daran, dass nur wenige Projekte zugänglich waren und ich bei den meisten Plattformen schon selber dabei war. Wie ich halt so bin, habe ich Evoestate dann ein gutes halbes Jahr ignoriert und würde das wohl noch heute tun, hätte mich ein netter Twitter user nicht gefragt, warum ich dort nicht mitmache. So richtig beantworten konnte die Frage nicht und „musste“ mir daher die Plattform näher anschauen. Nunja, plötzlich mutierte ich zum Fanboy und fand alles toll, nach einigen Wochen hat sich aber auch wieder etwas Ernüchterung breit gemacht. Heute stehe ich der Plattfrom neutral bis leicht positiv gegenüber. Warum das so ist, werde ich den nächsten Paragraphen erläutern (Vorsicht, das wird ein langer Beitrag, wer nicht warten will, kann runterscrollen, es hat auch noch ein Bonus bzw Cashback Angebot).

Wer sind die Gründer?

Hinter der Plattform stehen Audrius und Gustas, zwei Litauer welche jedoch in Spanien wohnen. Leider weisen die beiden keine Erfahrung im Immobilienbereich aus, was ich doch erwartet hätte in diesem Zusammenhang. Bei Investments und IT kennen sie sich doch jedoch aus. Gemäss eigenen Angaben hat das Venture Capital Unternehmen Start up wise guys in Evoestate investiert, im Portfolio taucht Evo jedoch (noch) nicht auf. Ich habe gelesen, sie seien im aktuellen Batch drin. Ich denke, man kann das glauben, falls es nicht stimmen sollte, sind sie sowieso gestorben für mich. Wise guys ist übrigens auch bei Estateguru investiert. Die Plattform ist in Estland domiziliert, da dies aus steuerlichen Gründen vorteilhafter ist als anderswo.

Was macht Evoestate eigentlich?

Via Evoestate können Investoren auf aktuell 18 europäischen Immobilienplattformen ihr Geld anlegen und es werden in Zukunft weitere hinzukommen. (Ich spare mir hier eine nähere Beschreibung der Plattformen, die hat Phil bereits gemacht und ihr findet dort auch ein Interview zur Plattform). Evoestate bündelt die Investitionen der Anleger und investiert das Geld direkt in die jeweiligen Projekte der Plattformen (und tritt dabei als juristische Person auf. Das heisst auch, dass die Investitionen im Namen von Evoestate getätigt werden und ihr den anteiligen Anspruch eures Investments gegenüber Evoestate habt.) Dies geschieht in Echtzeit, da Evoestate über eine Schnittstelle zu den angeschlossenen Plattformen verfügt. Auf den ersten Blick sieht es dann so aus, als ob es keinen Unterschied macht, ob ihr direkt oder via Evo ein Investment tätigt. Auf den zweiten Blick gibt es aber schon Unterschiede, welche ich anhand von einem Testinvestment bei Brickstarter und Evoestate bemerkt habe. Einen weiteren Unterschied habe ich durch Zufall bei Reinvest24 mitbekommen.

Brickstarter & Reinvest24 vs Evoestate

Ich habe bei Brickstarter sowie Evoestate in das gleiche Projekt investiert und wollte mir ansehen, wie das im Vergleich läuft. Die erste Auszahlung ist vor wenigen Tagen gekommen und wurde bei beiden Plattformen etwa zeitgleich verbucht. Brickstarter hat mich hierüber per Email informiert, sonst hätte ich das erst später gesehen. Von daher alles gut und gleichwertig. Brickstarter hat mich aber noch über die Höhe der zurückbehaltenen Steuern informiert und weist den Betrag separat aus (alle spanischen Plattformen halten für nicht Spanier einen gewissen Teil der Zinsen als Steuer zurück). Das sehe ich leider bei Evoestate überhaupt nicht. Es soll jedoch bald eine Auswertung für die Steuern aufgeschaltet werden. Brickstarter arbeitet an einer Lösung, um nicht in Spanien ansässige Investoren vom Steuerrückbehalt zu befreien. Selbiges plant Evoestate. Bei Evoestate werden neu nur Steuern der Plattform Housers zurückbehalten, sonst nirgends. Brickstarter hält noch Steuern zurück, aber die werden im Januar komplett zurückerstattet, man hat hier eine Lösung gefunden um auf einen Steuerrückbehalt zu verzichten.

Bei Reinvest24 gab es einen Spezialfall, dass bei einem Projekt die Auszahlungen taggenau bezogen auf den Investmentzeitpunkt ausgezahlt wurden. Damit hatte Evoestate Mühe und musste hier etwas basteln, die Zahlung kam bei Evoestate Investoren einige Tage später an, als bei Reinvest24 Investoren. Aber hier wie gesagt ein Spezialfall…. aber Evo muss sich bei jeder Änderung seitens der Plattformen wieder anpassen.

Nachteile und Vorteile

Ich sehe den Aspekt der Steuern als vermeindlichen Nachteil von Evoestate, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Zudem kann es immer zu Verzögerungen kommen, da sich Evoestate an die Plattformen anpassen muss (in der Regel Spezialfälle). Einen weiteren Nachteil sehe ich darin, dass man hier als Investor einen Anspruch an Evoestate hat und nicht direkt gegenüber der jeweiligen Plattform. Auch muss sich Evoestate darum kümmern Updates von den Plattformen an die Investoren weiterzuleiten.

Der zentrale Vorteil von Evoestate ist sicherlich, dass man sich nicht auf unzähligen Plattformen registrieren muss und Zugang erhält auf Plattformen in diversen Regionen und Projekten, welche eigentlich für Grossinvestoren reserviert sind (hohe MIndestbeträge etc). Zudem vergibt Evoestate auch kurze Ratings zu den Projekten und teilt mit warum (= skin in the game, die Gründer investieren selber in das Projekt), oder warum nicht investiert wird. Die endgültige Entscheidung liegt beim Investor ob er der „Empfehlung“ folge leistet oder nicht. Ich bin nicht immer angetan von den Einschätzungen, muss ich zugeben. Aber es ist sicherlich von Vorteil, wenn jemand schon einmal drübergeschaut hat und man dies nicht selber machen muss oder will. Ein riesiger Pluspunkt von Evoestate ist der Zweitmarkt.

Der Zweitmarkt

Ein Zweitmarkt ist immer von Vorteil und hier besonders, da Evoestate bereits viele Nutzer hat und man hier auch Projekte von kleineren Plattformen verkaufen kann. Ich habe einige Projekte ohne Aufschlag in den Zweitmarkt gestellt, welche innerhalb von einigen Tagen gekauft wurden. Die Angebote und Gesuche im Zweitmarkt verfallen übrigens nach einigen Tagen automatisch. Käufe zum Einstandspreis sind mir jedoch keine gelungen. Die Auf- oder Abschläge könnt ihr selber bestimmen, und ihr könnt jedes Projekt erwerben, egal ob ihr bereits dabei seid oder nicht. Anbei seht ihr einen Auszug aus dem Zweitmarkt. Die Transaktionen auf dem Zweitmarkt sind aktuell kostenlos. Ihr müsst einfach bedenken, dass wenn ihr beispielsweise 50 Euro von einem Reinvest24 kauft, ihr 48 Anteile davon erhaltet. Das ist so, weil bei Reinvest24 beim Investment eine 2 Prozent Gebühr anfällt. Ihr kauft also die Gebühr mit, gleich wie wenn ihr direkt bei Reinvest24 investiert hättet. Auf dem Zweitmarkt ist somit alles in Bruttowerten angegeben. Dies zum Verständnis.

Auszug vom Zweitmarkt bei Evoestate

Mein Portfolio

Unten seht ihr mein aktuelles Portfolio, welches sich noch im Aufbau befindet. Ich möchte mehrheitlich in Projekte investieren, welche monatliche oder mindestens quartalsweise ausschütten. Ich werde nur in ganz speziellen Fällen bei Equity Projekten mitmachen. Ihr seht ich bin aktuell nur in Rent (also Vermietung wie Brickstarter, Reinvest24) und Loans (Kredite wie Estateguru, Nordstreet etc) investiert. Der Betrag ist noch nicht allzu hoch, da mir einerseits die Projekte gefehlt haben und ich anderer seits einige hundert Euro jeweils direkt bei Reinvest24 investiert hatte (im Nachhinein betrachtet war das wohl etwas unklug, wegen dem fehlenden Zweitmarkt. Aber ich plane die Projekte langfristig zu halten und Reinvest24 wird irgendwann dann auch noch einen Zweitmarkt bringen. Eine Möglichkeit zur Liquidation zu haben, ist aber nie verkehrt).

Meine aktuelle Portfolioverteilung bei Evoestate

Autoinvest

Auch an den Autoinvest wurde gedacht, diesen seht ihr unten. Es hat alle notwendigen Einstellungsmöglichkeiten. Ein sehr nettes Feautere ist jedoch, dass ihr vom Autoinvest getätigte Investitionen innerhalb von 24 Stunden noch rückgängig machen könnt. Aktuell nutze ich den Autoinvest nicht, da ich mir gerne alles in Ruhe anschaue und die gelisteten Projekte meistens nicht sofort voll investiert sind.

Evoestate Autoinvest

Wie verdient Evoestate seine Brötchen?

Bei den Equity Projekten wird immer ein vordefinierter Teil des Gewinns von Evoestate einbehalten. Die Werte sind immer in der Projektbeschreibung festgehalten. Bei allen anderen Projekten ist das nicht im Projektbeschrieb vermerkt. Ich habe mal gelesen, Evoestate erhält 1 Prozent von den Partnerplattformen, ob das so stimmt weiss ich nicht. Sicher ist aber (und das ist auch logisch und ok), dass Evoestate irgendwie vergütet wird.

Fazit & Cashback oder Bonus

Wie eingangs erwähnt stehe ich der Plattform positiv gegenüber. Jedoch muss in den nächsten Wochen noch einiges passieren und als erstes das Steuerreporting kommen. Steuerreporting ist nun verfügbar. Zudem möchte ich sehen, wie mit Updates zu Projekten umgegangen wird.

Falls ihr beabsichtigt euch Evoestate einmal anzuschauen, bietet die Plattform aktuell zwei Möglichkeiten für einen Neuinvestorenzustupf. 1) 15 Euro nach dem ersten Investment (vorherigen Link nutzen zur Registrierung) 50 Euro Mindest Anlage genügt ODER 2) 0.5% Cashback auf eure Investitionen der ersten 6 Monate gibt es mit diesem Link. Das heisst also Option 2 ist lukrativer für euch, wenn ihr innerhalb von 6 Monaten beabsichtigt eine Anlagesumme von mindestens 3’000 Euro zu platzieren. Für kleinere Investments ist Option 1 sinnvoller. Ich erhalte die selbe Vergütung wie ihr, ich danke für eure Unterstützung.

Bei Fragen einfach posten. Grüsse

Es braut sich etwas zusammen am p2p Himmel (Envestio / Kuetzal etc)

Aktuell brennt die Luft ein wenig im p2p Universum (zumindest im baltischen, im englischen ist die Luft draussen). Ich möchte euch gerne über einige aktuelle Fragestellungen informieren, welche bei einigen Plattformen wohl doch für rote Köpfe sorgen werden. Aktuell stehen erst einige Vorwürfe im Raum und man sollte versuchen sich ein objektives Bild zu machen und genau hinschauen, denn wo Rauch ist, hat es meistens auch Feuer….

Envestio und Kuetzal

Bei beiden Plattformen ist es fast zeitgleich zu Wechseln im Management sowie im Falle von Envestio zu einem Verkauf der Plattform gekommen. Bei Interesse oder falls ihr bei den Plattformen aktiv seid, sollted ihr euch diesen Artikel vom Trüffelschwein durchlesen. Kuetzal wurde zudem noch von einem Blogger besucht und das Resultat könnt ihr hier in Englisch nachlesen (lohnt sich). Er kam zum Fazit sein Geld zurückzuziehen…..

Mintos

Zwei Loan Originators wurde die Lizenz entzogen, welche sich aber dagegen wehren. Beim krassen Wachstum der Plattform, war es nur eine Frage der Zeit bis nach der Eurocent Pleite und den Problemen mit Aforti weitere dazustossen. Zudem sind Auszahlungen aus dem Invest and Access verzögert worden.

Fastinvest

Fastinvest hat scheinbar seine Geschäftsabschlüsse den UK Behörden verzögert eingereicht. Ob sich daraus ein Problem ergibt, weiss ich noch nicht.

Ibanwallet

Bei Ibanwallet steht die Frage im Raum, ob diese wirklich eine Lizenz der FCA inne hat. Ich habe um Stellungnahme seitens Ibanwallet gebeten.

Robocash

Robocash hat ein wenig Ärger in den Philippinen. Die dortige Aufsichtsbehörde hat Robocash die Lizenz entzogen, oder dies zumindest angekündigt. Gemäss Robocash wurde die Lizenz noch nicht entzogen, jedoch geht man gegen die beabsichtigte Entziehung der Lizenz vor. Scheinbar wurde der philippinische Arm von Robocash (war scheinbar ein Joint Venture mit einer lokalen Firma) bereits aus der Robocash Holding ausgekauft. Per Anfang nächstes Jahr, muss Robocash Philippinen dann umfirmiert werden. Ich würde mal den Autoinvest entsprechend anpassen.

Was machen wir nun mit diesen Infos?

Erstmal durchatmen und sich seine eigenen Gedanken machen. Wenn man sich aufgrund der aktuellen Lage unwohl fühlt, sollte man sein Geld zurückholen (sofern das kurzfristig möglich ist). Es muss auch nicht gleich wieder auf einer anderen Plattform reinvestiert werden ;). Ich werde meine Gelder verschieben und mein Portfolio neu ordnen. Eigentlich etwas, was ich langsamer angehen wollte und aufgrund der sich abzeichnenden Eintrübung der Weltwirtschaft ins Auge gefasst hatte. Nunja, dann beschleunige ich diesen Prozess nun….

Es würde mich nicht wundern, wenn wir in den nächsten Wochen weitere solche Berichte lesen würden (insbesondere von Plattformen mit Zinsen um die 20 Prozent und oder hohen Buyback penaltys…., Crowdestor mal vorläufig ausgenommen).

Brickstarter – in spanische Ferienwohnungen (airbnb) investieren

Brickstarter habe ich schon einige Monate auf dem Radar und damals auch einen Account erstellt. Es war mir aber zu wenig los und die Seite zu unausgereift. Daher hatte ich Brickstarter etwas aus den Augen verloren, obwohl ich die Anlageidee spannend fand (und finde). Vor wenigen Tagen habe ich dann mein erstes Direktinvestment bei der Plattform getätigt.

Anmeldung / Investitionen

Registrieren kann sich jede Person, welche über ein Bankkonto in Europa verfügt und mindestens 18 Jahre alt ist. Falls ihr euch 0.5% Cashback während der ersten 90 Tage sichern wollt, dann nutzt diesen Link zur Anmeldung. Im Feld Promo Code könnt ihr BRICKS eingeben und erhaltet weitere 15 Euro geschenkt. Die 15 Euro werden einfach auf euer Investment draufgeschlagen. Beispiel: Ihr investiert 50 Euro, dann ist euer Anteil danach 65 Euro Wert. 50 Euro bildet auch den Mindestanlagebetrag. Eine Verifikation eures Anlegerkontos ist nicht zwingend, aber empfehlenswert. Bis zu 250 Euro könnt ihr ohne Verifikation anlegen (jedoch nur mit Kreditkarte). Für Banküberweisungen müsst ihr euch verifizieren, dafür wird ein Identifikationsdokument hochgeladen. Für Auszahlungen müsst ihr ein Bankkonto verlinken, ein Bankauszug des gewünschten Kontos genügt. Die Einzahlung via Bankkonto dauerte bei mir einen Tag. Die Auszahlung habe ich noch nicht getestet, vermutlich dauert das etwa gleich lange.

In was investiert man genau?

Wie im Titel steht geht es um Ferienwohnungen in Spanien, welche auf airbnb und anderen Plattformen zur Kurzmiete ausgeschrieben sind und innerhalb von 18 Monaten gewinnbringend verkauft werden sollen. Aktuell ist ein Projekt in Finanzierung:

Brickstarter Projekt
Aktuelles Projekt bei Brickstarter

Entschuldigt bitte, dass ich das Bild in Englisch einfüge, aber die deutsche Version der Webseite ist katastrophal übersetzt (falls ihr etwas zur Aufmunterung benötigt, schaut es euch mal an. Da werden auch Immobilien ausgebeutet ;)). Die Wohnungen sollen etwa 10 Prozent pro Jahr rentieren (das ist ein Erwartungswert und kann tiefer aber auch höher ausfallen). Die Hälfte davon kommt aus den Mieteinnahmen und der Rest ist prognostizierte Wertsteigerung (hier fallen Steuern an, welche einbehalten werden. Man sucht hier eine Lösung dies in Zukunft zu vermeiden). Die Wertsteigerung wird bei einem allfälligen Verkauf der Immobilie realisiert. Es wurden erst wenige Wohnungen wieder verkauft, man versucht die Wohnungen aber zu guten Preisen innerhalb von 18 Monaten wieder abzustossen (das gelingt natürlich besser, wenn man dem potentiellen Käufer zeigen kann, dass die Wohnung gute Erträge abgeworfen hat über einen Zeitraum von 12 Monaten oder mehr). Daher benötigt man aktuell auch keinen Zweitmarkt. Es ist aber natürlich möglich, dass es schwieriger wird eine Wohnung zum gewünschten Preis zu verkaufen und daher sollte man sich bei einem Investment darauf einstellen, dass dieses nicht liquide sein könnte (aber man kriegt ja trotzdem monatlich die Mieteinnahmen ausgezahlt). Während der Finanzierungsphase bis die Immobilie im Besitz von Brickstarter ist, wird das Investment zu 5% verzinst (ab dem Zeitpunkt des Investments).

Zum Schluss / Fazit

Hier bietet sich die Möglichkeit in ein anderes Segment von Immobilien zu investieren. Man sollte jedoch bedenken, dass in touristischen Regionen die Ballung von airbnb Immobilien zu Preissteigerungen führen können, welche für die einheimische Mietbevölkerung problematisch werden können.

Die Plattform scheint auf gutem Weg zu sein, hat jedoch noch einiges an Arbeit vor sich in den Bereichen Nutzerfreundlichkeit und Übersetzungen. Ich finde das Segment der Ferienwohnungen interessant und werde in weitere Projekte dieser Art investieren. Wie gesagt, es gibt 15 Euro Bonus mit dem Promo Code BRICKS und 0.5 Prozent Cashback während der ersten 3 Monate, wenn ihr euch mit diesem Link anmeldet.

Boldyield – brandneue Plattform mit Zinsen bis 18% (+Cashback)

Und wieder eine neue Plattform mag man denken, völlig legitimer Gedanke. Ich finde diese Plattform aber vom Ansatz her spannend. Aber alles der Reihe nach: Wie bin ich auf die Plattform gestossen? Die Plattform ist eher auf mich gestossen, besser gesagt arbeitet die ehemalige Grupeer Marketing Dame Viktorija bei dieser Plattform und hat sie mit aufgebaut. Da wir uns durch Grupeer bereits kennen und sie meine Meinung schätzt, hatte sie mich gefragt, ob ich die Plattform vor dem offiziellen Launch kurz testen und Feedback geben möchte. Da ich neben meinem Superheldentum auch ein ziemlich neugieriger Zeitgenosse bin, habe ich gerne zugesagt. Ich finde die Plattform optisch wie auch technisch gelungen. Das ist schon mal sehr gut, denn es zeigt, die Macher haben sich etwas überlegt bei der Konzeption. Ein erster wichtiger Punkt für mich.

Wer darf investieren? Registrierung?

Investieren dürfen natürliche sowie juristische Personen, sofern diese mindestens 18 Jahre alt sind (gilt natürlich nur für natürliche Personen) und diese über ein Bankkonto in der EU verfügen. Zusätzlich muss die Kontoverifikation erfolgreich sein (versteht sich von selbst). Bei der Registrierung benötigt ihr ein Ausweisdokument sowie eine Wohnsitzbestätigung (Bankauszug, Stromrechnung etc). Ihr müsst eure Adresse angeben sowie einige andere Angaben machen (inklusive eine PIN erstellen). Sobald ihr alles ausgefüllt und hochgeladen habt, könnt ihr den grünen Button „require verification“ drücken. All das findet ihr in eurem Dashboard unter „my profile“. Keine Sorge, die Seite wird bald auch in einer deutschen Version verfügbar sein.

Was macht die Plattform jetzt genau?

Boldyield widmet sich 3 Teilbereichen: Business und Immobilienfinanzierungen sowie der Seefracht(-Finanzierung). Der letzte Teilbereich wird meines Wissens noch von keiner p2p Plattform in Europa abgedeckt (falls ihr eine kennt, lasst es mich wissen). Der Gründer, Edgars Mass, ist der Hauptverantworliche der Plattform und für die Projektauswahl zuständig. Er hat beachtiliche Erfahrung im Bank- und Finanzierungswesen vorzuweisen.

Das erste Projekt

Es steht schon ein Projekt zur Investition bereit: eine Immobilienfinanzierung in Norwegen, welche mit 14 Prozent verzinst wird. Die Dauer ist mit 10 Monaten überschaubar. Die Zinsberechnung beginnt sofort mit der Gebotsabgabe. Ein Investment startet ab 100 Euro pro Projekt.

erstes Boldyeld Projekt
Das erste Boldyield Projekt: Immobilie in Norwegen

Was bedeutet der Name?

Der Plattformname setzt sich aus den beiden Wörtern „bold“ und „yield“ zusammen. Yield dürte klar sein, das ist die Rendite. Aber warum bold? Bold hat einige Bedeutungen (in Windowsprogrammen steht auf dem Button um etwas fett zu markieren auch ein B, für bold), soll aber in diesem Zusammenhang mit wagemutig und entschlossen übersetzt werden. Der CEO Edgars Mass hat mir das so erklärt, denn nur wenn man etwas wagt und sein Ziel entschlossen verfolgt, wird man erfolgreich sein. Daraus ist eben Boldyield entstanden.

Fazit und Cashback

Sicherlich ein spannendes Konzept einer absolut neuen Plattform. Ich bin vorallem auf die Seefrachtgeschichte gespannt, da dies ein neuer Bereich ist. Man darf hier aber auch nicht vergessen, dass dies eine taufrische Plattform ist, welche sich erst beweisen muss. Falls ihr die Plattform ausprobieren möchtet, kriegt ihr 0.5% Cashback für die ersten 180 Tage, ihr müsst euch dafür jedoch mit diesem Link registrieren. Und noch etwas, die ersten 100 Investoren kriegen 10 Euro geschenkt, nach dem ersten Investment.

Lendermarket (Creditstar) – Mintos Alternative mit Cashback

Seit einigen Wochen ist nun Lendermarket am Start. Die Plattform gehört zur Creditstar Group AS. Einigen wird der Name bekannt vorkommen, und zwar von Mintos. Creditstar war und ist dort mit einigen Ländergesellschaften aktiv (Creditstar, Monefit) und wurde von Mintos mit einem B Rating versehen. Auf der Mintosübersichtsseite findet ihr Informationen und Financials zu Creditstar.

Es ist nichts Neues, dass ein Kreditvermittler seine eigene Plattform betreibt. Viainvest und Peerberry haben den Schritt ebenfalls gemacht in der Vergangenheit. Sobald ein Kreditvermittler (ich verzichte auf die Bezeichnung Darlehensanbahner, da ich diesen Ausdruck für bescheuert halte in Deutsch. Loan Originator ist ok 😉 ) eine gewisse Grösse erreicht (Volumen), kann es Sinn machen, eine eigene Plattform zu betreiben.

Lendermarket ist in Irland domiziliert (wie auch Grupeer beispielsweise) und ist eine Schwestergesellschaft der Creditstar AS, welche in Estland beheimatet ist.

Wer kann anlegen / Registrierung

Investor werden kann jede mindestens 18 jährige Person (sowie Firmen), welche über einen Wohnsitz und/oder ein Bankkonto in der Europäischen Union verfügt (auch Schweizer sind ok, Iren nicht ) . Bei der Registrierung sollte auch gleich die online Verifikation mittels einem Ausweisdokument vorgenommen werden (Ausweis hochladen), denn sonst geht es nicht weiter und ihr könnt nichts machen auf der Plattform. Es ist also nicht so wie anderswo, dass erst nach einer ID gefragt wird bei Auszahlungen. Einzahlungen können erst gemacht werden, sobald ihr verifiziert seid. Danach eine kurze Banküberweisung und los geht’s.

Auszug aus dem Primärmarkt von Lendermarket

Kredite/Autoinvest/Buyback

Es gibt kurzlaufende Kredite mit maximal 90 Tagen Laufzeit (30, 60 und 90 Tage) aktuell zum Zinssatz von 12% p.a. (aus Polen, Spanien und Tschechien bis jetzt. Finland wird wohl folgen, ist zumindest im AI auswählbar 😉 ). Das Minimuminvestment beträgt 10 Euro. Die Kredite sind mit einer Buyback Garantie von der Creditstar Group ausgestattet, welche nach 60 Tagen Überfälligkeit zum Einsatz kommt. Auch die aufgelaufenen Zinsen sowie allfällige Strafzinsen sind mit eingeschlossen. Aktuell gibt es keinen Zweitmarkt, dafür einen simplen Autoinvest. Habe euch hier den Autoinvest mal eingestellt. Sehr einfach zu bedienen.

Autoinvest von Lendermarket

Cashback

Um am Cashbackprogramm teilnehmen zu können, müsst ihr euch mit diesem Link registrieren. Ihr kriegt danach 1% Cashback auf das Nettocash, welches ihr während der ersten 60 Tage bei Lendermarket einzahlt und anlegt. Nettocash bedeuted hier die Einzahlungen minus die Auszahlungen. Also beispielsweise 1’000 Euro Einzahlung und nach 20 Tagen 100 Auszahlung, ergibt Netto 900 Euro, davon 1% oder 9 Euro Cashback. Erhaltene und angelegte Zinsen zählen nicht in die Cashbacksumme rein. Die Gutschrift erfolgt innerhalb von 5 Arbeitstagen nachdem die 60 Tage Periode abgelaufen ist (ihr kriegt auch eine Email, sobald der Bonus gutgeschrieben ist) . Ihr findet den Bonus auch im Account Statement, wenn ihr die Campaign rewards and Bonuses anwählt:

Klick auf Account Statement und den entsprechenden Transaction type wählen

Fazit

Ich mag die Einfachheit der Plattform. Technisch ist sie durchdacht. 12% Zinsen sind nicht alle Welt (in der p2p Welt), aber wenn man es mit dem Platzhirsch Mintos vergleicht, ist es doch top 😉 Eine Plattform als Anreicherung und sicher nützlich für den Anteil an Kurzläufern, sofern man diese möchte. Peerberry und Viainvest haben gezeigt, dass der Weg mit eigener Plattform durchaus gangbar ist für einen Kreditvermittler. Die Domizilierung in Irland kann eventuell auch ein Vorteil sein, da man von der Baltischen Regulierung nicht oder weniger betroffen ist. Den aktuellen Stand zur p2p Regulierung kenne ich aktuell nicht, aber mein damaliger Wissenstand war, dass p2p in Irland noch keiner Regulierung untersteht. Ich werde das in Erfahrung bringen, ob und was sich in diesem Bereich getan hat. Hier geht es zu Lendermarket (inkl. Cashback).

Bei Fragen, einfach posten. Grüsse

Wisefund – ein kurzes Update

Gut zwei Monate ist es her seit ich das erste Mal über Wisefund berichtet hatte. In der Zwischenzeit sind schon einige Projekte finanziert worden. Aktuell (siehe unten) ist ein Projekt offen, welches mit 20% Rendite lockt. Ich finde Wisefund ist sehr gut gestartet, auch die Plattform ist technisch wie auch visuell ausgereifter als die direkten Konkurrenten wie Kuetzal, Envestio oder Monethera. Von Anfang an hat Wisefund einen professionellen Eindruck gemacht, auch wenn die Plattform noch kleinere Macken hatte. Da sehe ich drüber weg, denn irgendwann ist mal gut mit dem Testing und man sieht vieles erst, wenn es wirklich live ist. Von daher, solider Job gemacht (in meinen Augen). Das sagt jedoch noch nichts über die Projektqualität aus, für das ist es noch zu früh. Auf jeden Fall scheint die ganze Geschichte sehr durchdacht zu sein.

aktuelles 20% Projekt bei Wisefund. Dürfte wohl einige Tage dauern, bis das gefüllt ist.

Die Sache mit dem Ungarischen Bankkonto

Wie ihr ja bereits wisst, ist die Plattform eigentlich in Estland (und Lettland) zu Hause, das Bankkonto jedoch in Ungarn. Wie kommt es zu dieser Konstellation? Ich habe vor einigen Monaten die Thematik des Schwarzgeldskandals in Estland kurz gestreift, und darin liegt auch die Begründung. Wisefund hatte es sehr schwer als neuer Crowdinvesting Anbieter ein Bankkonto im Baltikum zu eröffnen, da die Banken dort momentan sehr vorsichtig sind. Stellt euch mal vor, da kommt eine neu gegründete Firma und möchte ein Konto. Auf diesem Konto kommen hunderte Zahlungen aus ganz Europa (oder sogar weltweit) von verschiedenen Personen an. Das Geld wird dann in grossen Tranchen an irgendwelche Firmen im Euroraum weitergeleitet. Ich sag’s euch, das ist der Albtraum für jede anti Geldwäscherei-Abteilung einer Bank. Von daher wundert es mich auch nicht, dass wir bei Envestio verschiedene Änderungen der Bankverbindung erlebt haben und auch Monethera nun ein Bankkonto in der Slowakei führt.

Die externe Kreditanalyse

Ich hatte ja bemängelt, dass die mit der Kreditanalyse betraute Firma (Nord Capital Markets) eine One Man Show sein könnte. Mir wurde seitens Wisefund versichert, dass die Firma mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Kreditanalyse mitbringt und bei grossen Projekten zusätzliche Spezialisten zugezogen werden. Schlussendlich muss man hier der Plattform vertrauen, denn wenn die Kreditanalyse schlecht ist, gibt es die Plattform bald nicht mehr. Von daher ist es ok für mich (aktuell).

Buyback / Cashback

Ich wollte noch in Erfahrung bringen, wie das mit dem Buyback wirklich ist. Also, nach 60 Tagen Verzug erfolgt ein Buyback des investierten Kapitals (die Forderungen werden an einen Investor verkauft). Die Zinsen sind davon nicht gedeckt, sollten jedoch durch einen Protection Fund von Wisefund gedeckt werden. Im FAQ ist das jedoch so nicht beschrieben, und wurde mir per Email mitgeteilt. Ich hoffe, die passen das dort auch noch an, oder ich habe es einfach übersehen.

Bei Registrierung mit diesem Link, kriegt ihr 0.5% Cashback auf euer Investorenkonto, nach jedem Investment und das während der ersten 9 Monate (270 Tage).

Fazit

Es kommt etwa jede Woche ein neues Projekt auf die Plattform. Es dauert jeweils mehrere Tage bis ein Projekt vollständig finanziert ist. Die Plattform überzeugt technisch sowie bei der Benutzerfreundlichkeit. Ein- und Auszahlungen gehen fix, auch der Support ist schnell. Von daher alles gut. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Plattform erst am Anfang steht und man sich in Hochrisikokrediten befindet.

Bei Fragen einfach melden. Grüsse

Coinloan – p2p mit oder ohne Krypto und hohen Renditen

Auch wenn ihr mit Kryptowährungen bis jetzt (noch) nichts am Hut habt, würde ich euch dennoch empfehlen diesen Artikel zu Ende zu lesen, und dann zu entscheiden ob ihr euch das ganze mal aus der Nähe ansehen wollt. Um auf der Plattform Coinloan anzulegen, benötigt ihr nämlich keine Kryptowährungen, ihr könnt wie gewohnt Euro anlegen. Natürlich ist es auch möglich sich auf der Plattform Geld zu leihen, aber dies wird in diesem Post nicht behandelt (wir wollen ja Zinsen verdienen und nicht zahlen 😉 )

Grundsätzliches zur Plattform

Die Plattform ist in Estland (Talinn) domiziliert, wobei das Kernteam nach eigenen Angaben auch dort wohnt. Ergänzt wird das Team durch weitere Mitarbeiter in verschiedenen EU Ländern. Anlegen kann jede Person, welche mindestens 18 Jahre alt ist und über einen Wohnsitz in Europa verfügt. Weitere Länder sind zugelassen, es gibt nur wenige Ausnahmen, welche leider nicht näher genannt werden. Ich gehe davon aus, dass USA ausgeschlossen ist. Die Registrierung geht fix, wie auch die Identifikation (Ausweisdokument muss hochgeladen werden). Ihr benötigt auch noch eine app für die 2fa authorisierung als Sicherheit (google authenticator).

Wie funktioniert das nun mit dem Anlegen?

Nüchtern betrachtet ist Coinloan eine normale p2p Plattform, wie ihr sie bereits schon kennt. Die Hauptunterschiede liegen meines Erachtens in drei Bereichen: 1) Ihr leiht das Geld direkt einer Person (originales p2p) und kauft keine verbrieften Kredite eines Loan Originators. 2) Ihr habt hier eine Sicherheit hinterlegt in Form von Kryptowährungen (welche theoretisch einen Wert haben). 3) Ihr setzt die Kreditmodalitäten (Zinsen, Laufzeit etc) selber fest. Punkt 1 ist diskutabel, ist aber zutreffend für die meisten grossen Plattformen wie Mintos, Peerberry, Grupeer usw.

Nachdem ihr verfiziert seid, könnt ihr Euros via Banküberweisung (SEPA) auf euer Coinloan Wallet laden. Die Informationen hierzu findet ihr unter „my wallet“ im Dashboard eures Coinloan accounts. Es gibt weitere Varianten wie zum Beispiel Kreditkarte, aber diese sind kostenpflichtig. Zudem wurde meine Banküberweisung gleichentags verbucht, ich sehe daher keine Notwendigkeit für andere Einzahlungsvarianten. Abhebungen kosten je nach Variante (SEPA = 2 Euro) einige wenige Euro, dies zur Info.

Sobald das Geld auf der Plattform gutgeschrieben ist, könnt ihr eure eigenen Kreditangebote (Button LEND) veröffentlichen, oder bereits bestehende Kreditgesuche (Loan requests) bedienen. Die Mindestkreditsumme beträgt 100 Euro. Den Zinssatz, die Laufzeit, die Amortisationsvariante (interest only = monatliche Zinszahlungen und am Schluss die Kapitalrückzahlung / interest + principal = Annuität). Bei vorzeitiger Rückzahlung muss der Kreditnehmer die Zinsen für die ganze Kreditdauer bezahlen, das kann sich für den Anleger sehr positiv auswirken (stellt euch vor, ihr kriegt nach 3 Monaten die Zinsen für 6 Monate oder so). Ein sehr wichtiger Punkt ist bei der Kreditaufschaltung auch was man als Sicherheit (sprich welche Kryptowährungen) zulässt. Standardmässig sind alle auf der Plattform zugelassenen Kryptowährungen als Sicherheit ausgewählt. Bis auf die CLT (coinloan token) sind für mich alle ok. Diesen würde ich deaktivieren. Die Zinsen für Euro Kredite scheinen sich so um 15 bis 16 Prozent einzupendeln. Ich hatte auch schon Kredite zu 20 Prozent eingestellt, die wurden aber nie beansprucht. Mit 15-16 Prozent solltet ihr euer Geld aber unter die Leute kriegen 😉 Zu 17 ging mir auch mal einer weg, aber nie höher. Was gerade angesagt ist, seht ihr auch im Tab „recent loans“. Noch etwas: ihr könnt auch die Beträge variabel eingeben. Nehmen wir an ihr habt 1’000 Euro die ihr verleihen wollt. Anstelle 10 Kredite zu 100 Euro zu erfassen, könnt ihr auch einen Kredit erfassen und dort das loan limit mit 100 bis 1000 Euro festsetzen. Je nachdem was euch besser zusagt. Das einstellen von Krediten sowie das Geld anlegen ist kostenlos. Hier noch ein Screenshot der Erfassungsmaske.

So sieht die Erfassung eines Kreditangebotes auf Coinloan aus (CLT habe ich rausgenommen)

Wo liegen die Risiken?

Auch hier sprechen wir von einer relativ neuen Plattform. Die Sicherheiten hinter den Krediten sind Kryptowährungen, welche volatil und wenig reguliert (wenn überhaupt) sind. Man bewegt sich also in mehr oder minder unbekannten Gewässern. Die Kredite werden mit Kryptowährungen hinterlegt, und der aktuelle Wert wird mit einem LTV (loan to value ratio) von 70% belehnt. Das heisst also um 100 Euro Kredit zu erhalten, muss der Schuldner Kryptowährungen im Gegenwert von circa 143 Euro hinterlegen (100 / 70 = 1.428). Solange der Belehnungswert (LTV) nicht über 92% steigt, der Wert der Sicherheit relativ zum Kreditbetrag also sinkt, passiert nichts. Steigt der LTV über 92 Prozent, wird die Sicherheit (Kryptowährung) liquidiert, um garantieren zu können, dass der Kreditgeber sein Kapital vollständig zurückerhält. Tönt alles schön und gut, aber im Worstcase sinkt der Wert der Sicherheit stetig auf eine Belehnung von 91 Prozent und dann innerhalb von wenigen Minuten stürzt die Kryptowährung 15 Prozent ab. Ob die Plattform dann schnell genug ist (und genügend Volumen zum Handeln verfügbar ist) und die Kryptowährung verkaufen kann, wird man dann sehen 😉 Bis anhin scheint das Risikomanagement der Plattform jedoch gut funktioniert zu haben. Seid euch diesem Risiko einfach bewusst.

Warum kann es Sinn machen, aus Schuldnersicht, einen Kredit mit Kryptos als Sicherheit aufzunehmen? Stellt euch vor, ihr braucht Geld für irgendwas und habt einen Bitcoin. Ihr könntet den Bitcoin nun verkaufen und hättet das benötigte Geld. Ihr geht aber davon aus, dass der Bitcoin im Wert steigt und zukünftig viel mehr Wert hat. Darum wollt ihr euch nicht davon trennen. Falls das Szenario so eintrifft, könnt ihr mit der Wertsteigerung auch locker die Zinsen zahlen. Das ist wohl die Grundüberlegung hinter der ganzen Geschichte, aber dies nur am Rande.

Fazit

Ich halte Coinloan vom Konzept her als eine spannende Plattform und sehe den use case schon. Zudem weiss man genau, welche Sicherheit hinter einem Kredit steckt. Soviel weiss man bei anderen Plattformen meistens nicht (jetzt mal mit Immobilien besicherte Kredite aussen vor). Es ist nur die Frage, sieht man die Kryptos wirklich als Sicherheit an, oder geht man davon aus, dass die sich auch in Luft auflösen können? Für mich sind die meistens Kryptos ok als Sicherheit. Die Preisentwicklung von den meisten Kryptos kann man beispielsweise auf www.coinmarketcap.com anschauen. Die Zinsen und die sehr freie Kreditgestaltung auf der Plattform sind für mich ein klares Plus. Hier geht es zu Coinloan.

Bei Fragen, einfach posten. Grüsse p2phero

Kurzupdate (sowie Infos zu Cashbacks, Promo Codes etc)

Gerne gebe ich euch heute ein kurzes Update zu einigen Plattformen sowie einigen laufenden Aktionen. Zudem gibt es in etwa 2 Wochen eine neue Plattform zu begutachten, diese wird im Stile von Peerberry und Viventor daherkommen.

Reinvest 24 – Update und Cashback

Viele Investoren stören sich an der 2% Gebühr, welche beim Kauf von Anteilen fällig wird bei der Plattform. Um dem entgegenzuwirken und neue Investoren für die Plattform gewinnen zu können, hat Reinvest24 aktuell ein Cashback Projekt am laufen:

Aktion läuft bis zum 23. September

Eine gute Gelegenheit um mit vergünstigten Gebühren, oder gar keinen in die zwei offenen Projekte zu gehen. Ich bin aktuell in 4 Projekten investiert, 2 davon zahlen monatlich schön brav die Zinsen. Die anderen beiden sind Entwicklungsprojekte und sollten Ende September zurückbezahlt werden. Bis jetzt läuft bei Reinvest24 eigentlich alles so, wie es sollte. Die Projekte werden einfach nur sehr langsam gefüllt, was doch etwas nervig ist. Ich hoffe, das verbessert sich nun. Durch die Cashback Aktion ist sicherlich ein Anfang gemacht. Hier geht es zu Reinvest24.

Ibanwallet: 25 Euro Bonus und 1% mehr Zins mit Promocode

Hier habe ich das erste Mal über Ibanwallet berichtet. Mir ist bewusst, dass die Zinsen mager aussehen. Ich finde die Lösung doch ganz ok für einen Teil meines Cashs. Zudem sollen bald Konti in anderen Währungen erhältlich sein. Ein USD Konto mit Verzinsung würde mir noch gefallen (und kommt auch). Falls ihr euch den 25 Euro Bonus holen wollt, müsst ihr wie folgt vorgehen: 1) mit diesem Link registrieren 2) Verifizierung durchführen 3) auf Geld einzahlen klicken (mit diesem Promo Code TRYIBANNOW kriegt ihr 1% mehr Zins für 3 Monate). 4) 1’000 Euro oder mehr überweisen. Ihr kriegt dann automatisch 25 Euro obendrauf. Ihr könnt euer Geld inklusive Bonus jederzeit abziehen, sollte euch die Dienstleistung nicht gefallen.

Bondster: Alternative zu Mintos

Mintos nervt ja mal wieder mit tieferen Zinssätzen. Schaut euch mal Bondster an, die machen ihre Sache gut und sind zudem noch in Tschechien domiziliert. Etwas weniger Baltikum hat noch nie geschadet 😉 Ich habe schon einige Berichte dazu verfasst, und 1% Cashback gibt es auch noch 😉

Monethera: 180 Tage Cashback mit promo code und 5 Euro Bonus

Meine Haltung zu Monethera hat sich nicht wesentlich verändert. Wer die Plattform testen möchte kriegt 5 Euro, wenn ihr euch über diesen Link registriert. Normalerweise gibt es noch für 90 Tage 0.5 Prozent Cashback obendrauf. Nutzt ihr bei der Registrierung den promo code p2phero0919 dann kriegt ihr für 180 Tage Cashback.

Wisefund scheint sich gut zu machen

Neukundenbonus gibt es leider keinen, dafür jedoch 270 Tage 0.5% Cashback bei Wisefund (bei Registrierung mit diesem Link). Die Plattform ist echt gut gemacht und gibt etwas her. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Plattform taufrisch ist und damit ein hohes Risiko einhergeht.

Envestio meine Hassliebe

Vielleicht etwas stark formuliert, aber trifft es nicht schlecht. Ich habe ja schon so einige kritische Posts dazu verfasst. Die Plattform ist jetzt schon seit über 18 Monaten aktiv und es sieht so aus als ob sie alles im Griff haben. Auch neue Projekte kommen im Wochenrythmus. Von Cryptomining Projekten würde ich nach wie vor die Finger lassen, den Rest kann man ja anschauen. 270 Tage Cashback von 0.5 Prozent plus 5 Euro Begrüssungsbonus gibt es via Registrierung mit diesem Link.

Falls nichts dabei ist für euch, hier die Übersicht zu allen Bonusprogrammen. Ich melde mich bald wieder mit einer neuen Plattform.

Wisefund – eine weitere neue Plattform (mit Zinsen von bis zu 21 Prozent)

Und weiter geht es mit einer neuen Plattform, welche in Estland domiziliert ist (das Team sitzt jedoch in Lettland). Auf den ersten Blick sieht Wisefund aus wie Envestio oder Monethera (und auch das Cashback Programm ist gleich wie bei Envestio 😉 mehr dazu am Ende des Posts).

Auf den Zweiten gibt es jedoch einen gewaltigen Unterschied: während Envestio und Monethera die Kredit- und Risikoanalysen in house machen, lässt Wisefund dies von einer Firma namens Nord Capital Markets durchführen. Finde ich gut, dass man sich Experten know-how einkauft und nicht alles selber machen will. Leider finde ich nicht allzuviel über die Nord Capital Markets. Ich nehme an es handelt sich dabei um diese. Sollte zutreffen, da diese Firma seit 2009 operativ ist, scheint jedoch in der Hand von einer Person zu sein. Über die Expertise in der Kreditanalyse finde ich nichts. Wenn ich mir die Homepage anschaue, dann sieht das für mich eher nach einer Firma für Tradingstrategien aus. Es ist einfach schade, dass man die gemachten Aussagen auf der Homepage nicht nachvollziehen kann.

Registrierung und Einzahlung

Registrieren können sich aktuell volljährige Personen, welche im EU-Raum (+ Schweiz) wohnen und/oder ein Bankkonto in dieser Region besitzen. Die Erstellung eines Accounts ist einfach, man benötigt nachdem man die Emailadresse bestätigt hat ein Ausweisdokument, welches hochzuladen ist. Zudem wird noch ein Selfie zusammen mit dem Ausweisdokument verlangt (das ist immer meine grösste Schwierigkeit dies einigermassen akzeptabel zu fotografieren 😉 ). Nachdem die Unterlagen hochgeladen wurden, dauert es maximal 2 Arbeitstage bis die Identität bestätigt ist. Erst danach ist es möglich eine Einzahlung vorzunehmen. Bei den Einzahlungsdaten habe ich nicht schlecht gestaunt, das Konto von Wisefund ist bei der grössten Ungarischen Bank OTP (Wikipedia zu OTP), und man überweist nach Ungarn (IBAN beginnt mit HU für Ungarn). Das finde ich jetzt doch eine etwas spezielle Konstellation und ich werde dem auf den Grund gehen.

Projekte

Aktuell sind 3 Projekte gelisted, wovon eines scheinbar gerade vollständig finanziert wurde. Zinsen sind in der Bandbreite von 17.3 bis 19.7 Prozent angesiedelt, bei Laufzeiten von 4 bis 8 Monaten. Das Eisenbahnprojekt stammt aus der Schweiz, und so weit ich das sehe ist die Schuldnerfirma aktiv. Aber viel mehr kann ich da auch nicht in Erfahrung bringen. Ich versuche mal via Wisefund mit denen in Kontakt zu treten.

Aktuelle Projektpalette bei Wisefund

Mindestanlage und Buyback

Gemäss den FAQ von Wisefund beträgt die Mindestanlage 10 Euro pro Projekt und man kann höchstens 10 Prozent eines Projekts finanzieren. Auch gemäss FAQ werden Kredite, welche mehr als 60 Tage überfällig sind zurückgekauft. Hier verstehe ich das so, als dass nur das Kapital erstattet wird, keine aufgelaufenen Zinsen. Werde das noch nachfragen ob dem wirklich so ist.

Fazit und Cashback

Ihr seht, es sind noch einige Fragen offen, aber das ist normal bei neuen Plattformen. Der erste Eindruck ist sicher besser als bei Monethera, aber das war auch nicht so schwer 😉 Ich hoffe, dass ich bald die offenen Fragen klären kann und werde berichten. Falls ihr euch registrieren wollt, kriegt ihr mit diesem Link 0.5% Cashback für die ersten 270 Tage sowie 5 Euro Startbonus . Lasst euch gesagt sein, die Plattform ist taufrisch, das ist hochrisiko. Seid euch dem einfach bewusst, es gibt keine 20 Prozent Zinsen ohne erhebliches Risiko.

Ibanwallet: ein neuartiges Tagesgeldkonto

Im Bereich der Fintechs (wovon p2p ein Unterzweig darstellt) tut sich in der letzten Zeit so einiges was Arten von Tagesgeldkonten angeht. Wir haben da ja das bekannte Bondora Go & Grow, die etwas andere Art von Bondster sowie Mintos Invest & Access (welches ich noch nicht getestet habe). Jetzt kommt also noch Ibanwallet dazu.

Ibanwallet , ein alter Bekannter

2017 habe ich das erste Mal von Ibanwallet gehört, und zwar auf Seedrs, wo sich die Firma Kapital zur Umsetzung ihrer Pläne geangelt hat. Ich war damals mit den Gründern ( Daniel Suero Alonso und Marc-Anthony Hurr ) in Kontakt, habe jedoch schlussendlich nicht investiert. Warum weiss ich heute auch nicht mehr, es wird wohl keinen triftigen Grund dafür gegeben haben, ansonsten würde ich mich noch daran erinnern.

Zwei Jahre später ist es also soweit und das Produkt (oder das erste aus einer Palette?) ist ausgerollt und für die breite Masse verfügbar. Jetzt stellt sich die Frage, welche Dienstleistung hier angeboten wird (funktioniert übrigens als App oder via Webseite)…

Was ist Ibanwallet genau?

Im Namen verstecken sich zwei Worte: IBAN, also eine Bankkontonummer wie wir sie kennen und Wallet, also Brieftasche. Es handelt sich also um ein neuartiges Bankkonto, welches wir quasi wie unsere Brieftasche nutzen können. Wow ein Bankkonto (Ein- und Auszahlungen aber nur über das hinterlegte Referenzkonto), das haut mich jetzt erstmal nicht aus den Socken 😉 ABER, es gibt schon noch einige Features, welche interessant sind: Es werden 4 Varianten an „Konten“ angeboten: 1) ein Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 2.5% pro Jahr, mit täglicher Zinszahlung sowie drei Konten, welche eher einem Termingeld (mit vorzeitiger Kündigungsmöglichkeit) ähneln. Dort gibt es Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren sowie Zinsen von 3 bis 6%. Unten seht ihr die 3 Termingeldkonten.

Angebot an Termingeldern bei Ibanwallet

So wie ich das verstehe sind die Anlagen jederzeit kündbar, jedoch gegen Gebühr. Jegliche aufgelaufenen Zinsen bis zu 2.5% werden storniert, wenn die Anlage vorzeitig gekündigt wird. Sind beispielsweise nur 0.1% aufgelaufen, werden auch nur 0.1% storniert, man verliert also kein Kapital. Kündet man beispielsweise das einjährige Termingeld nach 11 Monaten, kriegt man 0.25% Zinsen (2.75% aufgelaufen minus 2.5%). Ist jetzt nicht sonderlich attraktiv, aber ganz ok wie ich finde. Liquidität hat halt ihren Preis. Ich habe Mitte Juli mal 550 Euro eingezahlt und das einfach auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen. Ich kriege jetzt jeden Tag zwischen 3 und 4 Cent Zinsen.

Screenshot vom 25. Juli 2019

Nicht alle Welt, aber als Alternative Parkmöglichkeit für ein bisschen Cash ganz nett. Wir sind halt im p2p Bereich verwöhnt mit zweistelligen Zinsen, da sieht das natürlich nicht gut aus. Aber vergleicht man es realistisch, ist das keine üble Sache, vorallem mit der gegebenen Liquidität.

Registrierung und Startbonus

Die Registrierung dauert nur wenige Minuten. Es wird ein Identifikationsdokument, sowie eine Handynummer benötigt. Danach sieht man schon seine persönliche IBAN bei Ibanwallet und kann das Geld vom (persönlichen) Bankkonto her anweisen. Ich hatte das am Vormittag erledigt, und am Abend war das Geld drauf. Ging alles wirklich flott. Um die Auszahlung freizuschalten muss ein Beleg des Bankkontos (worauf die eigene Adresse ersichtlich ist), hinterlegt werden. Nutzt diesen Link zur Registrierung (das Feld promo code wird bei der Registrierung automatisch ausgefüllt, falls es leer sein sollte, kontaktiert mich) und ihr erhaltet 25 Euro Startbonus, sobald ihr 1’000 Euro eingezahlt habt (ich auch). Der Bonus ist frei verwendbar, und würde euch mit dem Tagesgeldkonto 5% Rendite im ersten Jahr sichern (2.5% auf 1000 Euro = 25 Euro plus 25 Euro Bonus).

Wie erwirtschaftet Ibanwallet das Geld um die Zinsen zu Zahlen?

Ibanwallet versteht sich als neuartiges und macht daher eigentlich nichts anderes als eine normale Bank. Was macht denn eine Bank? Ganz vereinfacht gesagt nimmt eine Bank Geldeinlagen an von Kunden (=Geld auf dem Bankkonto) und verleiht dieses dann wieder an Kunden, zum Beispiel als Hypothek. Die Differenz zwischen dem was auf den Bankeinlagen gezahlt wird an Zinsen und dem was aus den Hypotheken eingenommen wird, nennt sich Zinsdifferenzgeschäft und gehört der Bank, welche so Gewinn machen will. Das ist jetzt sehr vereinfacht ausgelegt und viele Punkte wurden nicht erwähnt (Fristentransformation, Reserven, Geldmengenmultiplikator blah blah und blah 😉 ). Das ist der ursprüngliche Zweck einer Bank.

Ibanwallet macht eigentlich nichts anderes, man nimmt Geld an und investiert es. Aber in was? Und jetzt wird es spannend: Ibanwallet investiert das Geld in p2p Kredite! Leider konnte ich noch nicht herausfinden wo und wie genau. Ich weiss lediglich, dass nur in besicherte Kredite (mit Buyback und/oder Immobilie oder sonstigen Assets) investiert wird. Hier versuche ich noch mehr zu erfahren, vor allem auch in Bezug auf die Liquditätssteuerung und so weiter. Ich glaube nicht, dass ich erfahren werde, wo genau in welche Kredite investiert wird 😉 Aber ich bleibe dran.

Fazit

Ich bin angetan von der einfachen Handhabung sowie der schlichten Homepage von Ibanwallet (gibt es übrigens auch als App). Es funktioniert alles reibungslos. Wenn man die Zinsen mit Tagesgeldkonten vergleicht, sind diese natürlich top, wenn auch nicht exorbitant. Was man aber vor einer Anlage bedenken sollte: Nie die komplette Liquidität dort parken, man muss sich bewusst sein, dass sich das Unternehmen in einen neuen Markt (p2p) bewegt und selbst taufrisch ist. Da können viele Risiken schlummern (operationelle, Marktrisiken etc). Möglich ist auch, dass das eingezahlte Geld in die gleichen p2p Kredite investiert wird, über welche man bereits via anderen Plattformen investiert ist. Nichts desto trotz kann man sich das ja mal anschauen. Das Team ist leider nicht auf der Webseite vertreten, was gemäss Aussagen der Firma momentan nicht geplant ist. Weiter oben seht ihr aber links zu den Gründern. Daniel ist ein Banker und Unternehmer und Marc-Anthony der Mathe und IT-Guy, passt also grundsätzlich von der Aufstellung, auch wenn das nichts heissen muss ;). Hier geht es zur Registrierung und dem 25 Euro Bonus (bei 1’000 Euro Investment)